Monitoring, Lobbyplag und Pferdefleisch – unser Wochenrückblick

Jeden Freitag fassen wir zusammen, was die Social-Media-Welt in den vergangenen fünf Tagen bewegt hat. Neues, gutes altes, ökonomisches, lustiges und katastrophales – vollkommen subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Hier wir gehen für die KW 6.

Montag: Auf ein Neues: Herzlich willkommen in der Kalenderwoche sieben im Jahre 2013 nach Christus.
Wir stellen fest: Nicht nur wir betreiben Monitoring, auch andere haben den Wert sozialer Netzwerke erkannt. Rüstungsfirmen zum Beispiel.
Thematisch ganz eng dran ist folgende coole Meldung von gestern. Plagiatsjagd ist out, nun kommen die Lobbyisten dran. Herr Gutjahr berichtet darüber auf seinem Blog.
„Wenn man was im Kopf hätte, wäre man ja nicht Fußballer geworden“, so einst P. Littbarski. Das Fußballer dennoch sympathischer sind, als sie im Fernsehen scheinen, beweist eine Marketingaktion von adidas, die namhafte Stars zu einem Hangout eingeladen haben.

Dienstag: Manchmal lese ich Dinge, für die ist WTF? eine zu kleine Kategorie. So auch dieses Kleinod: Nutzerdaten her oder fünf Tage Knast.
Dieser Blogartikel könnte allein schon aus dem Grund ein Erfolg werden, weil in Zeile drei bereits das Wort „Masturbation“ vorkommt. Allerdings geht es nicht um Monogamie im engsten Sinne, sondern um die Selbstreferentialität der Wissenschaftsblogger.
Ein wenig aufschlauen könnten sich hingegen die mächtigen und (mächtig alten) Kapitäne deutscher Wirtschaftskähne. Lest euch das mal durch, was da so alles als sozialer Kanal durchgeht und wie das bewertet wird.

Mittwoch: Heute etwas erfreuliches von einem Projekt, das mir aus persönlichen Gründen sehr am Herzen liegt. Liquid Friesland zeitigt erste Erfolge. Ich war seinerzeit auf dem BarcampHamburg und habe mir die Idee erklären lassen. Schön, dass es funktioniert.
Thilo Weichert, ein Mensch, zu dem unsere Branche ein durchaus kritisches Verhältnis hat, wollte das Fangating wegklagen. Und ist gescheitert. Ein „like“ ist nämlich noch lange kein „like“, sagen die Richter.
Ganz andere Sorgen haben socialbakers. Die finden nämlich, dass ein „like“ sehr wohl „like“ ist und fordern Marken dazu auf, endlich Fankommentare auf den Fanpages zuzulassen. Man glaubt gar nicht, wer das alles nicht tut.

Donnerstag: Aaaaawwwww Medienzentrum St. Pauli hat ein tolles Video produziert, um auf unsere gemeinsame Veranstaltung am Dienstag hinzuweisen.
Gestern Abend lief eine viel beachtete Dokumentation über den Versandhandelsgiganten Amazon und seine wohl rüden Methoden im Umgang mit Leiharbeitern. Am Tag danach brach sich ein Sturm der Entrüstung auf deren Fanpage bann. Im Zuge dessen tauchte dieser Screenshot auf. Alle Welt rätselt nun: Echt oder Fake?
Meme der Woche: The Harlem Shake.
Second Screen der Woche: Unser Star für Malmö.

Freitag: Ein Kanal, den die wenigsten auf dem Schirm haben (im Sinne von: “Ich will mitmachen”) und an den man immer wieder erinnern sollte, ist Wikipedia. Das ist inzwischen so ein Riesending und wird von allen genutzt, trotzdem vergessen viele, dass noch viel fehlt oder manches falsch ist. Es gibt nun ein Tool für Unternehmen, Wikipedia besser zu verstehen und zu benutzen. Letzte Woche lag in einer Google-Studie Google+ als soziales Netzwerk erstmals vor allen anderen, auf Futurebiz ist, oh Wunder, Facebook wieder vorne. Uns kann es egal sein, jeder wird schon seinen richtigen Kanal finden.
Um auch Twitter diese Woche nicht zu vernachlässigen: Wer sich in Twitter zurechtfinden will, dem seien diese drei Tools mit an die Hand gegeben.
Ist schon die ganze Woche ein Riesending: Pferdefleisch in Lasagne. Der “Gießener Anzeiger” allerdings bringt da heute ganz schön was durcheinander.

Add-On: Ich liebe den Netz-Humor meiner Generation. Viel Spaß beim Artist´s Statement.

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