Redesigns, Graph Search und Kamtschatka – unser Wochenrückblick

von am 1. Februar 2013 verfasst

Montag: Wir starten in die Woche mit Bürokratiebashing. Es handelt sich allerdings nicht um die deutsche oder, ebenso beliebt, die europäische Bürokratie, nein, sondern um die des früher so hassgeliebten Nachbarn Frankreich. Dort gibt es so etwas wie eine behördliche Sprachfürsorge. Diese sorgt dafür, dass englische Begriffe die französische Sprache nicht verschmutzen. Deswegen gibt es dort jetzt einen eigenen Begriff für #Hashtag.
Wir Deutschen ärgern uns dafür lieber mit unseren eigenen Institutionen rum. Die GEMA ist zum Beispiel eine beliebte Zielscheibe. OpenDataCity aus Hamburg hat sich mal angeschaut, welche Top1000 Videos auf Youtube in Deutschland nicht verfügbar sind. Heute sind es 61,5 Prozent.
Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), einer der größten Marktforscher der Welt, hat sich hingegen angeschaut, welche Automarke in den sozialen Netzen am Besten aufgestellt ist. Ich verrate vorab: Audi ist es. Wer mehr wissen will, ist auf dem GfK Presseportal besser aufgehoben.
Wo ich die beiden schon mal so schön nebeneinander habe: Ob GfK und OpenDataCity wissen, welches Potential ensteht, wenn die beiden sich zusammentun?
Was heute nicht fehlen darf: Daten zum #aufschrei.

Dienstag: Apps starten durch. Zeichner Ruthe hat eine total startupverdächtige Idee. Machen!
Google+, schon lange nicht mehr das kleine gallische Dorf in Facebookland sondern echt eine Alternative, hat seinen Page-Manager aufgemöbelt. Näheres bei onlinemarketing.de.
Machen wir doch gleich mit Google weiter. Wer es schafft, in Googles Betriebssystem Chrome OS (gibt es wirklich) eine Sicherheitslücke zu entdecken, kann schlappe 150.000 Dollar abgreifen. Insgesamt haut Google für diese Marktforschung drei Millionen Dollar raus.

Mittwoch: Die neuen Huptöne von Facebook haben mich schon in den Wahnsinn getrieben. Gruppennachrichten und ähnliches werden nun auch via Piepton mitgeteilt. Das verursacht natürlich bei heavy usern wie mir einen Höllenlärm. Aber der lässt sich abstellen.
Pinterest hat ein redesign hinter sich. Ist gelungen, finde ich. Genaueres wissen die Netzpiloten.
Den Tag beschließe ich mit etwas Politik. Und zwar nicht Wirtschaftpolitik oder Netzpolitik, wie normalerweise, sondern richtige, echte und wichtige Gesellschaftspolitik. Und zwar mit einem Hinweis auf den Open in Public Day 2013. Was das ist und was da so passierenkann, liest man in diesem unterhaltsamen Stück.

Donnerstag: Facebook Offers scheint sich durchzusetzen. 100.000 Unternehmen offerierten, 42 Millionen Menschen haben konsumiert.
Der Die Graph Search wird reihenweise freigeschaltet. Nur bei uns nicht :-(. Egal, Andere haben immerhin schon was kluges geschrieben. Aufräumen ist angesagt.

Freitag: Huppala. Ebook.de hat wohl erstmals mehr digitale als gedruckte Bücher verkauft. Wieso gibt es eigentlich keine Grafik die zeigt, wie viel Regenwald in der Einheit Krombacher-Bierkiste inzwischen durch Ebooks gerettet worden ist?
Twitter kauft sich einen Absturz-Analyzer. Mir war gar nicht bewusst, dass es dafür Spezialisten gibt. Man lernt nie aus.
Der Freitag, dessen Herausgeber gerade schwer in der Kritik steht – allerdings wegen eines Themas, was hier nicht her gehört – versucht sich auch in Sachen Social Media im Kulturkampf. Eine andere Welt ist möglich!

Add-On: 360°-Flug über Kamtschatka gefällig? Bitte schön.

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Als Channel und Content Experte ist Wilko ist mit seinen journalistischen Wurzeln unser Mann, wenn es um redaktionelle Arbeit und redaktionelle Prozesse geht.Sein Wissen setzt er in Kundenprojekten um und teilt es als Seminarleiter mit den Teilnehmern unserer Social Media und Content Marketing Seminare.

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