Anschläge in Boston, Unzufriedenheit mit Facebook Home und Plagiatoren Jagd in Russland – unser Wochenrückblick

von am 19. April 2013 verfasst


Montag: Facebook hat einen Leitfaden für „Amtsträger und Politiker“ veröffentlicht. Die haben´s, unter uns, auch echt nötig. Was viel großartigeres hat Pinterest ab jetzt im Angebot: Web Analyse. Dann wurden heute auch noch Ergebnisse einer Allensbach-Umfrage zum Thema „Digitale Medien an deutschen Schulen“ veröffentlicht. Kurzfassung: Es sind noch so einige Baustellen vorhanden.

Dienstag: Gestern Abend war der Anschlag in Boston. Ich habe mich noch am selben Abend über die halbgaren, sensationsgeilen Tweets, die weltweit losbrachen, tierisch aufgeregt. Ich sehe das wie die Wired, manchmal muss man einfach mal die Fresse halten. Auf deutsch auch hier noch mal. Gegen den Anschlag in Boston verlieren natürlich alle anderen Nachrichten etwas an Bedeutung, aber trotzdem: Mit der neuen Google-Bildersuche haben SEOs gewaltig zu kämpfen. Das Handelsblatt stellte heute fest, dass das mit der Erfolgsmessung in Social Media nicht so ganz einfach ist. Aufmerksame Blog-Leser wussten das natürlich schon ein paar Tage früher…

Mittwoch: Gute Sache: Ein anwaltlicher Blog, der aus der Sicht der Nebenklage den NSU-Prozess beleuchtet. Ich möchte jetzt schon wetten, dass dieser punktuell mehr Substanz hat, als so mancher Tageszeitungsbericht. Für so etwas ist das Internet erfunden worden. Facebook Home ist erst kurz in Deutschland verfügbar, allerdings gibt es schon jetzt reichlich negative Resonanz. Hatte Dennis ja irgendwie geahnt, dass es da Problemchen geben könnte. Achtung, Werbung! Aber für eine Sache, die ich für unterstützenswert halte. Netzpolitik will Spenden, um sich zu professionalisieren.

Donnerstag: Sven kokettiert auf Seminaren ab und zu damit, dass sein erster Kontakt mit Online-Marketing darin bestand, gebrauchte Gabelstapler zu verkaufen und er sich damals (zu Wild-West-Zeiten des Internets) fragte, ob das wohl auch bei ebay ginge. Ja, es ging. Und ebay hat es auch nicht geschadet, die machen ganz ordentlich Umsatz.
Nachdem die letzen Wochen App.net-Zugangsinvites quasi wie Sauerbier auf Twitter und in diversen Communities angeboten wurden, kam nun ein zweiter brandheißer Scheiß dazu, den alle mal mitmachen sollen. Mammoth. Onlinemarketing.de fragt: Kann das was?
Bleiben wir bei onlinemarketing.de: Es gibt ein neues Abrechnungsmodell bei Facebook

Freitag: In Russland wird sich seit einiger Zeit auch auf die Jagd nach Plagiatoren gemacht. Im Gegensatz zum deutschen Vorbild, darf nicht Jeder mitmachen, was nachvollziehbar ist. Konsequenzen, selbst für die offensichtlichsten Schummler, bleiben bislang aus. Mehr Öffentlichkeit für das Thema ist vermutlich die einzige Möglichkeit, um da (wenn überhaupt) etwas dran zu ändern. Aber mit dem unabhängigen Journalismus ist das ja nicht nur in Russland so eine Sache…Abhilfe schafft diesbezüglich vielleicht die geplante Nachrichtenseite von Anonymus, die gerade 54.000$ anstatt der erhofften 2.000$ per Crowdfunding erhalten hat. Hat euch in letzter Zeit mal jemand voller Stolz von seinem großartigen Wert bei Klout oder ähnlichen Diensten berichtet? Nächstes Mal einfach einen Link zu diesem Artikel als Antwort schicken. Das sollte reichen, um Ruhe zu haben.

 Add-On: NICHT anfassen.

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Als Channel und Content Experte ist Wilko ist mit seinen journalistischen Wurzeln unser Mann, wenn es um redaktionelle Arbeit und redaktionelle Prozesse geht.Sein Wissen setzt er in Kundenprojekten um und teilt es als Seminarleiter mit den Teilnehmern unserer Social Media und Content Marketing Seminare.

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