Content Marketing Masters 2017 – Recap - Onlinemarketing, Social Media & Content Marketing | crowdmedia GmbH Hamburg
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Content Marketing Masters 2017 – Recap

von Sven-Olaf am 28. Juni 2017 verfasst


Nach Svenjas Auftritt im letzten Jahr durften wir, vertreten durch Vanessa und Sven, auch 2017 wieder etwas zu den Content Marketing Masters beitragen. So kamen wir nicht nur in den Genuss der Konferenz-Teilnahme, sondern konnten bereits beim Speakers Dinner am Vorabend erste Einblicke und einen fachlichen Austausch erhalten. Hier deutete sich bereits ein Luxusproblem an, dass sich dann am kommenden Tag bewahrheitete: mehr spannende Slots als Zeit. Am liebsten hätte ich sowohl den englisch- als auch den deutschsprachigen Track mitgenommen, das geht aber nun mal nicht. Entsprechend können wir euch hier auch nur einen Teil dessen erzählen, was es alles zu hören und zu diskutieren gab.

Content Marketing Masters 2017: Intro durch André Alpar

Als Gastgeber ging André in seiner Eröffnung auf die Rolle des Content Marketing Stands 2017 ein. Im besten Falle ist Content Marketing der Brückenbauer zwischen Werbetreibenden und Empfänger. Content getriebenes Marketing ist im Jahre 2017 anders als die Werbung der 90er, mit der viele von uns sozialisiert worden sind. Werbung war sehr von oben herab, nie auf Augenhöhe. Mit platten „Kauf, du Arsch“-Botschaften (ich zitiere hier eine alte Brand Eins) kommt man nur noch selten weiter.

Gleichzeitig ist das Thema reifer geworden, die KPI sind härter geworden. Die Frage „Lohnt sich das?“ steht öfter im Vordergrund als ein simples „Wie geil, guck mal was wir an Reichweite haben!“.

Kann ich alles aus meiner Sicht abnicken, allerdings vielleicht noch um folgende Anmerkung ergänzt: für manche ist Content Marketing eher in der Schmuddelecke (auch hier kann die Brand Eins zitiert werden, leider mit einem sehr fehlgeleiteten Leitartikel von Wolf Lotter ) zuhause für andere ist es oft noch Hype oder Thema aus dem Hause „alter Wein, neue Schläuche“. Ich gebe zu, auch ich habe vor vier Jahrenauf Vorträgen in dieses Horn gestoßen. Inzwischen bin ich jedoch eines Besseren belehrt, was die Relevanz angeht.

Es ist nicht alles neu, ABER zumindest ein einheitliches Angehen verstreuter Methoden und Taktiken. Jeder der sich mit dem Thema Content Marketing in ganzer Breite auseinandersetzt, der kann gar nicht zu einer anderen Erkenntnis kommen, als dass :

1. es einerseits wirklich um Mehrwert statt um Schleichwerbung geht und

2. durch geändertes Kommunikationsverhalten eine nachhaltige Bedeutung für das Marketing vorliegt.

Soviel zum Intro. Was passierte anschließend auf den Tracks der Content Marketing Masters, die wir uns angehört haben?

Vom Egotrip zum Teamplayer – Influencer Marketing bei L’Oreal

Influencer Marketing trägt bei mir tendenziell mir das Prädikat „überhypter Scheiß“. Und dann ging es auch noch um Kosmetik: also Themen und Produkte, die von meinem Alltag recht weit weg sind. Gerade deswegen entschied ich mich hier für den Besuch.  Ich bereue es nicht und werte B2B-Leser, auch ihr solltet diese Zusammenfassung nicht überspringen.

Worum geht es bei L’Oreal bei Influencer Marketing?

Eine Sache, die ich mir gemerkt habe ist: TV ist immer noch wichtig und Germany’s Next Top Model hat extremen Einfluss auf die Produkte, die dort platziert werden.  Herausforderung: das Format ist nicht unbedingt tot aber zumindest am kränkeln. Mit der gezielten Nutzung von Influencern in ihren eigenen Shows kann dem entgegen gewirkt werden. Durchaus auch mit Ausschlägen in den Absatzzahlen.

Wie hat L’Oreal das Thema Influencer umgesetzt?

Im Kern war die Aussage: es muss zur Marke passen, der Influencer muss  weitest gehend freie Hand haben, denn er/sie kennt seine Fans und Follower am besten und das ganze muss sich partnerschaftlich entwickeln. Und es muss ein Budget vorhanden sein. Denn das was in Berlin präsentiert wurde, ist schon eine aufwändige Kampagne gewesen. Auf die Frage des Moderators nach der Größenordnung der Kosten („soviel wie ein Auto oder sovie wie ein Haus“ war die genaue Formulierung) kam die Antwort: soviel wie eine Garage. Also günstiger als TV aber kein Schnäppchen.

Was ist guter guter Social Content? – Kunden Cases von Helge Rueff

Knackige und gut ausgewählte Beispiele dazu, was gerade bei Facebook funktioniert. Was nicht geht: komplexe Inhalte. Wir sitzen nicht wie in einer Klassenarbeit vor Facebook und interpretieren die mögliche Intention des Absenders, der Content muss uns aktivieren. Also eher wie ein Popsong der direkt zum Ohrwurm wird.

Bilder sind also immer noch wichtig, Botschaften müssen knapp und knackig sein. Und alleine Bilder zu haben reicht nicht. An Beispielen von instagram Influencern hat Helge schön aufgezeigt, dass es auch um die Inszenierung geht, denn wie er sagte gibt es viele instagram Nutzer die fleißig posten. Aber nur einige schaffen es, große Followerzahlen aufzubauen, weil sie ihr Thema kanal- und zielgruppengerecht aufarbeiten.

Schluss mit dem Märchen von Gabriele Crepaz

„Schluss mit dem Märchen“ – das war der Titel eines spannenden Vortrags der Referentin Gabriele Crepaz. Sie ist der Meinung, dass es bei der Verbreitung von Inhalten nicht nur um das „Was“ geht, sondern vor allem auch um das „Wie“. Im strategischen Content Marketing sollten Marken und Unternehmen eben nicht nur simple Geschichten erzählen, sondern Geschichten mit Mehrwert – und dies trifft ihrer Meinung nach auf viele Stories, die da draußen im Social Web erzählt werden, nicht zu. Bei vielen Geschichten fehle die sogenannte Core Story, die Aussage oder auch Message, die vermittelt werden soll. User suchen in der Regel nach Lösungen für Probleme. Mittelmäßige Stories ohne klare Kernbotschaften würden ihnen da nicht weiterhelfen.

Unser Learning: Den Fokus nicht nur auf das Geschichtenerzählen an sich, sondern auf echte Aussagen im Core der Stories zu setzen, ist der Schlüssel erfolgreichen Content Marketings.

Merke: „It’s STORYtelling not TELLING stories“!

 

Bert van Loom und AJ Huisman mit 69 Insights aus 41kg Marketing Büchern

Dieser Vortrag von Bert und AJ war Highlight des Tages. Quasi als erster unter gleichen wie wir Lateiner sagen.  Die Idee ist einfach mal gut. Im Kern ging es darum, dass sie alle guten Marketing Bücher, die sie in den letzten Jahren gelesen haben (=> also 41kg an Print Exemplaren) auf jeweils ein oder zwei zentrale Aussagen herunter gebrochen haben – und das in 45 Minuten.

Wer fit im Kopfrechnen ist, der kommt von selbst darauf, für alle anderen die Hilfestellung: das sind nicht mal 40 Sekunden pro Aussage bzw. 82 Sekunden pro Buch auf der Liste.

Es ging also Schlag auf Schlag. Es waren alles spannende Impulse für mich und bei den vielleicht 5kg der 41kg. die ich auch gelesen habe, gab es immer Zustimmung und Kopfnicken von mir. Wenn ihr die beiden irgendwann mal live erleben könnt, geht hin – smarte Köpfe und exzellente Speaker.

Was ich mir direkt bestellt habe, weil ich zu den Themen was lesen möchte:

Zum Thema strukturiert an die Herausforderung Kreativität und Innovation rangehen  Disciplined Dreaming  von Josh Linkner sowie Adele Revella zuBuyer PersonasIch werde berichten.

Für weitere Inspirationen: Bert & AJ geben diese Liste übrigens auch raus. Der Kurzlink zur Liste: bit.ly/CMFF-BOOKS. Ich empfehle besonders: Eric Ries, Simon Sinek,  The Cluetrain Manifesto, Free

Hubspot &  crowdmedia zu Blogs

Und dann tanzten wir selbst noch vor zum Thema Blog. Wir sind da genauso große Fans von wie Hubspot.

Die Kurzfassung: satt vergänglicher Reichweite in Social Networks mehr auf Owned Media setzen und so die eigene Domain stärken und der Herr der URL sein. Social Media kann immer noch ein sehr guter Zulieferer sein, sollte aber nie als Selbstzweck betrieben werden. Das ist die Kurzfassung. Die lange Geschichte erzählen wir euch gerne in einem Webinar, wenn sich zehn interessierte Personen finden, die uns auf welchem Kanal auch immer dazu ansprechen.

Folgende Themen kamen als Nachfragen im Nachgang aus dem Publikum:

1. SEO Tools für andere CMS (hierzu haben wir einen Blogartikel versprochen) und

2. interne Strukturen für Redaktionsarbeit (das wäre dann Teil des oben avisierten Webinars).

Leider mussten wir direkt den Heimweg antreten und verpassten so den Vortrag von Carsten Rossi zu zeitgemäßen Abrechnungsmodellen für Agenturen.  Schade, denn diese Diskussion, die wir im Rahmen des Roundtables des 1 Content Marketing im Frühjahr angerissen hatten, hätte ich sehr gerne fortgesetzt. Sollte dieses Mal bei den Content Marketing Masters nicht sein, wird sich an anderer Stelle aber sicherlich ergeben – denn Gesprächs- und Handlungsbedarf besteht auf jeden Fall!

Wir sagen Danke für die Einladung, liebes Orga-Team und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

Sven-Olaf Peeck

Sven-Olaf Peeck

Geschäftsführung

Er mag das Internet und digitales Marketing. Er glaubt daran, dass alles messbar gemacht werden kann und auch sollte. Entsprechend schreibt Sven oft über Messbarkeit oder teilt seine Bewertung von Hypes. Svens Hoffnung: dass Firmen durch mehr Wissen weniger Quatsch im digitalen Marketing machen.

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