Content-Marketing

Marketing via musical.ly – Geht das?

von am 28. November 2016 verfasst


Das Phänomen des Jahres 2016, potentieller Ablöser von Dubsmash und Snapchat und Mysterium für die Generation 30+. Aber was kann diese tolle App namens musical.ly? Es muss ja etwas weltbewegendes sein, bei der Aufmerksamkeit, die sie bekommt. Naja fast zumindest – es ist eine App, mit der man Lip-Sync-Videos erstellen und teilen kann. Warum musical.ly aber nicht nur für die Teens ein Heidenspaß ist, sondern auch für Unternehmen nicht ganz uninteressant, das erfährst du in diesem Artikel.

 

Noch mal ganz von vorn…

Was kann musical.ly? Als erstes müssen wir uns von dem Wort „Nutzer“ verabschieden. Auf musical.ly ist alles eine Spur cooler, Nutzer heißen dort „Muser“. Die Muser also bewegen ihre Lippen synchron zu einer selbstausgewählten Tonspur, meist in Form von bekannten Songs, tanzen dabei eventuell und filmen das ganze mit ihrem Smartphone. Statt Songs kann man z.B. auch berühmte Filmzitate imitieren. Das Aufnehmen wird dadurch erleichtert, dass man die Aufnahmegeschwindigkeit auswählen kann. Und natürlich ist auch nachträgliches Bearbeiten möglich.

Ein Video kann bis zu 15 Sekunden lang sein und wird nach der Aufnahme und Bearbeitung direkt wie in einem sozialen Netzwerk auf musical.ly geteilt. Ähnlich zu Snapchat oder auch der Instagram Story, ist es den Musern mithilfe einer Story-Funktion auch möglich, bis zu 60 Sekunden lange Videos zu erstellen.

 

Gewusst wie!

Wie auf jeder Plattform, gibt es auch auf musical.ly ganz besonders erfolgreiche Muser mit Millionen von Followern. Jacob Sartorius beispielsweise hat mit seinen zarten 14 Jahren schon weit mehr als 11 Mio. Fans. Doch auch Deutschland hat seine Stars. Die Zwillinge Lisa und Lena (ebenfalls erst 14 Jahre alt!) sind mit über 3 Mio. Follower die erfolgreichsten deutschen Muser. Besonders beliebte Muser werden mit einer Krone ausgezeichnet. Auch Künstler wie Selena Gomez, Tim Benzko, oder Jason DeRulo haben eigene Accounts auf der Plattform und werben dort zum Beispiel für ihre neuen Singles.

 

Und was bringt mir das nun als Unternehmen?

Das Alter der Zielgruppe auf musical.ly dürfte mittlerweile klar geworden sein, mit 90 Mio. registrierten Musern ist diese Zielgruppe allerdings ziemlich groß, sodass Marketing via musical.ly eine gute Idee sein kann.

Die schlechte Nachricht zuerst: Zum jetzigen Zeitpunkt existieren noch keine offiziellen Werbemöglichkeiten wie Anzeigen oder gesponserte Inhalte seitens musical.ly. In Zukunft, so heißt es, möchte sich musical.ly vor allem an kostenpflichtigen Zusatzinhalten ähnlich wie bei YouNow und Twitch versuchen.

Jetzt aber die gute Nachricht: Auch wenn musical.ly selbst (noch) keine klassische Werbeplattform ist, gibt es Möglichkeiten, die Reichweite marketingtechnisch ausgenutzt. Der Schlüssel sind Influencer. Coca Cola hat zum Beispiel bereits im Juni 2016 eine Kampagne auf musical.ly gestartet. Mehrere erfolgreiche Muser wie Baby Ariel oder Danielle Renaee drehten hierfür Musicals unter dem Hashtag #ShareACoke und forderten ihre Follower auf, ebenfalls Musicals unter dem Hashtag zu posten. Zu gewinnen gab es ein Face-Time-Anruf mit dem Sänger Jason Derulo. Insgesamt wurden so mehr als 140 000 Musicals eingereicht. Wenn man bedenkt, wie häufig die einzelnen Muscials abgeschaut wurden, ist das eine riesige Zahl.

 

 

Der Vorteil an den Influencern auf musical.ly ist, dass sie auch auf anderen Plattformen häufig eine enorme Reichweite haben, beispielsweise auf Instagram.Instagram ist für den Erfolg von musical.ly ein wichtiger Faktor. Das Zusammenspiel von Kurzvideos, mobile Sharing und der Reichweite von Instagram machen die Inhalte so interessant. Somit lässt sich auch Realisierung crossmedialer Influencer-Kampagnen erdenken.

Somit bietet musical.ly trotz seiner noch frühen Entwicklungsphase eine interessante Marketingplattform für Unternehmen mit einer jungen Zielgruppe. Es ist davon auszugehen, dass die Relevanz von musical.ly als Marketingplattform und die Monetarisierung von musical.ly noch zunimmt. Deshalb auf jedem Fall im Block behalten und eventuell als First Mover agieren.

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
Jasmin Spitzer

Content-Marketing

Durch ihr Studium in Medienwirtschaft, Journalismus und Kommunikationsmanagement vereint Jasmin das gewisse Knowhow im Bereich Online-Kommunikation und die Leidenschaft des Schreibens. Auf unserem Blog teilt sie ihr Wissen und ihre Gedanken über Basics und Neuheiten des Content Marketings als ihr Spezialgebiet.

Online B2B Conference 2019 – der Rückblick 

LinkedIn Kampagnen-Manager – Hinzufügen von Personen zum Werbekonto

Learnings Online-Marketing – sieben Jahre bei crowdmedia