K5 Konferenz: eCommerce XXL oder Round 2 – Willkommen in der Realität

von am 30. September 2013 verfasst

Eröffnet hat Jochen Krisch mit einigen Beobachtungen, die ich abfotografiert habe.

facts ecommerceJochen Krisch auf der K5

Das fasst es meiner Meinung nach gut zusammen. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Die „Branche“ eCommerce ist inzwischen etabliert und muss nicht mehr mit Einzelhandel und Versandhandel etc. verglichen werden. Inzwischen gibt es eigene Metriken und KPIs.

An dieser Stelle erlaube ich mir einen Gruß an diverse Modemarken, die immer noch glauben sie wären ein Produkt „dass man über den Ladentisch verkauft“ und eCommerce für die Reinkarnation des Bösens halten.

Wo waren wir? Ach ja K5. Einmal in der Übersicht die spannendsten Facts, die ich mitgenommen habe.

Goldgräberstimmung vorbei – angekommen in der Realität

Die Stimmung erinnerte mich an „die fetten Jahre sind vorbei“. Dank SEO, SEA & Co haben wir erstmal Shops und Plattformen groß gemacht, streng umsatzfokussiert. Angekommen in der Realität geht es um Prozesse, Logistik und so leidige Themen wie die Retourenquote. Ja, irgendwo muss er ja herkommen, der Gewinn. Anscheinend ist der Möbelhandel (dank hoher Margen) aktuell sehr spannend. Die Retourenquote – vor allem in Deutschland – war schon häufig Thema. Wen wundert das noch? Als letzten Punkt gab es die Erkenntnis im Modebereich: Es gibt dort einen Player, der bei allem, was man tut die geileren Waffen hat: Zalando.

Förderung der Heavy-Shopper ist Aufgabe der Logistik

Das Logistik-Panel wollte ich mir zwecks Networking und Nahrungsaufnahme erst sparen – ist ja nicht so mein Thema. Dann war ich aber doch froh, hingegangen zu sein. Denn die Kundenbindung und der Ausbau der Zielgruppe der Heavy-Shopper ist nicht nur Aufgabe der Shops und des Angebots. Es ist vor allem Aufgabe der Logistiker. So berichtete DHL über ein Pilotprojekt, das kommendes Jahr startet: Packstationen werden vor 1- und 2-Familienhäusern platziert und sollen so das Empfangen und Senden von Paketen für die Kunden vereinfachen.

Es wird auf Emotionalität und Persönlichkeit gesetzt

Ob es die Tickets von Eventim sind, die wieder so aussehen, das man sie sich gern an die Wand hängt oder ein persönlicher Service von Butlers – Service wird großgeschrieben. Bei Butler ist ein Kundenberater mit Kamera ausgestattet. Er sitzt in einem Showroom und kann dem Kunden über die Distanz alle Fragen zu einem Möbelstück beantworten und zeigt auf Wunsch sogar die Innenwand einer Schublade per Kamera und Video-Chat. Der Kollege von Home24 fand das so spannend, dass er ehrliches Kopieren nicht ausschloss :).

Die Zukunft des Mobile Payments

Als letztes dann noch das Mobile Payment. Hier erzählte Paypal von spannenden Ansätzen und einer Vielzahl von Möglichkeiten z.B. RR-Codes in den klassischen EC-Lesegeräten, die dann vom Smartphone mit der Paypal-App gescannt werden. In Oldenburg gibt es ein Projekt, in dem die Stadt mit diversen Möglichkeiten des mobilen Payments ausgestattet ist. Ausweitung geplant.

Da ich meinen Beitrag ja nicht gerade in Echtzeit veröffentliche – hier ein paar Links zu bereits veröffentlichten Beiträgen: Alexander Graf in seinem Blog Kassenzone, der der Meinung ist Die Party sei vorbei, die Schweizer Sicht von Thomas Lang, der beobachtet, dass mit härteren Bandagen gekämpft wird und nicht zuletzt der Zusammenschnitt verschiedener Beiträge von Exciting Commerce selbst zur K5.

Randbemerkungen

Bisl spießig die Händler. Oder es waren doch mehr Anzug-Payment-Vertriebler als gewünscht vor Ort. Von sonstigen Online-Konferenzen bin ich Kapuzenpulli und Turnschuhe gewöhnt – auf der K5 sah ich mehrheitlich dunkle Sakkos. Das eine Branche erwachsen wird heißt doch nicht gleich, dass man spießig werden muss oder?

Abschließend noch Dank an Bertram Gugel, der spannende YouTube Insights gegeben hat, die hier leider den Rahmen sprengen würden. Er erklärte, warum Soap-Operas Soap-Operas heißen. Spoileralarm: Die Auflösung ist „Content-Marketing“ – zumindest fast. Man wollte Seife an Hausfrauen verkaufen und das gerne über das neue Medium TV. Leider hatte man kein passendes Format für die Zielgruppe, in dem man Werbespots zu Seife platzieren konnte. Also erfand man es: die Soap-Opera…

So, und während ich so auf der K5 rumturnte beobachteten die Kollegen zeitgleich anhand des Monitorings, was das Netz so wiederspiegelte.

Monitoring K5 – Twitter mit Abstand vorweg

Zwei Aspekte zeigten sich im Monitoring zur K5 besonders deutlich:

  1. Twitter war der klare Platzhirsch bei der Anzahl der Mentions: 825 Erwähnungen vom 12. – 18.09.2013, von insgesamt 1043.
  2. Außerdem gab es eine ganz klare zeitliche Verteilung der Erwähnung auf die beiden Veranstaltungstage.

Monitoring K5 - zeitlicher Verlauf der Mentions

Am 13.09. kann man zudem einen Peak bei den Pressemitteilungen (lila markiert) erkennen, die sich thematisch vor allem um die Verleihung des Shop Usability Award’s gedreht haben.

Das lässt zwei Schlüsse zu: Bei Veranstaltungen (ganz besonders im digitalen Bereich) führt an Twitter kein Weg vorbei, wenn es um den Buzz beziehungsweise die Echtzeitberichterstattung geht. Beim Thema Nachhaltigkeit (die wenigsten Veranstaltungen sind ja eine einmalige Sache) könnte man sich Gedanken machen, wie man mehr Blogger dazu bringt über das Event zu sprechen.

Facts zum Monitoring:

  • Monitoring-Tool: UMT Delta
  • Zeitraum: 12. – 18.09.2013
  • Keywords: #k5 / k5 UND Konferenz, eCommerce, e-commerce, online-handel*, online handel*, online-händler*,  online händler*, amiando

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Autor

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Svenjas Wurzeln liegen in der Kundenbindung, hier sammelte sie als Beraterin ihre ersten Erfahrungen. Stationen im eCommerce bei Otto in Hamburg führten sie ins Onlinemarketing.Bei gemeinsamen Seminarauftritten lernte Sie 2010 dann Sven kennen und gründete mit ihnm crowdmedia. Als zertifizierte Business Trainerin leitet sie Workshops und Führungskräfte Trainings.

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