Meinung

Look Up: lahmer viraler MiMiMi-Kulturpessimismus

von am 6. Mai 2014 verfasst


Bunt gemischt waren die Facebook Freunde, die sich in den letzten 24h genötigt fühlten mich auf das Video „Look Up“ von Gary Turk hinzuweisen: Spiegel (oder war es Stern, naja so’n Nachrichtending aus Hamburg halt), die angehende Ärztin, der Strategieberater für Digitales. Irgendwann hatten sie mich und ich investierte 4:58 Lebenszeit. Völlige Verschwendung, die ich lieber in einen coolen TED Talk hätte investieren sollen. Hinterher & schlauer, ihr wisst schon.

Worüber wir reden: das Video

Wer bis dato noch kein Auge drauf hatte, hier ist das gute Stück. Knappe 5 Minuten melancholische Musik und mit Spoken Words die mich an diese fiesen Spoken Words von Gary Johnson auf den frühen 80er Streetpunk Samplern.

Okay, ist bestimmt nicht alles super in diesem Internet

Aber noch lange keine Grund zum Mimimi. Dankbar werden die üblichen Klischees bedient: z.B. die der Vereinsamung. Achja: im wirklich echten Leben passieren natürlich nur die wirklich relevanten Dinge. Eine Argumenationskette im Ausmaß von „Wand-Tapete-Ende“. Kann man so machen. Ist dann aber Dummfug.

Ein Artikel, der das, was anders sein könnte mit dem Internet und der Einsamkeit, klug beleuchtet und den ich deswegen sehr schätze, ist auf dasnuf.de zu finden: „Die echten Menschen und die im Internet„.

Und dann dieses „auch mal ausmachen“! Das hatten wir (zumindest in Deutschland) doch schon damals beim Kollegen Peter Lustig. Der brachte das aber zumindest kurz und knackig auf den Punkt statt es auf fünf Minuten mit melodramatischer Musik aufzubohren.

Alternativen und Empfehlungen: Chancen sehen

Nein, es ist nicht alles Gold was glänzt. Aber pauschales verteufeln: auch verkehrt. Lasst uns kritisch bleiben, gerne. Aber diese „früher war alles besser“-Leier ist ermüdend. Denn: kein Gedanke kann ungedacht werden. Der Stein ist im Rollen und wir müssen lernen, damit umzugehen. Ist nicht einfach. Wird uns aber gelingen. Weil wir nicht an TV und Groschenromanen verblödet sind. Weil unsere Augäpfel nicht bei den rasenden 30 km/h der ersten Dampfzüge explodiert sind.

Weil wir unsere Synapsen anpassen werden und unsere Daumen gestärkt werden vom Smartphone wischen. Dauert vielleicht 50.000 Jahre aber wird passieren. Auch wenn uns andere vor Digitaler Demenz Angst und Bange machen wollen. Aber Bange machen gilt nicht. Wandel ist Wirklichkeit von Wearables bis Androiden.

Wer Lust hat auf weniger Lamentieren dem sei dieses Video ans Herz gelegt. Hebelt einen anderen kulturpessimistischen Mythos aus. Daher von mir: Guckbefehl!

Stay digital!

4
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
Sven-Olaf Peeck

Geschäftsführung

Er mag das Internet und digitales Marketing. Er glaubt daran, dass alles messbar gemacht werden kann und auch sollte. Entsprechend schreibt Sven oft über Messbarkeit oder teilt seine Bewertung von Hypes. Svens Hoffnung: dass Firmen durch mehr Wissen weniger Quatsch im digitalen Marketing machen. Folge ihm auf LinkedIn oder Twitter für mehr Infos und auf instagram für Bilder mit dem HDR Regler am Anschlag .

Infografiken im B2B-Webauftritt – aufmerksamkeitsstark, übersichtlich und oft geteilt

B2B-Marketing mit Podcasts – So vermittelst du komplexe Themen

Google-Rankings verbessern – 10 einfache SEO-Tipps