Facebook Updates

Facebook Updates Dezember 2013 und Januar 2014

von am 16. Januar 2014 verfasst

Facebook bringt den „Unfollow“-Button

Wer von dem übermäßigen Mitteilungsbedürfnis einiger Facebook-Freunde überfordert ist und vermeiden möchte, dass ihre Beiträge den eigenen Newsfeed überfluten, hat wahrscheinlich schon mal im Dropdown-Menü rechts neben ihren Beiträgen ein Häkchen bei „alles von XY verbergen“ gesetzt. Sofort kehrt die ersehnte Ruhe ein! Auch die weiteren Vorteile sind beachtlich: Man muss den Leuten weder die Freundschaft kündigen, noch bekommen sie von dieser diskreten Maßnahme etwas mit. So hätte es eigentlich weitergehen können…

Facebook ist jedoch der Ansicht, dass diese nützliche, aber etwas versteckte Option zum Blockieren von Freundes-Beiträgen zu wenig bekannt ist. Deshalb hat das soziale Netzwerk am 2. Dezember 2013 eine optimierte Variante vorgestellt. Laut einem Bericht von Allfacebook.com soll den Facebook-Nutzern nach und nach ein so genannter „Unfollow“-Button  zur Verfügung gestellt werden. Im Unterschied zur bisherigen Methode wird der „Unfollow“-Button auch direkt im Titelbild von Freundes-Profilen erreichbar sein und ein komfortableres Entfolgen (aber natürlich auch ein erneutes Folgen) ermöglichen.

Bekannt ist diese Platzierung und Funktionalität bereits vom „Abonnieren“-Button. Letztlich handelt es sich also nur um eine Umbenennung, die den Sinn und Zweck des Ganzen präzisiert. Über bereits vorgenommene Einstellungen zum Ausblenden von Freundes-Postings brauchen sich Facebook-Nutzer übrigens keine Gedanken zu machen: Diese sollen auch nach der Implementierung des „Unfollow“-Buttons erhalten bleiben.

Jobsuche bei Facebook

Erste Social Media-Adressen für Arbeitssuchende sind zurzeit die Business-Netzwerke Xing und LinkedIn. Demnächst könnte aber auch Facebook dazu gehören. Wie Insidefacebook.com am 3. Dezember 2013 berichtet, wird zurzeit eine neue Funktion getestet, über die arbeitslose Nutzer mitteilen können, dass sie gerade ohne Job sind. Bislang kann man in seinem Facebook-Profil lediglich den aktuellen Arbeitgeber angeben.

Die Idee ist im Ansatz gut, hat aber gleich mehrere Haken: Zum einen ist anzunehmen, dass nur wenige Arbeitslose bereit sind, ihre Situation vor einer breiten Öffentlichkeit auszubreiten. Zum anderen werden Facebook-Nutzer, die sich aus einer Festanstellung heraus beruflich neu orientieren möchten, von diesem verbesserungsbedürftigen Feature ausgeschlossen. Und so lange der Status „arbeitslos“ bzw. „an Jobangeboten interessiert“ nicht in die „Graph Search“ aufgenommen wird, können Recruiter und potenzielle Arbeitgeber bei Facebook weiterhin nur durch Zufall fündig werden.

Spenden direkt auf Facebook

Dass Social Media-Netzwerke nicht nur für die Pflege von Freundschaften oder Kundenbeziehungen geeignet sind, sondern auch, um sich für soziale Belange zu engagieren, hat nicht jeder Nutzer ständig auf dem Schirm. Und sollte sich das Gewissen zuweilen trotzdem melden, kommen immer wieder Zeitmangel oder berufliche und private Verpflichtungen dazwischen. Man kennt das ja …

Was liegt deshalb näher, als die sozial- oder umweltpolitisch tätigen Organisationen seiner Wahl wenigstens mit einer Spende zu unterstützen? Facebook will seinen Nutzern solche Entscheidungen in Zukunft erleichtern und hat dafür den neuen „Donate Now“-Button auf den Profilen von NGO-Institutionen angekündigt.

Über diese Funktion soll man sich die Höhe der Spendensumme aussuchen und direkt auf Facebook bezahlen können. Und wer Gutes tut, wird dies auch bei Facebook kommunizieren dürfen: Eine Anzeige der jeweiligen Spende auf der eigenen Profilseite ist optional vorgesehen. In Deutschland ist das Spenden-Feature zurzeit noch nicht verfügbar. Gemeinnützige Vereine, Stiftungen und andere spendenberechtigte Organisationen können sich aber bereits jetzt bei Facebook um eine Aufnahme des Spenden-Buttons in ihr Profil bewerben.

Video-Anzeigen mit Autoplay

Wie Facebook for Business am 17. Dezember 2013 meldete, steht uns der Launch eines neuen Video-Anzeigenformats mit Autoplay-Funktion ins Haus. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die in mehrmonatigen Tests ermittelten, um bis zu zehn Prozent höheren Zugriffsraten im Vergleich zu statistischen Videos. Schon klar, dass sich der Betrachter durch bewegte Bilder leichter von seinem Newsfeed ablenken lässt…

Für die Kernzielgruppe der jeweiligen Werbebotschaft ist das natürlich eine gute Sache. Befürchtungen, dass es in Zukunft sofort an allen Ecken und Enden losplärrt, sobald man sein Profil besucht, sind allerdings unbegründet: Facebook verspricht, dass die Videos grundsätzlich lautlos abgespielt werden sollen. Um den Sound zu hören, müssen Interessenten ein Video zunächst als Vollbild öffnen. Nachdem es vollständig abgespielt wurde, warten noch zwei weitere Werbevideo-Vorschläge.

Übrigens: Wer Facebook überwiegend via Mobiltelefon nutzt, kann sich entspannt zurücklehnen: Der Video-Download soll den Angaben von Facebook zufolge ausschließlich im WLAN-Modus erfolgen und daher kein Datenvolumen fressen. Eine kurze Demo des neuen Anzeigenformats gibt es – ebenfalls als Video – auf der Facebook for Business-Seite.

Facebook Insights historisch und in „Real Time“

Die Auswertung der Profilseitenbesuche ist für Marketingverantwortliche bekanntlich eine äußerst wichtige Erkenntnisquelle. Bislang ließ sich Facebook dafür aber nur während der jeweils letzten drei Monate in die Karten schauen. Das wird jetzt endlich besser: Laut Allfacebook.com hat Facebook am 18. Dezember 2013 mitgeteilt, dass sich das Nutzerverhalten im Profil nun bis zum Juli 2011 zurückverfolgen lassen soll.

Innerhalb dieses Zeitraums will Facebook sowohl Infos über Likes, Kommentare und Shares, als auch über Reichweiten und Visits zugänglich machen. Wer stattdessen lieber Auskunft über die unmittelbare Wirkung seiner aktuellen Werbemaßnahmen hätte, wird von Facebook neuerdings ebenfalls gut bedient, denn auch Datenerhebungen in „Real Time“ (letzte Stunden oder Tage) sollen bei Facebook Insights mittlerweile drin sein.

Geplante Facebook-Posts bearbeiten

Ganz gleich, ob es sich um eine inhaltliche Änderung, ungeschickte Formulierungen oder Rechtschreibfehler handelt: Wer seine bereits online geposteten Beiträge bei Facebook nachträglich bearbeiten möchte, kann daran seit geraumer Zeit keine Verbesserungen mehr vornehmen.

So weit, so schlecht, aber Facebook gibt seinen Nutzern zumindest eine kleine Chance: Wie Allfacebook.de am 8. Januar 2014 mitteilt, können für einen späteren Zeitpunkt geplante, aber bereits im Profil angelegte Beiträge VOR ihrer Veröffentlichung ab sofort bis zur letzten Minute noch bearbeitet und angepasst werden.

Facebook Trending schlägt die beliebtesten Themen vor

Sport, Stars und Skandale gehören zu den „Hot Topics“, die sich im Web besonders gut klicken. Deshalb verwundert es, dass die Facebook-Strategen nicht schon längst auf die Idee gekommen, dafür einen gesonderten Bereich einzurichten. Doch das soll jetzt nachgeholt werden: Am 16. Dezember 2013 teilte Facebook den Start einer neuen „Trending“-Sektion für die am häufigsten diskutierten Themen mit.

Dabei soll es sich sowohl um generelle Facebook-Trends als auch um Themen-Highlights aus dem eigenen Freundeskreis handeln. Wie hoch die Relevanz ist, die Facebook dem neuen Feature beimisst, macht dessen geplante Platzierung ganz oben rechts auf der Profilstartseite deutlich. Wann Facebook Trending in den deutschsprachigen Profilen eingeführt wird, ist allerdings noch unklar.

Facebook testet weiteres Newsfeed-Design

Fast zehn Monate, nachdem Facebook im März 2013 das neue Newsfeed-Redesign präsentiert hat, kommt ein möglicher Grund an Licht, warum es bis heute nicht vollständig umgesetzt worden ist. Wie das US-Magazin Fast Company am 10. Januar 2014 in seinem Design-Blog berichtet, testet Facebook zurzeit eine alternative Version, die Elemente aus „alt“ und „neu“ enthält. Vielleicht waren die ursprünglich geplanten visuellen und konzeptionellen Eingriffe für die Nutzer zu viel auf einmal und Facebook rudert deshalb zurück?

Aus für Werbeformat „Sponsored Story“

Facebook räumt bei seinen Anzeigenformaten auf und hat Anfang Januar 2014 angekündigt, dass es mit den „Sponsored Stories“ ab dem 9. April 2014 definitiv vorbei sein soll. Wie Facebook mitteilt, soll der soziale Kontext stattdessen zukünftig allen Werbeformaten zur Verfügung stehen, bei denen dies möglich ist, darunter die „Page Post Ads“ und die „Page Like Ads“.

Neues Design für den „Gefällt mir“- und „Teilen“-Dialog

Nachdem Facebook am 22. November 2013 den neuen Look des Like- und Share-Buttons gezeigt hat und die Umsetzung – wie von Facebook gewohnt – recht gemächlich erfolgt, folgte Anfang Januar 2014 der Test-Nachklapp für die dazugehörigen Dialoge. Beide Boxen wirken optisch nun etwas aufgeräumter. Und während der überarbeitete Like-Button in Zukunft als schlichtes Facebook-„F“ daherkommen wird, soll die dahinter liegende Like-Box das geschasste „Gefällt mir“-Daumensymbol weiter beinhalten. Bei Futurebiz.de kann man sich beide Entwürfe ansehen.

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Während die "Bravo Screenfun" ihre jugendlichen Leser 1998 noch fragte: "Online gehen – lohnt sich das?", war Astrid bereits seit drei Jahren "drin". Als Trainee beim Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte sie sehr früh einen Internet-Zugang, was ihre Berufswahl entscheidend beeinflusste. Seitdem arbeitet sie als Online-Redakteurin und beobachtet den digitalen Wandel mit unermüdlicher Begeisterung. Im Blog von crowdmedia schreibt sie über Themen rund um Social Media und Content Marketing.

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