Content-Marketing

8 Tipps für guten Facebook-Video-Content

von am 21. Dezember 2017 verfasst


In unserem Artikel Reichweiteneinbruch bei Facebook und Wege aus dem Reichweitental haben wir euch empfohlen, auf Facebook das Format Video mehr zu nutzen, um die Engagement Rate wieder in die Höhe zu treiben. Aber wie erstellt man eigentlich guten Facebook-Video-Content? Was sollte man beachten? Worauf kommt es an?

Nach ein bisschen Hirngraben, internem Erfahrungsaustausch und externer Recherche kommen hier unsere acht wichtigsten Tipps für Facebook-Video-Content für euch auf dem Silbertablett serviert, in 3…, 2…, 1…

#1 Das Equipment – kompakt und immer dabei!

Die Kamera. Für kurze Videobeiträge und Live-Übertragungen in Social Media braucht man heute keine richtige Videokamera mehr. Stattdessen kommen immer öfter Smartphones zum Einsatz. Diese Entwicklung ist ganz logisch: das Smartphone hat man quasi immer dabei, es ist kompakt, die Bildqualität ist meist vergleichbar mit der von Camcordern und man kann seine Videos direkt über diverse Apps bearbeiten und auf den entsprechenden Plattformen hochladen.

Das Mikrofon. Smartphones können heutzutage quasi alles. Doch haben sie oft noch eine Schwachstelle: das Mikrofon. Es ist für das Telefonieren und somit für den Nahmodus konzipiert. Daher ist die Tonqualität bei Videoaufnahmen i.d.R. eher mäßig gut. Zusatzmikrofone wie beispielsweise Ansteck-, Richt- oder Handmikrofone können hier Abhilfe schaffen – Achtung Anschlüsse beachten (TRRS-Anschluss bzw. Adapter statt einfacher Klinkenstecker)!

Die Halterung. Wackel- und Schütteleffekte kann man gut durch Selfiesticks, Hand- und Haltegriffe oder (Mini-)Stative ausgleichen. Auch hier ein Achtung: zum Teil werden für Smartphones spezielle Halterungen für Stative benötigt.

Die Beleuchtung. Für eine gute Ausleuchtung sorgen am besten leichte, handliche LED-Flächenleuchten, die es mittlerweile in allen möglichen Größen gibt. Für ein gutes Licht in Räumen eignen sich beispielsweise herkömmliche Bauleuchten, kombiniert mit einem weißen Regenschirm.

 

#2 Video-Formen – Welche Möglichkeiten gibt es?

 Zu einem gutem Video gehört auch ein Rahmen bzw. eine Form, wie das Video in Szene gesetzt wird. Einige Beispiele sind in der folgenden Grafik dargestellt:

 

Video-Content Formate

Video-Content Formate (Quelle: Eigene Darstellung nach TASG Force)

 

#3 Formate – Hochkant oder quer?

Je nachdem wofür das Video verwendet werden soll, eignen sich unterschiedliche Formate bzw. Seitenverhältnisse. In der Regel gilt bei Videos immer noch: Querformat – denn so ist das gängigste Ausgabeformat (Beispiel YouTube). Bei anderen Plattformen, wie Snapchat und Instagram eignen sich eher Videos im Hochformat und auch bei Facebook wandelt sich das ganze Thema Format derzeit. Der Fokus liegt immer mehr bei der Ausspielung auf mobilen Geräten, die von den meisten Menschen im Hochformat bedient werden. Somit können vertikale Videos größere Bereiche der Bildschirmfläche abdecken und folglich die größte Wirkung erzielen.

 

Video-Content Facebook Formate

Video-Content Facebook Formate (Quelle: Facebook Business)

 

#4 Videolänge – kurz und knackig!

 Wie für alles auf Facebook gilt auch bei Video-Content: kurz und knackig. Facebook selbst empfiehlt Videos von durchschnittlich 15 Sekunden Länge zur Vermittlung einer Message im Newsfeed und mobil. Dies sollte beachtet werden, wann man möglichst viele User dazu bringen will, das Video bis zum Ende zu schauen. Laut Buzzumo hingegen sei eine Länge von 60-90 Sekunden optimal, um das Enagement zu erhöhen, dieses sei bei Videos unter 30 Sekunden tendenziell am geringsten. Bei Live-Videos sieht es anders aus: hier sollte man bestenfalls mindestens 15, besser noch 20 Minuten auf Sendung sein, um möglichst viel Engagement rauszuholen.

#5 Untertitel & Ton – geht’s auch ohne?

Ca. 80 % aller Nutzer schauen Facebook Videos ohne Ton (mal ehrlich, irgendwie ist es uns doch allen peinlich, wenn in der Bahn plötzlich der Sound anspringt, wenn wir durch den Facebook Feed scrollen…). Daher sollte Video-Content so produziert werden, dass die Message auch ohne Ton vermittelt wird. Außerdem sollten zur Erklärung oder bei gesprochenem Wort Untertitel eingefügt werden. Dies kann einerseits über das Hochladen von SRT-Dateien oder manuell über Tools (siehe #6) erfolgen.

#6 Software & Apps – kleine Helfer für Video-Content.

Programme und Apps können bei der Bearbeitung von Videos helfen. Wir haben gute Erfahrungen mit dem movavi Video Editor gemacht. Dieser hilft u.a. beim Schnitt und beim Einpflegen von Übergängen, Filtern und Effekten. Movavi bietet auch die Möglichkeit zur Audiobearbeitung und Erstellung von Titeln und Untertiteln.

Für die schnelle Bearbeitung auf dem Smartphone eignet sich alternativ auch die WeVideo App.

Video-Content - WeVideo

Video-Content – WeVideo (Quelle: WeVideo)

 

#7 Posting-Text – Worum geht’s hier eigentlich?

Text gehört zum Posting jedes Videos dazu (Ausnahme: InStream-Videos) und sollte die Leute dazu bringen, das Video anschauen zu wollen. Beispielsweise eignet sich ein kurzer Hinweis, worum es in dem Video geht. Auch hier gilt: weniger ist mehr. 60 bis 80 Zeichen performen hier laut Studien am besten.

#8 Rechtliches – Worauf kommt es an?

Aus rechtlicher Sicht gibt es bzgl. Video-Content ein paar Dinge zu beachten. Zum einen sollte bei der Verwendung von Musik darauf geachtet werden, dass man die Nutzungsrechte innehat und diese Musik GEMAfrei ist.

Ein weiterer Punkt, der beachtet werden sollte, betrifft die Personen vor der Kamera. Bei Einzelaufnahmen benötigt man wie bei Fotoaufnahmen das Einverständnis der Person vor der Kamera – bei Statements und Interviews erfolgt dies i.d.R. stillschweigend durch das Statement an sich. Bei Gruppen bzw. Menschen in der Masse ist das Thema nicht so kritisch.

Und das war’s auch schon. Bleibt nur noch eins zu sagen: happy recording!

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Vanessa Runge

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Als Wirtschaftspsycholgin denkt Vanessa sich gern in Zielgruppen und ihr Verhalten hinein, insbesondere bei der Nutzung von Social Media. Auf unserem Blog teilt sie daher ihr Wissen und ihre Gedanken rund um Strategieentwicklung, Zielgruppen und Konsumentenverhalten. Außerdem gibt sie ihre Erfahrungen aus der Praxis weiter.

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