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Saturn Weihnachtsspot: Emotionen pur!

von am 27. November 2017 verfasst


Es ist abends und nach einem langen Tag setze ich mich auf meine gemütliche Couch und schalte den Fernseher ein. Bevor es aber mit dem Spielfilm losgeht, wird natürlich noch Werbung ausgespielt. Es folgt sogar eine Spot Premiere!

Die emotionale Spotpremiere

Ein Frau, ihr Name ist Anna, besucht ihren an Demenz erkrankten Vater, der teilnahmslos auf seinem Stuhl sitzt und seine Tochter nicht mehr zu erkennen scheint. Mehrere Sequenzen sind zu sehen, in denen Anna ihrem Vater vorliest und ihm Blumen mitbringt, aber kein Zeichen des Erkennens. Anna bricht auf dem Weg nach Hause in Tränen aus. In Erinnerung schwelgend besucht sie das Haus ihrer Eltern und geht umher, ihr Blick fällt auf einen alten Plattenspieler, sie geht hin und berührt ihn, nimmt eine Platte, ihr Blick schweift ab. Die Szene wechselt und Anna ist wieder bei ihrem Vater und setzt ihm eine VR-Brille auf. Er sieht Bilder aus seiner Vergangenheit, der Kindheit von Anna und seiner Frau. Dabei wird der Elvis Klassiker „You are always on my mind“ gespielt. Durch die Bilder seiner Vergangenheit erkennt der Vater seine Tochter wieder und ruft: „Anna, mein Liebling.“

Ich habe Tränen in den Augen! Die Werbung hat mich emotional total mitgenommen. Aber warum?

Hier könnt ihr euch den Spot anschauen.

Anna ist Teil einer emotionalen Werbekampagne

Der Spot Anna ist Teil einer neuen Werbekampagne vom Elektronikhändler Saturn. Insgesamt gibt es vier Spots, die von Jung und Matt entwickelt wurden. Am Ende eines jeden Spots erscheint der Slogan: „Du kannst mehr“.

Aber warum hat dieser Spot bei mir so viele Emotionen ausgelöst?

Die Bildsprache, die filmische Umsetzung und die Musik haben mich total angesprochen. Durch die Kameraführung wirkt es, als wenn man wirklich dabei wäre. Anna ist eine Frau wie du und ich, ihr Vater könnte mein Vater sein. Dadurch bekommt es eine gewisse Authentizität und wirkt sehr realistisch.

Auch die Platzierung des Werbespots zur Weihnachtszeit ist geschickt gewählt. Zur Weihnachtszeit reagieren die Menschen oft viel emotionaler und sind empfänglicher für sensible Themen und hier schließe ich mich auch nicht aus.

Emotionale Werbung

Werbung muss heutzutage emotional sein, denn nur was bewegt wird geteilt. Studien belegen, dass Menschen sich eher durch Emotionen, als durch Informationen für eine Marke entscheiden. Auch erinnern sich Menschen eher an ein Produkt, wenn sie ein Gefühl damit in Verbindung bringen können. Dies funktioniert auch bei trauriger Werbung, denn auch wenn hier negative Gefühle geweckt werden, werden die Menschen zum Nachdenken angeregt und es ruft in den Menschen Betroffenheit und Mitgefühl aus.

In diesem Spot einer thailändischen Lebensversicherung wird die Strategie der emotionalen Werbung ganz bewusst genutzt.

Meiner Meinung nach wurde werbetechnisch alles richtig gemacht. Nur die Frage die sich mir am Ende stellt: Kann eine VR Brille einem demenzkranken Menschen wirklich helfen. Können damit Erinnerungen hervorgerufen werden? Laut meinen Recherchen gibt es tatsächlich medizinische Forschungsprojekte, bei denen der Einsatz von VR-Brillen bei demenzkranken Menschen erforscht wird.

Mein Fazit

Vielleicht kann eine VR Brille einem demenzkranken Menschen nicht die komplette Erinnerung zurückbringen, aber vielleicht kann sie Reize liefern, so dass einige Erinnerungen zurückkommen.

Aber mir gefällt die Message: Technologie kann Gutes bewirken!

 

Meine Kollegin Kim sieht das anders, lest hier wie sie mit den Emotionen abrechnet.

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Mirjam Kilter

Online-Marketing

Mirjam liebt emotionale Werbung & schreibt darüber auch gerne mal einen Beitrag auf dem Blog. Neben der Vorliebe für emotionale Werbespots liebt sie auch das Fotografieren und gibt hier gerne das Wissen weiter. Denn gutes Marketing lebt auch von guten Bildern. Ganz nebenbei teilt sie aber auch gerne ihr breites Wissen zum Thema Werbeanzeigen.

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