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HR & Recruiting über Instagram

von am 5. Dezember 2016 verfasst


HR & Recruiting über Instagram? Das macht man doch über LinkedIn! Nein, das nicht mehr ausschließlich. Denn auf Instagram wartet die junge Zielgruppe, die Fachkräfte von morgen, und allem voran: eine ganze Menge Spaß. Also wie geht das jetzt genau mit dem Personalmarketing auf Instagram?

Erst mal die Kultur.

Bevor es an das Recruiting geht, gilt es die Unternehmenskultur auf Instagram rüberzubringen. Sehr beliebt in diesem Bereich ist das Einbinden der Mitarbeiter. Die klassischste Form, den Mitarbeiter in den Fokus zu stellen, stellt das Konzept des Mitarbeiter des Monats dar. Mitarbeiter könnten beispielsweise für eine bestimmte Zeit die Herrschaft über das Unternehmensprofil bei Instagram übernehmen und Einblicke in ihren Arbeitsalltag geben. Mitarbeiter vermenschlichen ein abstraktes Unternehmen und heben es auf eine persönliche Ebene, sodass Außenstehende eher einen Zugang finden. (Wir probieren übrigens zurzeit etwas ganz ähnliches in unserem Instagram-Adventskalender und haben ziemlich viel Spaß dabei. Schau doch mal rein. 😉 ) Neben dem Mitarbeiter des Monats ist aber auch der Kunde des Monats denkbar. Auf Instagram übertragen meint das, einen bestimmten Kunden und seine Verbindung zum Unternehmen in den Vordergrund zu rücken.

Natürlich ist auch das gute, alte Storytelling eine Möglichkeit, die Unternehmenskultur interessant zu vermitteln. Rund um den Geburtstag deines Unternehmens könntest du zum Beispiel die Unternehmensgeschichte erzählen. Am besten in kleinen Häppchen über mehrere Tage verteilt, gerne auch hier durch die Mithilfe von Mitarbeitern bzw. den Gründern/Geschäftsführern. Hier sind viele Formen denkbar, z. B. auch Videos oder Comics.

Neben der Unternehmensgeschichte können bestimmte Rituale für Außenstehende interessant sein, z. B. immer wiederkehrende Firmenevents, besondere Meetings, Lunchs und so weiter.

Das gute an sozialen Netzwerken ist, dass man sich nicht alles selbst ausdenken kann, sondern auch einfach mal auf viralen Wellen mitreiten kann. Challenges, von der ALS Ice Bucket Challenge über die aktuelle Mannquin Challenge, kommen insgesamt gut an. Sie zeigen die Mitarbeiter des Unternehmens, vermitteln Spaß und eventuell sogar für einen guten Zweck.

Und jetzt Angriff!

Die Darstellung des Unternehmens, seiner Kultur und Mitarbeiter ist eine gute Basis, um darauf aufbauend Recruiting-Maßnahmen zu implementieren. Dazu sollte, eventuell ebenfalls im Stil des Storytellings und durch die Beteiligung von Mitarbeitern, erst einmal Werbung für die Arbeitsbedingungen bei deinem Unternehmen gemacht werden. Hau‘ alles raus, was ihr zu bieten habt: Home Office, flexible Arbeitszeiten, Betriebskindergarten, tolle Kantine, Events und so weiter und so weiter.

Wenn es dann um eine bestimmte Stelle geht, die dein Unternehmen zu bieten hat, gilt es genau diese Werbung für diese Stelle zu machen. Was bietet diese Stelle, warum sollte man sich unbedingt bewerben? Eine gute Idee kann es sein, einen Tag oder eine Woche in dieser Stelle darzustellen, damit sich Interessenten genau vorstellen können, wie ihr zukünftiger Job aussehen könnte.

It’s all about hashtags.

Instagram lebt wie Twitter von seinen Hashtags. Durch das Setzen von Hashtags legt ein User fest, über welche Stichworte sein Beitrag  gefunden werden kann. Wenn du die Chance erhöhen möchtest, dass deine Beiträge gefunden werden und somit deine Reichweite steigern, solltest du eine angemessene Anzahl an inhaltlich angemessenen Hashtags verwenden. Um genau zu sein, steigt die Chance auf Reichweitensteigerung mit der Zahl der Hashtags, jedoch wirken zu viele Hashtags übertrieben und unprofessionell. Du solltest dich fragen, welche Stichworte dein Bild bzw. Video beschreiben, was das Ziel deines Beitrags ist oder wonach du selbst suchen würdest, um diesen Beitrag zu finden.

HR & Recruiting über Instagram

Zusätzliche Reichweitensteigerung erfahren Beiträge, die mit besonders populären Hashtags versehen wurden. Jedoch sind diese meist allgemein, die drei populärsten Hashstags sind beispielsweise love“, „instagood“ und „photooftheday„. Zu diesen Hashtags gibt es jeweils mehr als 350 Mio. Beiträge. Die Wahrscheinlichkeit, über solche Hashtags gefunden zu werden, ist dann also doch wieder relativ klein. Am besten du probierst hier ein bisschen rum, um deinen idealen Mix aus populären und spitzeren Hashtags zu finden.

Außerdem macht es Sinn, die Bilder, die einer bestimmten Kategorie zugeordnet werden können, immer mit demselben, speziellen Hashtag zu versehen. Wenn du beispielsweise deine Stellenanzeigen bzw. Recruiting-Beiträge mit dem Hashtag „jobalarm“ kennzeichnest (zu diesem Hashtag gibt es z.B. zurzeit noch keine Beiträge), können deine Follower einfach nach diesem bestimmten Hashtag suchen und sehen all deine Beiträge zu diesem Thema.

Selbstverständlich kannst du Hashtags nicht nur verwenden, um deine eigenen Beiträge auffindbar und bekannter zu machen. Über Hashtags kannst du auch selbst aktiv nach Personal suchen, das zu deinem Unternehmen passen könnte.

Eigener Karriere-Account?

Ob ein spezieller Karriere-Account neben dem normalen Unternehmensprofil sinnvoll ist, hängt jeweils vom Unternehmen ab. Wie viele offene Stellen hat dein Unternehmen wie häufig zu bieten? Kann dein Unternehmen auch über einen zweiten Account eine hohe Reichweite erlangen?

EHR & Recruiting über Instagrams gibt viele Unternehmen, die das Potenzial von Instagram auch für ihr Personalmarketing erkannt haben, darunter z.B. Douglas, Bayer oder auch Sixt. Ein Profil, welches viele der bereits genannten Punkte und Empfehlungen umsetzt der Karriere-Account der Bundespolizei. Das Profil gibt es gerade mal sei Mai 2016 und es kann sich bereits mit über 9.000 Followern rühmen.

Die Bundespolizei treibt ihr Personalmarketing crossmedial. Innerhalb des Karriere-Profils wird mehrmals auf die Karriere-Website und diverse Landingpages der HR & Recruiting über InstagramBundespolizei verlinkt. Außerdem spielt YouTube eine große Rolle. Hier hat die Bundespolizei nicht nur einen eigenen Karriere-Channel, sondern arbeitet auch mit anderen YouTubern zusammen. It’sColeslaw hat zum Beispiel ihren Besuch bei der Bundespolizei in Lübeck gefilmt und immer hin knapp 58.000 Klicks dafür erhalten. Genau so geht Influencer Marketing. HR & Recruiting über Instagram

Nebenbei weiß die Bundespolizei genau, wie das geht mit dem „zeigen, was man hat“. Sei es das Trainingszentrum in den Berchtesgadener Alpen, Helikopterflüge, Fallschirmspringen, Schießtraining oder Olympiateilnehmer – die Bundespolizei setzt sich als Arbeitgeber perfekt in Szene.

Und zu guter Letzt zeigt sie auch, dass sie Spaß versteht und postet humorvolle Beiträge. Auch die Kommentare bleiben nicht unbeantwortet, Fragen werden informativ beantwortet. Not bad, Bundespolizei!

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Jasmin Spitzer

Content-Marketing

Durch ihr Studium in Medienwirtschaft, Journalismus und Kommunikationsmanagement vereint Jasmin das gewisse Knowhow im Bereich Online-Kommunikation und die Leidenschaft des Schreibens. Auf unserem Blog teilt sie ihr Wissen und ihre Gedanken über Basics und Neuheiten des Content Marketings als ihr Spezialgebiet.

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