Der #esc2013 in Microblogs - Onlinemarketing, Social Media & Content Marketing | crowdmedia GmbH Hamburg

Social Media

Der #esc2013 in Microblogs

von am 22. Mai 2013 verfasst


Der Eurovision Song Contest (deutschen second screen’lern vor allem bekannt als #esc2013) wie er von ARD / NDR zelebriert wurde war auf jeden Fall mit twitter und der eigenen App ein sehr digitaler. Wenn ich an das letzte Jahr denke, ging es in Sachen Social Media quasi von 0 auf 100. Und dankenswerter Weise wurde nicht auf Facebook gesetzt, sondern auf twitter. Aus meiner Sicht sinnvoller für das Thema des 2nd screen.

Was bei der App spannend war: die konnte scheinbar auf iOS nix außer Infos pushen. Voting ging wohl wirklich nur über Android Telefone. Auch hier die richtige Entscheidung, statt auf das Nischenmodell mit schwindenden Marktanteilen zu setzen, lieber fokussiert vorzugehen.

Und auch bei der Aktivierung der Fans schien es zu gelingen, denn der kommunizierte Hashtag #esc2013 war ein recht deutsches Phänomen, wie die Ergebnisse des Monitorings zeigen. Also werfen wir einen Blick auf die Zahlen die von Montag vor bis Dienstag nach dem Event aufgelaufen sind (13. bis 21. Mai 2013).

Die Hits zum ESC in Twitter

Media Segmente Twitter ESC 2013

Der geneigte Leser wird wenig überrascht sein, dass erst das Hauptevent am 18. Mai wirklich was nach vorne gebracht hat. Die Halbfinale und das ganze Vorgeplänkel waren existent aber parallel zu den Mett-Igeln gingen am Samstag ab 19.00 auch die twitterer erst richtig groß an den Start.

Und getwittert wurde nicht wenig. Nachvollziehbar dem ESC zugeordnet aus meiner Sicht die Hashtags #esc2013, #eurovision und #eurovision2013. Die zeigen auch gleich eines der Probleme des Monitorings (im Sinne der Erfolgsmessung / Reichweitenmessung, aber auch der Issue Detection): schön, dass ich als ARD einen Hashtag kommuniziere, aber woher weiß ich, ob die User sich dran halten?

Verbreitung von drei ausgewählten Hashtags zum ESC

Entsprechend hatten wir also diese drei auf dem Radar, wenn man die nach Sprachen der Treffer filtert entsteht folgendes Bild:

Share of Voice Twitter Hashtags  ESC2013

Während der Hashtag #esc2013 in den englischen Tweets nur ca. 11% ausmachte waren es unter den deutschen Tweets ~55% und bei allen Sprachen ca. 24%. Scheint also durchaus landesspezifisch zu sein. Andererseits auch die Frage, ob twittern zum ESC nicht doch eher auf Englisch statt findet, egal in welchem Land man sitzt. Denn wie sollen einen die anderen sonst verstehen. Abgesehen von unseren französischen Nachbarn, geben ja auch alle ihre Wertungen in Englisch ab, wegen der Verständigung 😉

Ergänzend sei hier aus der technischen Ecke noch folgender Hinweis erlaubt : aus 140 Zeichen zuverlässig die Sprache eines Tweets abzuleiten ist so einfach nicht. Und die Sprache sagt uns gar nichts über den Aufenthaltsort des Posters. Aber um das in Relation zu setzen, werfen wir einen Blick auf das „Große Ganze“:

Die Tweets  in unterschiedlichen Sprachen

In allen Sprachen zusammen wurden etwa 95.00 Tweets gefunden mit den entsprechenden Hashtags, davon waren mit 15.564 Tweets ca. 16% auf Deutsch, 51% auf Englisch und 33% wurden anderen Sprachen zugeordnet. Hier noch mal in der Übersicht.

Absolute Treffer in den Sprachen

Und hier dann die prozentualen Anteile der Sprachen an den gefundenen Tweets, kurz gesagt: in dem was wir gefunden haben war der Anteil und somit abgeleitet auch das Interesse in Deutschland groß. Entsprechend gehen auch die begleitenden Themen zu den Hashtags in unterschiedliche Richtungen, bei #esc2013 war Cascada genauso wie ARD häufig genannt. 

Hashtag Verteilung in den Sprachen

 

Anhand von einer Stichprobe in Dänisch (immerhin die Gewinnersprache), Spanisch und Französisch lässt sich sogar vermuten, dass Deutsch nach der globalen Lösung „auf Englisch twittern“ aktivste Einzelsprache war, denn in den anderen Sprachen liessen sich wenigeTreffer finden.  Ist der 2nd screen in Deutschland vielleicht größer als in anderen Ländern? Vielleicht wäre das anstehende Großereignis Champions League Finale ein guter Ansatz das zu ermitteln. Please stay tuned!

Was lernen wir aus einer Monitoring Perspektive daraus?

  • die Zuordnung Sprache und Land ist nicht wirklich immer sauber machbar, gerade wenn es um Englisch geht
  • externe Impulse können Hashtags beeinflussen und sinnvoller Weise gestaltet man (oder versucht es zumindest) für Events eindeutige Hashtags zu kommunizieren
  • wenn wir Monitoring aufsetzen, dann können wir versuchen zu antizipieren was User für Begriffe nutzen werden, aber vermutlich werden wir im Laufe der Zeit sehen, dass wir diese Begriffe anpassen müssen
  • für granulare Auswertung brauchen wir mehr einzelne Suchen, sprich: für jede Kurve im Dashboard brauchen wir einen Suchagenten. Da bleibt die Frage nach dem Verhältnis von Kosten zu Nutzen.
Sven-Olaf Peeck

Geschäftsführung

Er mag das Internet und digitales Marketing. Er glaubt daran, dass alles messbar gemacht werden kann und auch sollte. Entsprechend schreibt Sven oft über Messbarkeit oder teilt seine Bewertung von Hypes. Svens Hoffnung: dass Firmen durch mehr Wissen weniger Quatsch im digitalen Marketing machen.

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