Pokémon Go: 5 Fakten, die du wissen musst - Onlinemarketing, Social Media & Content Marketing | crowdmedia GmbH Hamburg

Meinung

Pokémon Go: 5 Fakten, die du wissen musst

von am 18. Juli 2016 verfasst


„Hallo! Herzlich Willkommen in der Welt der Pokémon! Mein Name ist Eich! Man nennt mich den Pokémon-Professor! Diese Welt wird von Wesen bewohnt, die man Pokémon nennt!“ – Sätze aus Zeiten des guten, alten Gameboys. Vor genau zwanzig Jahren kamen die ersten Pokémon-Spiele in Japan auf den Markt und lösten einen der größten Hypes der 1990er aus. Dieser Hype kehrt nun mit Pokémon Go zurück, die erste Frage morgens im Büro: „In welchem Level bist du?“

Ich scheine zu der Randgruppe zu gehören, die der Sucht noch nicht verfallen ist und habe somit genügend Zeit, dir heute die faszinierendsten Fakten zu Pokémon Go vorzustellen.

Fakt 1: Pokémon sind Goldesel…

Der Download von Pokémon Go ist kostenlos. Dennoch ergaben Wirtschaftsanalysen, dass das Spiel innerhalb von nur vier Tagen einen stattlichen Umsatz von über 14 Millionen US-Dollar generiert hat. Das Geld kommt durch optionale In-App-Käufe rein. Allerdings sollte man sich vor Augen halten, das dies erst der Anfang war, denn bis zu jenem Zeitpunkt war das Spiel lediglich in den USA, Australien und Neuseeland erhältlich.

Was die meisten nicht wissen: Vom Kuchen bekommt Nintendo selbst nicht viel ab. Entwickelt hat das Spiel die Software-Firma Niantic in Kooperation mit The Pokémon Company, die die Rechte an den Monstern besitzt. Wird ein In-App-Kauf über einen Euro getätigt, so sieht die Verteilung des Geldes in etwa so aus:

  • 30 Cent gehen an die Store-Betreiber, also Apple bzw. Android,
  • 30 Cent an Niantic,
  • 30 Cent an The Pokémon Company und
  • gerade einmal 10 Cent direkt an Nintendo.

Dennoch schoss der Aktienkurs von Nintendo an der Börse in Tokio in die Höhe: Innerhalb von einer Woche gewann das Unternehmen 52 Prozent an Wert.

Fakt 2: …, aber keine Datenschützer

Kurz nach Veröffentlichung der App stellten viele Nutzer und Sicherheitsexperten verwundert fest, dass sich Pokémon GO den Vollzugriff auf die Google-Konten der Nutzer erlaubte. Das bedeutet nicht nur den Zugriff auf notwendige Funktionen wie Standort und Kamera, sondern auch auf die E-Mails der Nutzer, alle Inhalte auf Google Drive usw. Gewarnt wurden die Nutzer bei der Installation nicht über den Zugriff der App.

Angeblich soll es sich dabei aber laut Hersteller um einen Fehler gehandelt haben. Dieser wurde zwischenzeitlich vom Hersteller Niantic für die iOS App in einer neuen Version behoben, so dass die App nur noch Zugriff auf Daten erhält, die wirklich für das Spiel benötigt werden. Nutzer können dies in Ihrem Google Konto hier überprüfen: https://myaccount.google.com/intro, unter „Anmeldung & Sicherheit“ und dann „Verbundene Apps & Websites“.

Um Pokémon GO spielen zu können, benötigt die App aber dennoch zahlreiche Berechtigungen. Nutzer müssen Zugriff gewähren auf:

  • Bilder und Videoaufnahmen,
  • Standort und GPS-Daten,
  • Aktivitätserkennung,
  • verwendete Konten,
  • Netzwerkzugriff,
  • und den Ruhezustand des Smartphones.

Fakt 3: Game Over für Facebook und Co.

Ist jetzt wahrscheinlich auch keine Überraschung mehr, aber Pokémon Go ist seit seiner Veröffentlichung das erfolgreichste Spiel des App Stores und des Google Play Stores. Den Rekord der täglich aktiven Nutzer in den USA hielt bislang Candy Crush Saga, nun hat Pokémon Go den Rekord geknackt. Laut der Analysefirma SurveyMonkey hatte die App am 12. Juli 2016 fast 21 Millionen aktive Nutzer.

Sensor Tower hat außerdem die Zeit untersucht, die iPhone-Nutzer derzeit mit Pokémon Go verbringen. Mehr als 10 Minuten länger als auf Facebook beträgt dort derzeit die durchschnittliche Verweildauer. Auch Snapchat, Twitter und Instagram liegen weit hinter Pokémon Go.

Bildschirmfoto 2016-07-18 um 13.32.02

Fakt 4: Gotta catch em all – Aber nicht hier!

Das Spiel schickt Menschen zu den ungewöhnlichsten Orten. Die sogenannten Pokestops und Gyms liegen zum Beispiel auf Friedhöfen, hinter Strip-Clubs, in Toiletten und in religiösen Einrichtungen. Das liegt unter anderem daran, dass große Teile des Spiels der Map aus Niantics letztem Spiel Ingress stammen.

Problem ist dabei, dass sich auch an Museen und Denkmälern Pokémon-Arenen oder Pokéstops befinden. Dort versammeln sich nun Menschen, um Pokémon zu fangen – selbst an Orten ehemaliger KZ-Lager der Nazis. Erste Museen haben bereits darauf reagiert: Das prominenteste Beispiel ist die Auschwitz-KZ-Gedenkstätte in Washington. Deren Sprecher sagte gegenüber der New York Times: „Dass solche Spiele an einem Ort wie dem Auschwitz Memorial aktiv sind, ist auf so vielen Ebenen respektlos gegenüber den Opfern der Nazi-Konzentrationslager.“ Er hätte deshalb bereits Niantic kontaktiert, um das Museum aus dem Spiel entfernen zu lassen.

Außerdem gilt natürlich: Don’t Catch and Drive! Ein Fahrer in Auburn, New York, versuchte während der Autofahrt ein Pokémon zu fangen und setzte deshalb seinen Wagen gegen einen Baum. Er wurde bei dem Unfall nur leicht verletzt, das Auto erlitt jedoch einen Totalschaden.

Bildschirmfoto 2016-07-18 um 14.06.24

Fakt 5: Wie Unternehmen von Pokémon Go profitieren

Virtuelle Welten werden in nicht allzu ferner Zukunft eine große Rolle für das Marketing von Unternehmen spielen. In Ingress, dem Vorgänger-Spiel von Pokémon Go, gab es sie bereits: Spielorte, die von Unternehmen gesponsort wurden. Auch für Pokémon Go soll dies ermöglicht werden, bestätigte Niantic CEO John Hanke im Gespräch mit der New York Times.

Das bedeutet im Klartext, dass Unternehmen zu einem Ort gemacht werden, der in der virtuellen Welt hervorgehoben wird und einen Mehrwert für Spieler darstellt. Bei dem aktuellen Hype um Pokémon Go könnte dies tatsächlich eine lukrative Möglichkeit für den einen oder anderen Händler darstellen. Laut Hanke soll das Preismodell nach einem „Cost per Visit“-Verfahren gestaltet sein, also vergleichbar mit dem CPC bei Adwords. Für jeden User, der die entsprechende Location nutzt, wird also gezahlt.

Bis es so weit ist, kannst du dich von folgenden Unternehmen, die Pokémon Go bereits in ihre Werbemaßnahmen einbeziehen, inspirieren lassen:

Bildschirmfoto 2016-07-18 um 14.23.21

Bildschirmfoto 2016-07-18 um 14.27.40

Bildschirmfoto 2016-07-18 um 14.27.20

Bildschirmfoto 2016-07-18 um 14.25.17

Bildschirmfoto 2016-07-18 um 14.24.29

Falls du diesen Artikel wirklich bis hier hin gelesen haben solltest, dann hast du soeben etwa zehn Minuten ohne Pokémon Go verbracht. Jetzt aber schnell wieder los, die Eier brüten sich schließlich nicht von selbst aus!

 

Jasmin Spitzer

Content-Marketing

Durch ihr Studium in Medienwirtschaft, Journalismus und Kommunikationsmanagement vereint Jasmin das gewisse Knowhow im Bereich Online-Kommunikation und die Leidenschaft des Schreibens. Auf unserem Blog teilt sie ihr Wissen und ihre Gedanken über Basics und Neuheiten des Content Marketings als ihr Spezialgebiet.

Content Marketing Day 2018 – Zusammenfassung und Einblick

22. Februar 2011

Online-Marketing-Trends 2019

22. Februar 2011

Der Weg zum konsistenten Markenauftritt

22. Februar 2011