Was macht eine gute Onlinemarketing Agentur aus? - Onlinemarketing, Social Media & Content Marketing | crowdmedia GmbH Hamburg

Meinung

Was macht eine gute Onlinemarketing Agentur aus?

von am 30. Mai 2017 verfasst


Die Rolle der Agentur im digitalen Marketing – Dienstleister, Berater oder Partner?

Ich hatte letzte Woche das große Vergnügen mit handverlesenen Online und Content Marketing Experten Zeit verbringen zu dürfen. Viel Austausch und viele Themen gab es in kompakten 2.5 Tagen bei der Traditionsveranstaltung (1) der CMCX Superstars. In einem Workshop zum Status Quo des Content Marketings entstand eine Diskussion, die mir ganz besonders hängen geblieben ist: Die Frage nach der zeitgemäßen Rolle der Agentur im (Content) Marketing. Was macht eine gute Onlinemarketing Agentur aus.

Eine Frage, die crowdmedia lange und intensiv beschäftigt. Wir sehen uns nicht als klassische Agentur oder reine Berater, sondern nutzen Begriffe wie Sparringspartner. Ich habe dabei nicht immer das Gefühl, dass diese Formulierungen auf der anderen Seite eindeutig verstanden werden. Die Diskussion, die ich hier für euch nachzeichne, war für mich sehr hilfreich diese Themen zu bewerten. Ich denke, sie hilft euch dabei, zu erkennen, welche Art von Dienstleistung ihr benötigt.

Die Ausgangslage – Unvernunft und Unmündigkeit.

Obwohl auch Vertreter der Unternehmensseite in der Runde dabei waren, fielen deutliche Worte.
Den Unternehmen fehlt auf vielen Themen die nötige Kompetenz. Oft wird in Aktionismus verfallen und auf Hypes statt auf Planung gesetzt. Beides Dinge, die ich aus meiner Seminartätigkeit bestätigen kann. Die digitalen Themen werden als irgendwie wichtig wahrgenommen, noch stehen Unternehmen aller Größen und Branchen mehr oder weniger am Anfang.

Viele Fragezeichen. Wenig Zeit.

Das Angebot ist da: sei es in Form von Seminarangeboten oder öffentlichen Quellen. Mirko Lange hat für Content Marketing mit SCOM ein tolles Framework bereitgestellt. Doch was helfen solche großartigen Werkzeuge und Angebote, wenn sie nicht bekannt sind oder vielleicht auch ignoriert werden?

Der Dienstleister hat oft die Rolle des Beraters.

Die Erkenntnis bleibt: das Verständnis fehlt. Und selbst wenn es vorhanden ist, fehlen Zeit und Ressourcen die Themen anzugehen. Somit ist der zeitgemäße Dienstleister kein reiner Umsetzer, sondern ein externer Überwacher. Seine Aufgabe: die richtigen Fragen stellen und Aktionismus bremsen wenn die Gefahr besteht, dass ohne Ziel losgelegt wird.

Da sie die Position des Dienstleisters stärkt, sollte mir diese Aufteilung gefallen. Leider zeigt sie grundlegende organisatorische Schwächen auf Unternehmensseite auf.

Wer Beratung braucht, dem fehlen Klarheit und Struktur.

Ein solcher Außenblick ist nur nötig, wenn im Inneren die Silos vorherrschen, war die nächste Erkenntnis der Diskussion. Wenn Marketing und Kommunikation von der Unternehmensstrategie getrennt sind, dann muss der Berater solche Fragen stellen. Wenn interne Positionierung des Funktionsbereichs wichtiger als Unternehmensziele sind, dann fehlt die Bereitschaft, gemeinsam an Themen zu arbeiten. Da waren sie wieder die bösen Silos, die es einzureißen gilt. Seit mindestens fünf Jahren reden wir über die, sie sind scheinbar immer noch Alltag.

Leider nicht immer Realität – Denken aus dem Unternehmensziel.

In einer perfekten Welt erfolgt das Briefing als Vorgabe von Geschäftszielen und wenigen Rahmenbedingungen. Aus der Praxis berichteten die Kollegen überwiegend von anderen Abläufen.
Man ist oft getrieben von kurzfristigen Fragestellungen. Jede Ausnahme, die genau weiß, auf welches Ziel eine Kampagne einzahlen soll, hat fast automatisch das Zeug zum best case.

Fassen wir zusammen: wie die Agenturseite gutes Marketing gestalten kann.
Das Fazit unserer Diskussion ist für mich, dass für erfolgreiches Marketing:

  1. Unternehmen und Dienstleister gemeinsam an etwas arbeiten
  2. Der Dienstleister die Schnittstellen bedient, die das Unternehmen benötigt.
  3. Wenn Wissen fehlt, wird das vermittelt.
  4. Wo Wege nicht klar sind, gilt es als externe Instanz darauf hinzuweisen und sie zu erarbeiten.
  5. Falls operative Ressourcen fehlen werden die bereitgestellt.

Der Ansatz passt, wenn das Unternehmen gezielt an seinem Wissen und seinen Kompetenzen arbeiten will. Für mich passt das Bild des Sparringspartners als Zusammenfassung.

Es gibt ein gutes Gefühl, dass wir nicht die einzigen sind, die diesen Ansatz für klug und zielführend halten.

Fußnoten
(1) Anmerkung zum Traditionsbegriff nach Kölner Prägung.
Aus dem letzten Jahr erinnere ich, dass jede erste Durchführung als Weltpremiere zu deuten ist. Dieses Jahr habe ich gelernt, dass nach Kölner Definition ab der zweiten Durchführung der Status der Tradition erreicht wird. Ihm folgt dann ab Runde drei das Brauchtum.

Sven-Olaf Peeck

Geschäftsführung

Er mag das Internet und digitales Marketing. Er glaubt daran, dass alles messbar gemacht werden kann und auch sollte. Entsprechend schreibt Sven oft über Messbarkeit oder teilt seine Bewertung von Hypes. Svens Hoffnung: dass Firmen durch mehr Wissen weniger Quatsch im digitalen Marketing machen.

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