Google Tag Manager – die Alternative zum Tracking-Code - Onlinemarketing, Social Media & Content Marketing | crowdmedia GmbH Hamburg
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Google Tag Manager – die Alternative zum Tracking-Code

von Felix am 22. Oktober 2015 verfasst


Was ist der Google Tag Manager?

Den Google Tag Manager und seine grundlegende Funktion stellt man am besten anhand eines (typischen) Beispiels vor, welches einem im Bezug auf die Messbarkeit bestimmter Aktionen auf einer Website bekannt sein könnte. Stell Dir die folgende Situation vor:

  • Ihr habt eine neue Landingpage zu einem bestimmten Thema aufgesetzt.
  • Das Ziel der Landingpage ist die Generierung von Leads, also das Ausfüllen eines Kontakt-Formulars.
  • Um direkte Rückschlüsse zu ziehen, wie sich Eure Kampagnen auf die Lead-Generierung auswirken, wollt Ihr ausgefüllte und abgesendete Kontaktformulare als Ziel in Google Analytics darstellen.

Wer sich bereits mit Web-Analyse- bzw. Web-Tracking-Tools beschäftigt hat weiß, dass eine einfach anmutende Messungen von abgesendeten Kontaktformularen in der Regel mit Programmieraufwand verbunden ist, der Tracking Code auf der Website entsprechend der gewünschten Messung aktualisiert werden und dafür extra die IT-Abteilung eingebunden werden muss. Mit dem Google Tag Manager ist das Geschichte!

Google Tag Manager

Vereinfacht gesagt bietet der Tag Manager von Google Nutzern die Möglichkeit, einmalig einen Container in den Quellcode einer Website zu implementieren, dessen Inhalt frei editiert werden kann, ohne an die Programmierung der Website zu müssen. Der Container kann also sozusagen von einer externen Quelle aus gefüllt und der Inhalt editiert werden. Für das Beispiel bedeutet das, dass Ihr mit implementierten Tag Manager die Messung selbstständig aufsetzen, testen und live schalten könnt.

Erste Schritte mit dem Google Tag Manager

Um von den Funktionalitäten des Tag Managers profitieren zu können, muss zunächst ein Konto erstellt und der Container auf allen Seiten der Website – wie der herkömmliche Tracking Code auch – implementiert werden. Wie das funktioniert, erklärt Google in folgendem Video:

Tags & Trigger im Google Tag Manager

Ist der Container in der Website implementiert, können die Inhalte des Containers über die entsprechende Web-Oberfläche angepasst werden. Hierzu stehen als nächste Tags und Trigger auf dem Programm:

  • Mit Hilfe der Tags wird bestimmt, welche Daten gesammelt und welche Informationen an Google Analytics gesendet werden sollen.
  • Mit Hilfe der Trigger lassen sich Bedingungen festlegen, wann das erstellte Tag geladen werden soll bzw. wann bzw. auf welcher Seite das Tag die gewünschten Daten sammeln soll – ein Beispiel findest Du weiter unten.

Die Basisimplementierung von Google Analytics mittels Tag und Trigger erläutert Google hier in vier Schritten.

Eine nicht zu vernachlässigende Möglichkeit des Tag Managers besteht darin, dass Versionen des erstellten Containers angelegt werden können und die Versionen einzeln getestet werden können, bevor sie live geschaltet (veröffentlicht) werden. Dies ermöglicht es den Container zunächst auf Herz und Nieren zu prüfen, also zu testen, ob die korrekten Daten an das Google Analytics ausgespielt werden.

Die Vorteile des Tag Managers

Die Vorteile des Tag Managers möchte ich Euch am oben beschriebenen Beispiel darstellen, wobei dieser Blog-Artikel als die Landingpage und das Newsletter-Formular als das Kontakt-Formular gesehen wird.

Die Basisdaten der Landingpage werden in diesem Fall bereits über die Basisimplementierung von Google Analytics gesammelt. Um die Klicks auf den Button „Jetzt anmelden“ zu messen, die auf der Landingpage getätigt werden, muss zunächst ein neuer Trigger angelegt werden. In unserem Fall geht es um einen „Click“ als Ereignis und der Trigger soll den Tag auslösen, wenn die URL „http://www.crowdmedia.de/google-tag-manager“ entspricht und die Element-ID „mc-embedded-subscribe“ (die ID des Anmelde-Formulars für den Newsletter) entspricht – siehe folgenden Screenshot:

Google Tag Manager Trigger

Im Anschluss an den Trigger wird ein neuer Tag für den Container erstellt, der nur ausgelöst wird, wenn die Bedingungen aus dem Trigger erfüllt werden. Der Trigger wird bei der Erstellung eines Tags im vierten Schritt aus bestehenden Triggern ausgewählt.

Im Bild unten heißt der Trigger „Newsletter Anmeldung“. Im Tag wird außerdem festgelegt, wie das erstellte Ereignis (Event) im Google Analytics benannt sein soll – Category, Action und Label:

Google Tag Manager Tag

Besucht nun ein Nutzer die entsprechende URL und klickt auf den Button „Jetzt anmelden“ feuert der Trigger den Tag und die gewünschten Daten werden an Google Analytics gesendet.

Diese Messung ist, wenn man sich ein bisschen mit dem Tag Manager auseinander gesetzt hat, innerhalb von fünf bis zehn Minuten eingerichtet. Bedenkt man, dass ohne den Tag Manager am Quellcode der Seite gearbeitet und dies gegebenenfalls von der IT durchgeführt werden müsste, zeigt sich deutlich, dass der Tag Manager nicht nur Nerven sondern auch Zeit sparen kann. Wenn wir die Wahl haben, nutzen / empfehlen wir bei Kunden mittlerweile immer den Google Tag Manager – einfach, weil es Zeit spart, bestimmte Dinge auf der Website messbar zu machen.

Wenn Du Fragen zum Google Tag Manager hast; immer her damit!

Felix Schlepper

Felix Schlepper

Online-Marketing

Dadurch, dass Felix unsere Kunden umfassend von der anfänglichen Analyse ihrer Aktivitäten bis hin zur Optimierung begleitet, sind auch seine Themen auf unserem Blog sehr vielfältig. So teilt er sein Wissen und seine Gedanken rund um Strategieentwicklung, Werbeanzeigen und das Thema Erfolgsmessung.

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