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Social Media Conference 2014 #smconf

von am 6. Oktober 2014 verfasst


Kinder, dieses Jahr hat der Papa Sehnenscheide, daher kein Anspruch von mir ein Echtzeit-Protokoll zu erstellen. Aber den Recap möchte ich mir nicht nehmen lassen. Trotzdem gilt: dieser Artikel ist als beta anzusehen. Freue mich auf Feedback via twitter: http://twitter.com/sopeeck

In eigener Sachen: die Keynote Think SEO, Act Social

Der Patrick Klingberg und ich hatten die Keynote mit dem Thema „Think SEO, Act Social“. Unsere zentralen Glaubenssätze Aussagen:

  • stumpfes SEO geht nicht mehr
  • im Content-Overflow überlebt nur wer Mehrwerte bietet
  • Content braucht ein Zuhause, die eigene Website steht im Mittelpunkt, Google und Facebook liefern organisch oder bezahlt Reichweite zu
  • Content Marketing ist eine Rallye und kein Sprint
  • das Ziel muss es sein einen Mix aus Zielgruppen (besser Persona) , Kanal und Botschaft in den Einklang zu bringen

Social Media ist tot: Facebook denkt groß

In der zweiten Runde kam dann direkt das große Netzwerk zu Wort. Und es gab klare Worte von Facebook, die sich deutlich als Alternative zu klassischen Medien platzieren:

1- ja TV und Radio sind noch recht stabil und wichtige Basis Medien
2- It’s not about Social Media, it’s about marketing!

Im 10. Jahr sieht Facebook sich von der Argumentation aus den Fans kommen, erklärt wenig überraschend weiterhin das Ende vom Fancount als Metrik beerdigt aber im nächsten Satz dann auch direkt die Engagement Rate und die Gewinnspiele.

Wir sind ein etablierter Marketingkanal, wenn weiterhin „money for eyeballs“ gilt, dann will Facebook auch den Share an Spendings haben, den es an Aufmerksamkeit der Nutzer hat. „Diese Reise ist erst zu einem Prozent beendet“, wir freuen uns also mit Sicherheit in 2015 auf neues Jahr, neue Themen.

Das Leben ist eine Reise aus vielen Fragen: Contentkreation entlang der Customer Journey

Ein System in das Thema für wen und wo zu bringen, dass ist das Ziel. Customer Journey und Persona sind die Tools. Zur Sinnhaftigkeit der Persona-Erstellung gibt es vermutlich kaum bis keine zwei Meinungen. Also stürzt euch drauf und trefft Hypothesen dazu wie und wer eure Zielgruppen als echte Menschen sind. Fragestellung, Kanal und genutztes Endgerät sind die Sachen die es zu beantworten gilt. Aus meiner Sicht sind 3-5 Persona ganz sinnvoll, also lieber verdichten.

Die Diskussion am Ende des Vortags und auch auf Twitter war dann, ob Customer Journey als linearer Ansatz realistisch ist. Aus meiner Sicht egal. Da bin ich bei Christiane: das ist ein vereinfachendes Modell und niemals wahr oder richtig. Aber lieber mit der Vereinfachung starten als sich in einer 12-monatigen Planung zu verlieren.

Content Marketing am Beispiel von Marabu

Der deutsche DIY Mittelstand übernimmt den Staffelstab mit Marabu. (Nein, nicht die Schokolade). Sehr strukturiert und regelbasiert näherte man sich dem Thema. Konsequente wurde der Nutzer in den Mittelpunkt gestellt aber GANZ wichtig und sinnvoll: erstmal die Website überarbeiten, denn die soll ja das Zuhause für den Content sein. Also erst die Plattform, dann die Satelliten.

Mittelstand mit einem SEHR dankbaren #dyi Thema, da kann man natürlich auch mal auf allen Kanälen aktiv sein. Aber trotzdem natürlich auch für andere wichtige und richtige Erkenntnisse wie: ich brauche Ressourcen, ich kann Nutzer aktiv involvieren, die shining eyes für mein Thema haben. Achja und wenn ich wissen will, das meine Zielgruppe will, dann frage ich die einfach mit einer survey und schaffe meine eigenen Insights statt mich auf die 2010er Zahlen für „wann poste ich am besten auf Facebook“ zu verlassen.

Don’t Feed the troll – Community Management beim Handelsblatt

Ist gefällig sein und appeasement vorbei? Was müssen sich Firmen gefallen lassen in sozialen Medien und wann ist es Zeit klare Kante zu zeigen? Schöner Einblick in einerseits das was die User und Trolle so vom Stapel lassen aber auch wie es dem Community Manager so geht.

Kann eine Organisation das abfedern? Bringt eine ausgerufene Anti-Troll-Woche etwas? Muss man sich dem Thema stellen oder ist das nicht leistbar gegen Trolle anzuarbeiten? Das Handelsblatt öffnet Kommentare von 7:30 bis 21.00, die SZ schaltet die Kommentarfunktion nur noch für wenige Artikel live. Schade eigentlich, denn dann findet die Diskussion gar nicht oder auf den Fremdplattformen twitter oder Facebook statt.

Erkenntnisse:

  • Wer eine Woche nur Liebe auf Facebook verteilt, der erntet leider kaum Feedback
  • die Trolle sind leicht zu aktivieren (siehe Uwe Ostertag)
  • der Ton im Netz und auf Social Media ist rau, da kommt aber nur das hoch, was sonst an der Theke oder im Callcenter abging
  • wir haben vielzulange nur moderiert, editiert und auf Netikette verwiesen. Zeit für das Hausrecht angebrochen.

Weitere Lesetipps hierzu:

Relevanten Facebook Content schaffen am Beispiel von bonprix.

Der alte Studienkollege Klar berichtet anschaulich und detailliert aus den Erfahrungen der letzten 1.5 Jahre Facebook für bonprix. Wie alle anderen auch stand bonprix vor der unangenehmen Situation, dass zwar  durchaus viele Menschen Fan waren aber man gerade 10% von denen mit Posts erreicht. Was tun? Überarbeitung der Content-Strategie in einer Publishing Garage aus Facebook Kollegen, bonprix Marktforschern, bonprix Community Managern und Jung von Matt als Kreativagentur.

Im Rückblick auf die Posts der ersten Stunde sah das, was bonprix heute postet deutlich Nutzer-orientierter aus.

Was kam raus? Wie erwartet konnte in einem A/B Vergleich in Kooperation mit Facebook gezeigt werden, dass eine Kontrollgruppe sich in Sachen Markenbekanntheit, Markenzufriedenheit deutlich positiv entwickelt hat. Aber auch deutlich niedrigere CpO zeigen, dass auch die Sales-Metriken positiv beeinflusst werden können.

Wo die Reise am Ende hingeht, was die Integration im Marketing Mix angeht ist noch unklar. Die Reise ist noch am Anfang. Aber Facebook ist als Alternative zu klassischen Mediakanälen auf dem Radar.

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Sven-Olaf Peeck

Geschäftsführung

Er mag das Internet und digitales Marketing. Er glaubt daran, dass alles messbar gemacht werden kann und auch sollte. Entsprechend schreibt Sven oft über Messbarkeit oder teilt seine Bewertung von Hypes. Svens Hoffnung: dass Firmen durch mehr Wissen weniger Quatsch im digitalen Marketing machen. Folge ihm auf LinkedIn oder Twitter für mehr Infos und auf instagram für Bilder mit dem HDR Regler am Anschlag .

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