#Hashtag

Hashtags – Ihre Nutzung in verschiedenen Netzwerken

von am 19. Dezember 2013 verfasst

Kurz vorweg, falls jemand mit dem Begriff „Hashtags“ so gar nichts anfangen kann: Dabei handelt es sich um Begriffe, die das #-Zeichen vorangestellt haben. Wie sie in den unterschiedlichen Netzwerken Verwendung finden, erläutere ich gleich. Aber gucken wir uns doch zuvor zumindest ganz kurz an, woher Hashtags eigentlich kommen.
Während Hashtags lange Zeit nur IRC (für unsere jüngeren Leser: Chat System, dass seine Glanzzeit in den 1990er Jahren erlebte) Nutzern ein Begriff waren, sind sie spätestens seit Beginn der konsequenten Verlinkung bei Twitter ab dem 1. Juli 2009 auch einer breiten Masse ein Begriff (eine ganz schicke Infografik zur Geschichte der Hashtags einsetzend mit Twitter gibt es übrigens hier hier). So verwundert die zunehmende Nutzung auch in anderen sozialen Netzwerken innerhalb der letzten Jahre und Monate nicht wirklich.

Hashtags bei Twitter, Google+ und Facebook

Bei Twitter haben sich Hashtags, wie eben bereits angedeutet, unbestreitbar durchgesetzt. Egal ob zu Beginn, am Ende oder mitten in einem Tweet: Hashtags sorgen für die Zuordnung zu Themen. Dabei kann es sich beispielsweise um Veranstaltungen (#smwhh ist zum Beispiel das passende Hashtag für die Social Media Week in Hamburg), Themenkomplexe wie #Marketing, TV-Sendungen (Stichwort Second Screen) oder auch um Zuordnungen zu Brands (beispielsweise #nike) handeln. Ich persönlich finde Hashtags vor dem eigentlichen Inhalt eines Tweets eher störend. Werden einzelne Worte mit Hashtags versehen, ist dies, solange es im Rahmen bleibt und nicht übermäßig genutzt wird, schon passender. Die optimale Lösung ist aber sicherlich die Verwendung der Hashtags ganz am Ende eines Tweets.

Bei Google+ waren Hashtags ebenfalls nicht von Beginn an verfügbar. Allerdings macht es das Netzwerk sogar noch ein bisschen einfacher: Hat man in den Einstellungen das entsprechende Häkchen gesetzt, werden automatisch passende Hashtags (was in vielen Fällen wirklich ganz gut funktioniert) zum Post hinzugefügt, ohne direkt im Text zu erscheinen. Stattdessen befinden sie sich am rechten oberen Rand des Postings (in blau von Google stammend, in grau wenn sie vom Nutzer hinzugefügt wurden). Spannend in diesem Zusammenhang ist natürlich auch die in den USA und Kanada bereits verfügbare Suche nach Hashtags bei Google+ in der Google-Suche. Was die Verwendung der Hashtags angeht, gilt meiner Erfahrung nach bei Google+ noch stärker als bei Twitter, dass sie ans Ende des Postings gehören.

Seit Juni diesen Jahres hat nun auch Facebook die Möglichkeit der Nutzung von Hashtags eingeführt.

Seit Juni 2013 gibt es auch bei Facebook HashtagsQuelle: http://newsroom.fb.com/

Wer hier schon einmal ein bisschen mit Hashtags experimentiert hat, wird vermutlich festgestellt haben, dass sie (zumindest bisher) nur wenige Vorteile bringen. Björn Tantau verweist auf eine Studie aus den USA, die sogar negative Effekte bei ihrer Verwendung erkennen will. Seine Aussage, dass die Hashtags auf Facebook keinen Erfolg haben, weil sie für die dortigen Inhalte sinnlos seien, würde ich so jedoch nicht unterschreiben. Ich denke auch hier besteht grundsätzlich die Chance Nutzer des Netzwerkes einen Mehrwert zu bieten (beispielsweise auf der Suche nach Themen oder Postings zu bestimmten Events), jedoch sind es hier, so zumindest meine Annahme, die Privatsphäre Einstellungen, die in diesem Fall etwas hinderlich sind. Nur wenn ich den Post auch sonst sehen könnte (er also öffentlich ist oder für mich freigegeben wurde), kann ich ihn auch bei der Suche nach einem Hashtag finden. Hinzukommt, dass die Nutzung schlicht noch nicht so selbstverständlich ist, wie dies bei Twitter der Fall ist. Ob sich das jemals ändern wird, bleibt abzuwarten. Ähnliche Probleme habe ich mit dem Argument im Artikel auf Chip.de, dass die Hashtags in langen Facebook Postings untergehen würden. Ewig lange Facebook Postings sind in dem Fall das Problem, an dem Hashtags auch nichts mehr ändern können.

Hashtags bei Instagram, Pinterest und tumblr

Bei tumblr ist die Nutzung von Hashtags nahezu so verbreitet wie bei Twitter. Allerdings werden sie hier in erster Linie zur Verschlagwortung von Beiträgen genutzt und quasi gar nicht innerhalb der Beiträge (was natürlich der Natur des Netzwerkes geschuldet ist). Ebenfalls ähnlich wie bei Twitter ist die Funktion zum Entdecken von Beiträgen, die mit einem bestimmten Hashtag getagged wurden.

Instagram Nutzer verhalten sich beim Einsatz von Hashtags eher zurückhaltender, so zumindest mein Eindruck. Allerdings finden die Hashtags auch hier Verwendung. Sie sind hier ebenfalls (für eingeloggte User) klickbar und führen zu anderen Bildern, die mit dem gleichen Hashtag versehen wurden. Somit ist es auch hier eine Möglichkeit, um die Reichweite der eigenen Inhalte zu vergrößern (was tendenziell bei Fotos noch ein bisschen einfacher ist, da es nur selten sprachliche Barrieren gibt).

Ähnliches gilt für Pinterest. Auch hier gibt es einige Nutzer, die Hashtags verwenden, aber an die starke Nutzung, wie es bei Twitter der Fall ist, kommt Pinterest nicht heran. Die zahlreichen Kategorien sorgen wohl dafür, dass viele Nutzer es für nicht so notwendig halten.

Übertreibt es nicht mit der Nutzung von Hashtags

Wie zwischendurch schon erwähnt, sollte, trotz aller Vorteile, die Hashtags mit sich bringen, von einer zu intensiven Verwendung abgesehen werden. Es gibt genug Menschen, die sich davon gestört fühlen (vor allem dann, wenn sie mitten im Tweet verwendet werden). Ein schönes Beispiel dafür, wie man die Nutzung von Hashtags übertreiben kann, liefern Justin Timberlake und der Moderator Jimmy Kimmel:

Rechtliche Aspekte bei der Nutzung von Hashtags

RA Thomas Schwenke hat vor kurzem auch einen Artikel veröffentlicht, der sich mit einigen rechtlichen Fragen bei der Verwendung von Hashtags auseinandersetzt. Besonders spannend fand ich die Abschnitte über Marken- und Namensrechte. Auch hier gilt mal wieder: weniger ist mehr. Was keine direkten Bezug zum Inhalt hat und nur zusätzliche Aufmerksamkeit schaffen soll, gehört einfach nicht in den Post. Diese Einstellung dürfte auch die meisten Leser freuen, denn in den wenigsten Fällen findet sich Jemand (okay, ich gehe einfach von mir aus) von solch spammigen Posts mit völlig unpassenden Hashtags angesprochen.

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Dennis war von Anfang 2013 bis zum Sommer 2014 bei crowdmedia als Junior Projektmanager tätig. Er hat sich in dieser Zeit vor allem mit Themen rund um das Online-Marketing und der dahinterstehenden Technik beschäftigt.

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