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online communication conference 2013 – Recap

von am 22. November 2013 verfasst


Nach den Terminen in München und Düsseldorf fand die online communication conference 2013 am Dienstag ihren Abschluss in Hamburg. Die Online Communication Conference (OCC) ist eine neue Roadshow der Internet World und fand dieses Jahr das erste Mal statt. Ich habe in allen drei Städten moderiert und denke es ist an der Zeit für ein Recap.

 Zielsetzung der online communication conference 2013

Im Vorfeld habe ich die Veranstaltung auch fachlich betreut. „Mit der OCC haben wir ein Format konzipiert, wo es vor allem um das Thema Kommunikation im Netz geht. Mit Social Media hat der Dialog eine neue Form erhalten und es entstehen im weitesten Sinn zwei Richtungen das sogenannte Content-Marketing (Pull-Marketing) verbunden mit Performance Marketing (Push-Marketing). Viele Marketeers stellen sich nun die Frage, was sind die Inhalte und Vorgehensweisen um mit der Zielgruppe in den Online Dialog zu gehen.“

Key-Learnings der online communication conference 2013

  • (Online-)Marketing muss agiler werden. Das Thema kontinuierliche Optimierung erhält immer mehr Einzug in die Marketing-Abteilungen. Testszenarien wie AB-Tests und verschiedene Messmöglichkeiten machen eine stetige Verbesserung möglich. ABER Vorsicht nicht alles, was wichtig ist kann man messen.
  • Es gilt Content-Marketing nicht als neues Buzz Word, sondern als Zielgruppenfokus zu verstehen. Inhalte sind dann relevant, wenn sie der Zielgruppe einen Mehrwert bieten und aktiv nachgefragt werden (Newsletter-Registrierung, Blog-Besuch, Click auf FB-Post-Link etc.).
  • Einsatz von Performance Marketing bleibt weiterhin wichtig zum Beispiel zum Seeding von Content, aber auch zur Conversion Optimierung.
  • Der Digitale Wandel bringt eine Transformation der Unternehmen mit sich und verändert einiges. Relevante Botschaften in den sozialen Netzwerken können nicht mehr NUR vom Marketing kommen. Vertrieb und Marketing müssen stärker zusammenwachsen: Durch die Informationsgenerierung im Internet (und die Kanäle sind oft dem Marketing zugeordnet) wird es immer weniger reine Vertriebstätigkeiten geben.

Rückblick Hamburg

Social Media – mittlerweile verankert in der Kommunikation

Im Auftakt der online communication conference 2013 inszinierten Dr. Martin Oetting und Rafael Schwarz von trnd ein Streitgespräch darüber, ob Facebook eine Plattform darstellt, auf der wirklich ein Dialog mit den Kunden geführt werden kann und ob es den Unternehmen etwas bringt. Ihr Fazit: Nein! Begründung alles passiert auf einer fremden Plattform, was nicht zu 100% auf die Marke einzahlt und außerdem auch den Wettbewerb stärken kann (Targeting Möglichkeiten bei Werbung). Ziel muss es sein eigene Kanäle/Plattformen zu etablieren, um mit den Kunden in den Dialog zu gehen. Dann steht man in keiner Abhängigkeit von Facebook & Co. und verfügt über eigene Daten.

Im ersten Block ging es weiterhin um die Verankerung von Social Media als Teil der Kommunikation. Die Beispiele bezogen sich jeweils auf Facebook – sei es für Unternehmen wie die Haspa, hier wird Facebook vorwiegend als Informationskanal für Haspa-Kunden genutzt, oder für Görtz, die als Case für Social-Commerce vorgestellt wurden. Bei Görtz wird die Kommunikation auf Facebook vor allem kaufvorbereitend genutzt in Form von Neuheiten, Trends & Co.

Take-away: Social Media Kanäle als Mittel zum Zweck nehmen, die auf einen zentralen Hub einzahlen müssen – dies kann beispielsweise der eigene Blog oder auch der eigene Online-Shop sein. Wirklich erfolgreich wird das Zusammenspiel von Paid – Owned – Earned Media nämlich nur, wenn der eigene Hauptkanal (Owned) im Mittelpunkt steht und von den Paid und Earned Media flankiert wird.

Best Practices – Cross Media Kommunikation

Nach einer kurzen Kaffeepause ging es anschließend mit Beispielen weiter, wie eine Cross Media Kommunikation stattfinden kann und welche Vorteile diese mit sich bringt.

Cewe ist beispielsweise dazu übergegangen, zufriedene Kunden in den Mittelpunkt Ihrer Kommunikation zu stellen und tut dies eben in online wie auch offline Kanälen – frei nach dem Motto „Story Telling statt Hard Selling“. Ähnlich macht es die Rügenwalder Mühle, die sich zum einen als Familienunternehmen präsentiert – die Mitarbeiter als reale Personen in den Vordergrund stellt – und zum anderen die Kunden stark mit einbezieht. So werden beispielsweise immer wieder Events für Kunden organisiert, wo die Mitarbeiter und die Kunden aufeinander treffen beziehungsweise die Kunden sogar selbst zu Mitarbeitern werden können, indem Sie aktiv in die Entwicklung neuer Produkte eingebunden werden.

Content ist King

Was bei solch einer Konferenz natürlich nicht fehlen darf, ist das Thema „Content“. Nachdem Sven vorgestellt hat, was erfolgreiches Content Marketing bedingt, nämlich einen digitalen Fußabdruck seiner Aktivitäten zu erschaffen, verdeutlichte Denis Koloper von der wdv Gesellschaft für Medien & Kommunikation, dass es beim Content zudem vor allem auf Relevanz für die Zielgruppe ankommt.

Fokus Online – vom Markenaufbau bis zur Customer Journey

Eine schöne Brücke zur Relevanz wurde dann im letzten Block des Tages geschlagen – wenn auch deutlich in Richtung von Paid Media, wie beispielsweise Google AdWords. Unter dem Motto „So richtig gewinnbringend werden Ihre Online Kampagnen nur sein, wenn Sie Ihre User bestmöglich kennen“ – stellte Marcus Koch von Goldbach Interactive unter anderem aktuelle Entwicklungen des Performance-Marketings vor. Für das Performance Marketing spielt unter anderem die Customer Journey eine wichtige Rolle: Wo muss ich meinem Kunden welchen Content ausspielen, um die Chance auf einen Abschluss zu erhöhen? Sehr interessant waren außerdem seine Ausführungen zum Cross-Device-Tracking, welches wohl bereits in den Startlöchern steht.

Seinen agilen Marketing-Ansatz stellte Dirk Ploss als CMO von lecturio vor. Die Vorteile in einem Start-up Freiheiten und begrenztes Budget 😉 verbindet er möglichst effizient. Das bedeutet permanentes Testen & Optimieren anhand von festgelegten KPIs. So hat Lecturio u.a. herausgefunden, dass Plakat-Kampagnen gar nicht funktionierten und die besten DIsplay-Ads ohne das eigene Logo sind.

Mit Hamburg ging eine tolle erste Veranstaltungsrunde der online communication conference 2013 zu Ende. Einziges Manko: Es waren leider wenig Frauen unter den Vortragenden. Hier müssen Veranstalter zunehmend ein Auge darauf haben – das wissen sie auch. ABER es müssen sich auch einfach mehr Frauen melden bzw. die Unternehmen, die Referenten senden sollten das Thema ebenfalls auf dem Zettel haben. Denn die Erfahrung zeigt den Call for Papers nehmen auch einfach zu wenige Frauen wahr. Wenn das Thema weiterführend interessiert erfährt in meinem Blogartikel „call for papers ist ein call for action“ mehr von meiner Sichtweise auf das Thema. Wer also spannende Cases hat und bei der nächsten Runde der online communication conference in 2014 dabei sein möchte, kann sich gern bei der Veranstaltungsleitung der OCC melden.

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Svenja Teichmann

Geschäftsführung

Svenjas Themen liegen in der Strategie sowie in der Entwicklung von Organisationen, damit sie die Potentiale der Digitalisierung nutzen können. Darum drehen sich auch ihre Blogartikel. Sie ordnet Trends ein, die ihr begegnen und lässt manchmal auch Dampf ab, wenn ein Thema ohne Sinn und Verstand zum Hype wird.

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