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Meinung

Da kommt was auf uns zu – die neue EU-DSGVO

von am 5. März 2018 verfasst


DSGVO – noch nie gehört? Dann wird es jetzt höchste Zeit, denn am 25. Mai 2018 wird laut Beschluss des EU-Parlaments die neue, einheitliche europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) anwendbar. Alte Datenschutzerklärungen, mithilfe derer Unternehmen die Kunden über den Umgang mit ihrer Privatsphäre aufklären, müssen daher jetzt an die neuen Regelungen angepasst werden. Auf der einen Seite bedeutet das mehr Rechte und Transparenz für die Nutzer, auf der anderen Seite werden auf Unternehmen deutlich höhere Anforderungen zukommen. Darauf weist auch Rechtsanwältin Nina Diercks hin:

„Die DSGVO greift tief in die Unternehmensprozesse ein. Wer jetzt schon 100% nach dem BDSG arbeitet, hat nur einen relativ geringen Anpassungsaufwand, wer dies jedoch nicht tut, wird um eine umfassende Ist- und Gap-Analyse nicht herumkommen.“

Nina hat auf ihrem Blog bislang elf Teile ihrer DSGVO-Serie veröffentlicht und da sind bei weitem noch nicht alle Aspekte der DSGVO bzw. deren Auswirkungen erläutert. Das allein zeigt, wie riesig und unübersichtlich die Änderungen sind, die auf Unternehmen zu kommen.

 

Betroffenenrechte ftw.

Neben unserem Arbeitsleben sind wir selbst natürlich auch als Verbraucher von der DSGVO betroffen – und das eigentlich nur im positiven Sinn. So sind die Betroffenen umfangreicher als bisher über die Datenverarbeitung und ihre Rechte zu informieren. Dazu müssen beispielsweise Angaben über die Speicherdauer und Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten veröffentlicht werden. Die Neuerung ist also keineswegs nur schlecht oder dazu da, um Unternehmen das Leben schwer zumachen.

 

Ist die DSGVO für mein Unternehmen relevant?

Kurz: Ja.

Lang: Generell sind von den gesetzlichen Änderungen alle Unternehmen betroffen, die in der EU ansässig sind und mit personenbezogenen Daten arbeiten – online wie offline. Und nein, das gilt nicht nur für riesige Big-Data-Buden. Es dürfte kaum Unternehmen geben, die von der Reform ausgeschlossen sind. Denn auch IP-Adressen zählen beispielsweise als personenbezogene Daten und somit ist die DSGVO auch für jeden Anbieter von Webseiten relevant.

 

Es wird ernst.

Während die letzten zwei Jahre als Übergangszeit galten, ist der Spaß am 25. Mai 2018 endgültig vorbei und Verstöße gegen die DSGVO sind durch die EU-Datenschutzaufsichtsbehörden und Gerichte überprüfbar. Eine der wohl wichtigsten Neuregelungen betrifft im Übrigen die Bußgeldbemessung. Wer sich nicht kümmert, muss schnell bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent seines weltweiten Unternehmensumsatzes blechen. Deshalb an dieser Stelle ein Satz, wie ihn sonst nur Mutti sagt: Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Datenschutzexperte Axel Freiherr von dem Bussche erläutert weitere rechtliche Herausforderungen der neuen Verordnung und weiß auch, dass diese selbst für Unternehmen nicht nur Nachteile mit sich bringt:

 

 

Nützliche Links

Für die, die jetzt in Panik verfallen: Ruhig bleiben und erst einmal genauer informieren. Zum Beispiel hier:

Jasmin Spitzer

Content-Marketing

Durch ihr Studium in Medienwirtschaft, Journalismus und Kommunikationsmanagement vereint Jasmin das gewisse Knowhow im Bereich Online-Kommunikation und die Leidenschaft des Schreibens. Auf unserem Blog teilt sie ihr Wissen und ihre Gedanken über Basics und Neuheiten des Content Marketings als ihr Spezialgebiet.

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