Da steht Content Marketing 2018 – Recap Superstars 2018

Content Marketing

Da steht Content Marketing 2018 – Recap Superstars 2018

von am 30. Mai 2018 verfasst


Zum dritten Mal ging es im Mai mit 30 Content-Marketing-Machern nach Mallorca. Was 2015 auf der CMCX als Schnapsidee entstand hat den Status des Brauchtums nach Kölner Definition erreicht.  Auf Content Island galt es bei den Content Marketing Superstars herauszufinden, wo Content Marketing 2018 steht. Drei Tage intensiven Austausch kann ich nicht in einem Artikel packen. Die folgende Zeilen sind die Höhepunkte, die ich aus 72 Stunden Expertenrunde gezogen habe. Gemäß dem Las Vegas Prinzip und in Anlehnung an Fargo: Aus Respekt vor den Corporates haben wir die Branchen & Namen geändert. Aber glaubt mir, es ist so passiert.

Stand der Dinge des Content Marketings 2018

In der ersten Runde 2016 gab es einen Workshop, wie sich Content Marketing entwickeln soll. Svenja hatte den organisiert und unter anderem die Frage nach Standards aufgeworfen. Es gab auch eine Diskussion am Klettergerüst*, ob Mirko Langes SCOM Framework so ein Standard sein könnte. Zu der Zeit fand ich so eine Diskussion noch wichtig und relevant. Ich hätte sie auch gerne noch weiter begleitet. Sie passte super zu dem Versuch, in der Fokusgruppe Content Marketing des BVDW eine Definition zu schaffen. Das holt einen als Deutschen ja immer ab, so eine ordentliche Definition.

* Von der sich zwei fünfjährige Jungen zum Glück nicht wirklich gestört oder abgeschreckt fühlten.

2017 war diese Diskussion nicht wieder aufgekommen, da standen operative Themen auf der Liste. Sie fehlte auch nicht. Genau wie die fehlende Definition und die Standards kein Hemmnis waren. Ach eine gute Erkenntnis, dass es ohne geht. Ich glaube, der BVDW hat inzwischen eine überarbeitete Definition. Gelesen habe ich die dann nicht mehr. Scheinbar geht es wirklich ohne.

Der Auftakt 2018 war wieder das Thema Strategie. Mirko Lange fuhr ein gut einstündiges Update zu SCOM und seinen Beratungsansätzen. Wer die Chance hat, Mirko im Vortrag zu erleben: unbedingt wahrnehmen. Er hat da einen sehr runden Wurf gelandet.

Erkenntnisse zur Content-Marketing-Strategie 2018

Hier meine zentralen Erkenntnisse, die ich aus unserer Erfahrung in Beratung und Umsetzung so teile:

  1. Es ist nicht nur eine weitere Marketing-Taktik. Content Marketing fordert die Organisation heraus. Erfolg kommt nur, wenn Bereitschaft zum Wandel da ist.
  2. Eine vernünftige Strategie als Grundlage braucht keine unendlichen Ressourcen in der Umsetzung von erfolgreichem Content Marketing.
  3. Massig Ressourcen ohne Strategie und Bereitschaft bringen keinen Erfolg.
  4. Es ist nicht was für jeden und nicht jeder muss sich soweit strecken, wie es Content Marketing erfordert. Manchmal reicht auch Werbung. Die kann dann günstiger sein. Beispiel wäre der Schokoriegel als Impulskauf. Einfach Werbedruck hochfahren und Top of Mind werden, dann wird der Absatz steigen.

Meine heißgeliebten Silos hatten auch einen Platz in der Diskussion. Interessant fand ich die Idee, diese nicht aufbrechen zu wollen. Sie sind Teil der Unternehmen, das ist Fakt. Wir müssen dafür sorgen, dass sie möglichst wenig Effizienz kosten. Ein sehr pragmatischer Umgang mit dem Thema und vielleicht das Ende der leidigen Silo-Diskussion.

Weitere Details zu diesen Überlegungen erhaltet ihr dann auf den einschlägigen Konferenzen im Vortrag von Mirko und seinen Kollegen von Scompler. Wie gesagt, wenn ihr die Chance habt, so einen Vortrag zu hören, dann nehmt sie wahr.

Alles ToFu, MoFu und BoFu oder was?

Noch nie gehört die Abkürzungen? Die Akronyme stehen für Top, Middle und Bottom of Funnel. Da hast du jetzt direkt Munition für die nächste Runde Bullshit Bingo ;-).

Auch ein Indiz für Reife des Content Marketings. Nach Zielen (Warum?) und Zielgruppe (Für wen?) kommt jetzt auch die Nutzungssitutation (Wann bzw. wo im Entscheidungsprozess?) in der Planung vor. Wir sprachen viel über die Mitte also den MoFu Content. Da kann der Content-Ersteller die Entscheidung noch zu seinen Gunsten beeinflussen – somit der Hebel, der für die Transaktion am Ende des Prozesses (Na, wie heißt das? Richtig, BoFu!) wichtig ist.

Insights von der Dienstleister-Seite

Ein Kessel Buntes war an Tag zwei die Insights Session mit den Kollegen. Jeder hatte fünf Minuten Zeit, eine Erkenntnis aus 2018 zu teilen. Dieses grobe Briefing war echt super. So kamen Tipps aus allen Ecken und Lebenslagen zusammen.

Was mir besonders hängen blieb:

  • Content um die W-Fragen aufbauen. Der ist dann Top-of-Funnel-Content und meist weiter weg von Conversions, dazu kam ein weiterer Tipp.
  • Wenn Content nicht durch Conversions bewertet wird, dann den SEO Traffic mit einem Geldwert belegen. Basis hierfür: Was hätte ein Klick gekostet in Adwords? So kann man sehr schön eine Investitionsrechnung daraus machen.
  • Auch mal Ausmisten und alten Content entfernen. Das hilft dem SEO Traffic. Ergänzend dazu der Tipp sistrix nicht nur anzugucken, sondern auch zu verstehen. Entfernter Content wird zwar die Sichtbarkeit senken, jedoch positiv auf den SEO Traffic einzahlen.
  • Pinterest als Traffic-Quelle: Tipps und Tricks wie man mit einer Mischung aus fremden und eigenen Pins fünfstellige Besucher pro Monat auf seinen Content bekommt. Da hab ich mir abgespeichert, dass 40 Pins pro Tag und ⅔ fremde Inhalte der Trick sind.

Content Marketing 2018 bei deutschen Firmen

Ähnlich wie in den letzten Jahren bestand die Gruppe zu 90% aus Dienstleistern. Bedeutet aber auch: Es waren zwei Vertreter von Firmen dabei. Daraus leite ich für mich ab:

1. Man darf in deutschen Firmen wohl Arbeit und Vergnügen eher nicht kombinieren. Das leite ich aus den 99,9999999% der deutschen Firmen ab, die keinen Vertreter geschickt haben.

2. Man sucht noch nach Ideen und ist offen. Zumindest die 0,00000001% der deutschen Firmen die vor Ort waren 😉

3. Es waren sehr interessante Ansätze zu hören, was denn die Firmen so tun, das beruhigt und erfreut zu gleich, dass es als Thema angekommen ist.

4. Aber es ist wird noch auf falsche Kennzahlen geschaut. Wenn es ein eigenes Portal gibt, dann wird das an Besuchern gemessen. Viel Traffic, viel Ehr. Ich dachte, über die Phase wären wir hinaus.

Gamification – Mitarbeiter und Kunden süchtig machen

Ein Highlight für mich war der Impuls von Lars (einer der Vertreter der Firmenseite übrigens) zu Gamification. Mittels der Ansätze von NAME zu Gamification schaffen sie es im B2B2C-Bereich ihre Vertriebspartner zur Content-Erstellung zu motivieren. Solche Ideen sind mir schon oft durch den Kopf geschossen. Getestet haben wir bei crowdmedia auch schon Dinge, nur der Erfolg blieb aus. Jetzt habe ich schon erste Rückmeldung von Lars, woran es lag und kenne vor allem das passende Framework, um Marketing und Tools mit spielerischen Elementen zu versehen.

Mein Call to Action an dich – Join us.

Soviel Content Marketing Wissen pro Quadratmeter gibt es selten. Vermutlich müsstest du davor nach Cleveland reisen. Der Rahmen im Robinson Club ist für Arbeit, Austausch und Kennenlernen super geeignet. Dafür sprecehen auch ¾ Wiederholungstäter unter den Teilnehmern. Auch wenn deine Kollegen die Nase rümpfen sollten wegen der Location*, probiert 2019 dabei zu sein.

Die Feedback-Runde war sich einig: Nächstes Jahr wird es wieder nach Content Island gehen. Vielleicht sogar für einem Tag mehr. Also such doch jetzt schon mal nach der passenden Kostenstelle oder dem Weiterbildungs-Topf für deine Teilnahme. Es würde mich sehr freuen, neben bekannten Gesichtern auch dich bei den Superstars zu sehen.

* Das tun sie bei den Onlinemarketing Rockstars doch auch oder?

Sven-Olaf Peeck

Geschäftsführung

Er mag das Internet und digitales Marketing. Er glaubt daran, dass alles messbar gemacht werden kann und auch sollte. Entsprechend schreibt Sven oft über Messbarkeit oder teilt seine Bewertung von Hypes. Svens Hoffnung: dass Firmen durch mehr Wissen weniger Quatsch im digitalen Marketing machen.

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