Meinung

Digitalisierung in Schulen

von am 5. April 2019 verfasst


Die Digitalisierung ist aktuell ein großes Thema. Die Entwicklung geht rasant voran. Doch wie ist es eigentlich aktuell um die Digitalisierung in Schulen bestellt? Sind diese auch vom digitalen Fortschritt betroffen?

Bei uns in der Schule wurde in den letzten Wochen und Monaten ein System installiert und getestet. Es nennt sich “IServ” und wurde speziell für Schulen entwickelt. Man kann damit nun endlich von zu Hause aus auf seine Dateien in der Schule zugreifen und hat einen internen E-Mail-Service. Der Vorteil: Bevor es “IServ” gab, musste man immer einen USB-Stick mitnehmen, um Aufgaben mit nach Hause nehmen zu können und wenn man diesen vergessen hatte, dann hatte man ein Problem. Mit dem neuen Service ist das jetzt kein Problem mehr. Außerdem kann man den Lehrern und Lehrerinnen jetzt Schularbeiten auch von zu Hause schicken. Ist sehr praktisch, gerade für Arbeiten übers Wochenende. Wenn man einfach mal im Internet schaut, dann sieht man, dass auch einige andere Schulen solche Systeme mittlerweile installiert haben.

Stellt sich die Frage, ob auch der Unterricht davon betroffen ist.

Die Antwort darauf ist: Jein. Zwar benutzen wir im Unterricht fast ausschließlich Smart-Boards, die wie Tafeln funktionieren, nur an einem PC angeschlossen sind und somit auch ins Internet können, etc. Andererseits lernt man in der Schule quasi nichts Brauchbares über Medien und Co. Alles was ich zu den Themen Medien und Programmierung weiß und kann, habe ich mir entweder selbst beigebracht oder während meines Praktikums bei crowdmedia gelernt. Es gibt zwar einen Wahlpflichtkurs an unserer Schule, der sich Medienkompetenz nennt, aber ich konnte schon in der 7. Klasse mehr als unser damaliger Lehrer. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich meinen ersten PC bekommen.

Außerdem hat unsere Schule anscheinend zu wenig Geld, um Programme wie Microsoft Word und PowerPoint zu bezahlen. Stattdessen haben wir jetzt ein Open-Source Programm. Das funktioniert zwar einigermaßen, aber ist auf Dauer nicht die Endlösung (jedenfalls hoffe ich das).

Fazit und Verbesserungsvorschläge.

Ich kenne viele Schüler, die sich wünschen würden, dass man mehr Unterricht in die digitale Richtung macht. Alle Welt spielt Computerspiele, aber ein nur minimaler Teiler der Spieler weiß überhaupt, was alles hinter dem bunten Bildschirm passiert. So genug rumgemeckert und stattdessen noch ein paar Verbesserungsvorschläge:

  • Man könnte einen Standard-Schul-PC auseinander bauen, um die Komponenten und die jeweilige Funktion dieser erklären.
  • Man könnte kleine Programme oder Spiele programmieren oder mal die tatsächlichen Gefahren hinter Internet und Co. erklären.
  • Man könnte eine “Grundausbildung” in Programmen wie Word oder PowerPoint oder in unserer Alternativ-Lösung machen.
  • Man könnte mit einem Raspberry Pi einen FTP/SFTP-Server aufsetzen und damit veranschaulichen, wie bspw. Instagram funktioniert
  • Man könnte…

Wie du siehst, gibt es viele Möglichkeiten.

Als abschließendes Fazit kann ich also sagen, dass die Digitalisierung in Schulen vorhanden ist. Die Ausstattung unserer Schule ist akzeptabel (hier und da fehlen ein paar Dinge, wie professionellere Software) und ich finde es gut, dass Systeme wie “IServ” angeschafft wurden. Jedoch ist der Unterricht, was Informatik betrifft, an unserer Schule leider sehr dünn. Ich kann hier aber nur für meine Schule sprechen.

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Erik Sander

Praktikant

Erik ist 15 Jahre alt und geht auf das Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium in Eimsbüttel. Bei uns hat er sein 3-wöchiges Schülerpraktikum absolviert. Er hat Spaß daran, zu programmieren und plant deshalb später in Richtung Softwareentwicklung zu gehen. Außerdem spielt er Trompete und hat vorher noch keinen Blogartikel geschrieben.

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