Meinung

Learnings Online-Marketing – sieben Jahre bei crowdmedia

von am 12. Juni 2019 verfasst


Ich bin mittlerweile tatsächlich über sieben Jahre bei crowdmedia und da ich mal wieder mit einem Blog-Artikel an der Reihe war, habe ich mir Gedanken zu meinen Learnings aus dieser Zeit gemacht.

Die wichtigste Erkenntnis: Die Basis muss stimmen – und das tut sie bei vielen (immer noch) nicht.

Die wichtigsten Learnings in Fragen verpackt:

  1. Gibt es ein eingerichtetes Web-Analyse-Tool?
  2. Ist die Webseite mit Fokus auf die Nutzerinteressen designt worden und entsprechend aufgesetzt?
  3. Gibt es eine fundierte Keyword-Recherche als Basis für die Inhalte?
  4. Sind im Web-Analyse-Tool Zielvorhaben hinterlegt und werden die Daten regelmäßig als Basis für die Weiterentwicklung genutzt?

Wenn diese Punkte nicht umgesetzt wurden; definitiv nachholen!

Website im Mittelpunkt des Online-Marketings

Die Webseite als zentrale Plattform

Es ist immer noch so und wird vermutlich auch noch eine ganze Zeit so bleiben: die eigene Webseite ist die zentrale Plattform für 95% aller Unternehmen. Und der Webseite sollte entsprechend auch die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt werden!

Eine Webseite ist niemals final …

… gehört sicherlich zu den Sätzen, die ich in den letzten sieben Jahren am häufigsten gesagt habe.

Es reicht nicht, eine Webseite alle paar Jahre einem Relaunch zu unterziehen. Eine Webseite muss stetig weiterentwickelt werden. Es braucht neue Inhalte, optimierte Inhalte und eine auf Nutzerinteressen fokussierte Weiterentwicklung der Webseite.

Mit die bescheuertste Aussage, die ich in diesem Rahmen gehört habe, lautete: „Wir haben gerade erst viel Geld in die Webseite gesteckt. Da können wir jetzt nicht direkt Geld in die Optimierung stecken“.

Web-Analyse bzw. Daten als Basis

Direkt an die Webseite geknüpft ist das Thema Web-Analyse. Wer für seine Webseite kein Web-Analyse-Tool eingerichtet hat und die Daten nicht entsprechend nutzt, lässt den größten Vorteil im Digitalmarketing außer Acht. Nämlich die datengetriebene Optimierung und Weiterentwicklung der eigenen Marketing-Aktivitäten.

Web-Analyse als total vernachlässigte Disziplin

Und da muss ich immer wieder feststellen, dass das Thema von vielen Unternehmen total vernachlässigt wird respektive dafür niemand Zeit hat/verantwortlich ist.

Und selbst wenn ein Web-Analyse-Tool auf der Webseite integriert ist, solche banalen Dinge wie definierte Zielvorhaben sind in den meisten Fällen nicht eingerichtet.

Viele Unternehmen befinden sich heutzutage tatsächlich immer noch im Blindflug.

Nutzerfokussierte Inhalte? Fehlanzeige

Viele Webseiten bzw. deren Inhalte, die ich zu Gesicht bekomme, sind zudem nicht auf die Nutzer fokussiert. Die Unternehmen erzählen fröhlich von sich selbst, ohne auch nur einmal die Nutzerperspektive einzunehmen.

Ich kann die Inhalte einer Webseite komplett aus der Sichtweise des Unternehmens heraus entwickeln, ja. Dann werde ich in 90% der Fälle aber damit leben müssen, dass Nutzer den Weg über Google nur zu mir finden werden, wenn sie nach meiner Marke suchen.

Um das zu umgehen, braucht es für jede Webseite eine fundierte Keyword-Recherche und eine entsprechende Aufbereitung der Inhalte.

Der zweite und dritte Schritt vor dem ersten Schritt

Die stetige datengetriebene Weiterentwicklung der Webseite als zentrale Plattform basierend auf den Daten aus einem Web-Analyse-Tool sehe ich als ersten Schritt im Online-Marketing.

Viele Unternehmen überspringen diesen Schritt und starten direkt mit Maßnahmen. Da gibt es Social-Media-Kanäle und laufende Google-Ads-Kampagnen, da werden hohe Mediabudgets ausgegeben, ohne dass in irgendeiner Form nachvollzogen werden kann, wie sich diese Maßnahmen auf die Zielerreichung auswirken.

Der erste, zweite und dritte Schritt ohne strategische Basis

Egal wie viele Schritte Unternehmen schon gemacht haben: Es mangelt sehr häufig auch an einer fundierten Strategie.

Auch nach fünf Jahren als Dozent ernte ich immer noch wissendes Nicken bei dem Satz „Facebook hat man damals halt als Kanal aufgemacht, weil es alle gemacht haben. Und jetzt bespielt man den Kanal nach bestem Wissen“.

Entsprechend viele Unternehmen haben heutzutage immer noch einen Facebook-Kanal, teilweise auch einen Twitter-Kanal, ohne dass jemand definieren kann, was oder wer mit diesem Kanal erreicht werden soll. Unbegreiflich.

Also erst die Grundlagen erfüllen und dann das Online-Marketing ausbauen!

Website im Mittelpunkt des Online-Marketings – Ausbaustufen

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Marc Mertens
Gast
Marc Mertens

Wow! Das ist wieder ein wirklich guter Artikel aus der crowdmedia Gemeinschaft. Das meine ich auch so, weil er nicht voller Buzzwords gestaltet ist, wie ich dies so häufig in Newslettern oder auf anderen Online-Marketing-Expertensites lesen muss. Habe gerade auch wieder den Artikel über die 4-Säulen-Stretegie des Onlinemarketings von euch in Bearbeitung. Der Evergreen-Artikel, der ebenfalls gut verständlich ist. Ich würde mir hier als Einzelkämpfer nur wünschen, dass vielleicht an der ein oder anderen Stelle deines Blogartikels noch auf weiterführende Seiten bei crowdmedia verwiesen würde. Ich selbst habe z. B. Matomo als Analysewerkzeug oder auch die Google Search Console bzw.… Weiterlesen »

Felix Schlepper

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