Content-Marketing

Macht euch nützlich – Content Marketing im Recruiting

von am 15. Dezember 2016 verfasst


Content Marketing hat in seiner Beliebtheit in den letzten Jahren stetig zugenommen. Es ist eine langfristige Option, um eine Beziehung mit Kunden und Usern aufzubauen. Eine solche Verbindung wird auch im Recruiting benötigt.

 

Kann Content Marketing Recruiting?

Die Antwort: Content kann. Denn in der Personalbeschaffung geht es prinzipiell darum, potentielle Kandidaten auf ein Unternehmen aufmerksam zu machen, das Interesse zu wecken und auf eine bestimmte Aktion und eine langfristige Bindung abzuzielen – wie im Marketing eben.

 

Im Content Marketing geht es um Inhalte, die nicht einen einfachen Kaufreiz als Ziel haben, sondern auf dem Grundgedanken des Storytellings basieren. Durch interessante, informative und unterhaltsame Inhalte mit einem tatsächlichen Mehrwert für den User wird nach und nach eine Beziehung aufgebaut.

 

Mehr als nur Stellenanzeigen

Im Recruiting kann dieses Prinzip perfekt eingebaut werden, denn Personalbeschaffung findet mehr und mehr online statt. Unternehmen werden online unter die Lupe genommen, Stellenanzeigen gefunden, Bewertungen gelesen, Bewerbungen verschickt – alles geht den elektronischen Weg. Um die potentiellen Kandidaten genau in diesem Prozess abzuholen, ist es wichtig online auffindbar zu sein. Möglichst mit guten und packenden Inhalten, die die Zielgruppe in genau diesem Moment braucht. Dies sind nicht nur 0815-Stellenanzeigen, sondern Inhalte, die tiefer greifen. Nachdem ein potentieller Bewerber das Unternehmen entdeckt hat, will er was geboten bekommen, um das Unternehmen kennenzulernen.

 

Auf den eigens verwalteten Plattformen („Owned Media“), wie der eigenen Website, dem Unternehmensblog, Newsletter, speziellen Recruiting-Microsites und Landing Pages oder Social Media Kanälen kann diese Art Content passieren. Einige Unternehmen geben beispielsweise erfolgreich per Snapchat Einblicke hinter die Kulissen und zeigen den typischen Alltag eines Praktikanten oder Auszubildenden in der Firma.

 

Die Suche nach den Richtigen

Bei der Auswahl des Mediums ist stets das Ziel und die Zielgruppe zu beachten. Wer einen erfahrenen Buchhalter sucht, der findet ihn mit geringer Wahrscheinlichkeit auf Snapchat, sondern erreicht ihn eher per Newsletter oder auf der Website. Junge Praktikanten können hingegen gut über Social Media Kanäle angesprochen werden.

 

Daher die wichtigsten drei Schritte im Content Marketing im Recruiting:

  1. Was möchten wir erreichen?
  2. Wie möchte sich unser Unternehmen positionieren? Wen möchten wir anziehen?
  3. Wo finden wir diese Zielgruppe?
  4. Was weckt das Interesse der Zielgruppe? Wie gehen wir nicht im Content Overflow unter?

 

Die Unternehmenswelt realistisch abbilden

Unabhängig vom Kanal sollte ein einheitliches Bild kreiert werden, das schnell verstanden werden kann. Die Mission und Vision des Unternehmens sollten in jedem Inhalt wahrnehmbar sein, genauso wie die Unternehmenskultur. Die Message sollte stets stringent sein, damit sich potentielle Bewerber ein Bild davon machen können, ob die Firma zu ihnen passt. Sich also in Behind-the-Scenes-Videos als junges, hippes Unternehmen zu verkaufen und im nächsten Webinar starre Folien vorzustellen, sorgt für Verwirrung und negative Verbindungen. Generische Imagefilme oder Karriereseiten sind ebenso kontraproduktiv, da es nicht reicht, eine „Bei uns ist alles super“-Botschaft zu vermitteln. Wichtiger ist es, was das Unternehmen bewegt, die Mentalität, die Vorteile und das Netzwerk – jedoch stets mit dem Hintergedanken, dem potentiellen Bewerber einen Mehrwert zu bieten.

Ein gutes Beispiel ist Google, die auf ihrem YouTube-Kanal „Life at Google“ verschiedene Inhalte zur Arbeit bei Google bieten. Neben Blicke hinter die Kulissen gibt es auch Tipps, wie man sich beispielsweise auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet.

Ein weiteres Beispiel, wie Videoinhalte überzeugen können, zeigt LinkedIn. Das Karriere-Netzwerk führte vor einigen Jahren den „Bring In Your Parents Day“ ein und so können Mitarbeiter ihren Eltern für einen Tag ihren Arbeitsalltag hautnah zeigen. Diese Aktion fand also sowohl Offline als auch Online statt und gibt sowohl Einblicke in die Arbeitswelt bei LinkedIn, als auch in die familiäre Unternehmenskultur.

 

 

Präsent sein ist das Stichwort

Content Marketing im Recruiting ist die perfekte Möglichkeit, zwischen standardisierten Stellenanzeigen aufzufallen und so im Gedächtnis zu bleiben. Dafür ist es wichtig, auf möglichst vielen passenden Kanälen, besonders außerhalb der eigenen Owned Media vertreten zu sein. Dies können beispielsweise Gastartikel in Branchenmagazinen, das Engagement in verschiedenen Netzwerken und die Präsenz auf verschiedenen Konferenzen sein. Aber auch Videoinhalte, Blogartikel und Webinars, die Expertise vermitteln, Company News oder Thought Leadership Artikel auf den eigenen Kanälen sind wichtig.

 

So funktioniert es also

Das Prinzip Content Marketing lässt sich sehr gut im Recruiting anwenden. Wie in Strategien, um mit Content Marketing ein Produkt oder einen Service zu promoten, muss das Ziel klar definiert sein, genauso wie die Zielgruppe. Generell geht es hier darum, sich möglichst breit aufzustellen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und die Expertise zu zeigen, jedoch stets mit zielgruppengerechten, nützlichen Inhalten.

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Stefanie Kässens

Ehemalige

Steffi war 2016 bis 2018 als Kreativ-Bündel und Content-Expertin bei uns. Als glühender Werder-Fan war sie immer für einen Tim-Wiese-Witz gut. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen ging ihre Reise weiter zu fischerAppelt, wo sie heute tätig ist.

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