Social Media für Unternehmen – crowdmedia GmbH

Social Media

Social Media für Unternehmen

von am 28. Januar 2014 verfasst


Für viele Unternehmen ist es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, als Ergänzung zur Firmen-Homepage auch bei Facebook und Co. präsent zu sein. Doch einfach nur dabei zu sein, reicht nicht. Wenn ihr die Chancen und Möglichkeiten von Social Media für Unternehmen voll ausschöpfen wollt, braucht ihr eine auf eure individuellen Bedürfnisse abgestimmte Vorgehensweise.

Ein Patentrezept für die „richtige“ Social Media-Strategie gibt es nämlich nicht. Was für einen Big Player bestens funktioniert, kann für kleine und mittelständische Unternehmen kontraproduktiv sein. Bevor ihr also richtig loslegt, solltet ihr euch Zeit für eine gründliche Bestandsaufnahme nehmen.

Überprüft eure Ausgangssituation

Wichtig ist, zuerst genau zu analysieren, wie eure Firma zurzeit in den digitalen Medien positioniert ist: Wie aktiv habt ihr euch bereits mit dem Thema Social Media für Unternehmen beschäftigt? Was sind eure dabei gewonnenen Erkenntnisse und wie wollt ihr diese in Zukunft optimieren?

Beobachtet eure Wettbewerber

Bei der Planung eurer Social Media-Strategie solltet ihr die Konkurrenz im Auge behalten. Wie sind eure Wettbewerber aufgestellt? Hier ist es ratsam, sich zwar an ihnen zu orientieren, aber trotzdem einen eigenen Weg einzuschlagen. Nicht zuletzt kann eine Beobachtung der Social Media-Profile von Konkurrenten auch hilfreich sein, um ihre Fehler nicht zu wiederholen.

Definiert eure Zielgruppen

Detaillierte Kenntnisse über Konsumenten und ihre Bedürfnisse sind das A und O bei der Planung der Social Media-Aktivitäten. An welche Zielgruppen richten sich eure Produkte und Dienstleistungen? Für die richtige Ansprache macht es allerdings einen großen Unterschied, ob es sich dabei um Endkunden oder um Business-Kunden handelt. Wir geben euch wertvolle Tipps und Tricks zur Nutzung von Social Media im B2B-Marketing.

Legt eure Online Marketing-Ziele fest

Neukundengewinnung hat für die meisten Firmen erste Priorität. Dabei wird zuweilen unterschätzt, dass Social Media für Unternehmen außerdem ein ideales Instrument für die Kundenbindung ist. Eine weitere Chance bieten die sozialen Netzwerke euch – jenseits der herkömmlichen Online-Stellenmärkte – durch die Möglichkeit, euch als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. In Zeiten des Fachkräftemangels könnt ihr euch damit eventuell einen entscheidenden Vorsprung verschaffen.

Findet die passenden Social Media-Netzwerke

Um eure Zielgruppen ohne große Streuverluste zu erreichen, solltet ihr zunächst herausfinden, in welchen sozialen Netzwerken sie sich bevorzugt aufhalten. Meistens ist es daher sinnvoll, sich auf wenige Kanäle zu konzentrieren. Im Einzelfall können dies sehr spezielle Lösungen sein. Ein Profil bei Facebook (und ggf. zusätzlich bei Google+) ist dennoch obligatorisch. Wer Hilfe bei der Erstellung braucht, kann hier Schritt für Schritt nachlesen, wie es gemacht wird.

Auch ein Unternehmensprofil bei den Business-Netzwerken Xing oder LinkedIn gehört zu den Standards. Lokale Firmen sind außerdem mit einem Eintrag bei Google Places gut beraten.

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Bildquelle: www.bvdw.org

Beschäftigt einen Social Media Manager

Das Management der Social Media-Kanäle eurer Firma sollte keine Nebensache sein, die häufig vernachlässigt oder sogar vergessen wird, weil sich niemand im Team richtig dafür zuständig fühlt. Übertragt deshalb mindestens einem Mitarbeiter die Verantwortung für die Social Media-Belange eurer Firma und sorgt dafür, dass er genug Zeit hat, sich darum zu kümmern. Größere Unternehmen könnten auch einen ausgebildeten Social Media Manager einstellen, der sich hauptberuflich um alles kümmert.

Erstellt Social Media Guidelines

Social Media-Profile sind die digitale Visitenkarte eures Unternehmens. Um zu vermeiden, dass ihr aus Unwissenheit heraus bei der Nutzung versehentlich ins Fettnäpfchen tretet, solltet ihr verbindliche firmeninterne Regeln aufstellen, an die sich alle Mitarbeiter halten müssen. In unserem 1×1 der Social Media Guidelines könnt ihr nachlesen, was dabei zu beachten ist. Außerdem haben wir Beispiele für Social Media Guidelines deutscher und internationaler Unternehmen für euch zusammengestellt.

Befasst euch mit Online-Recht für Social Media

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und das gilt selbstverständlich auch für alle Social Media-Netzwerke. Bitte macht euch bewusst, dass ihr mit euren Unternehmensprofilen auf den jeweiligen Plattformen nur zu Gast seid. Schaut euch deshalb die Nutzungsbedingungen bei Facebook & Co. gründlich an und richtet euch danach. Unbedingt achten solltet ihr außerdem darauf, dass die Social Media-Profile eures Unternehmens ein vollständiges Impressum enthalten, da ihr anderenfalls eine Abmahnung riskiert.

Nutzt Content Marketing für Social Media

Wenn ihr von euren (potenziellen) Kunden aufmerksam wahrgenommen werden wollt, geht an der regelmäßigen Pflege eurer Social Media-Profile kein Weg vorbei. Aktualität, Exklusivität und Qualität des von euch dort zur Verfügung gestellten Contents sind Pflicht. Ihr müsst euren Lesern gute Gründe dafür geben, eure Profile regelmäßig zu besuchen. Langweilt sie daher nicht mit simpler Produktwerbung, sondern bietet ihnen fachlichen und ggf. auch unterhaltenden Mehrwert. Bezieht dafür ggf. auch andere Mitarbeiter mit wertvollem Fachwissen ein.

Bitte denkt ebenso wie beim Online-Recht auch beim Thema Content Marketing daran, dass ihr bei Facebook & Co. nicht das Hausrecht habt: Die Content-Highlights sollten also auf eurer Firmen-Homepage, idealerweise in eurem Unternehmens-Blog liegen. Benutzt eure Social Media-Profile als einen von mehreren Kanälen, in denen ihr so spannend wie möglich auf eure eigenen Inhalte hinzuweist und verlinkt dann entsprechend zu euch „nach Hause“. Auf diese Weise optimiert ihr zugleich auch die Platzierung eures Unternehmens in Suchmaschinen.

Kommuniziert mit euren Social Media-Fans

Der Sinn und Zweck von Social Media-Profilen für Unternehmen ist – neben der Verbreitung von Informationen – die Interaktion und der Dialog mit den Kunden. Bitte verwechselt eure Profile daher nicht mit virtuellen Einbahnstraßen oder Nachrichtentickern. Bleibt auf keinen Fall passiv, sondern nutzt jede Gelegenheit zur Kommunikation.

Behaltet die Aktivitäten auf euren Profilseiten ständig im Auge, schaut mindestens einmal pro Tag dort vorbei. Auf Beiträge eurer Profilbesucher müsst ihr zeitnah (spätestens aber innerhalb von 24 Stunden) eingehen. Dies gilt insbesondere bei Kritik und Beschwerden. In solchen Fällen sind schnelle, sachliche und faire Reaktionen nötig. Bemüht euch immer um Schadensbegrenzung und Kompensation, damit sich kleinere Unstimmigkeiten nicht zu einem Shitstorm weiterentwickeln, der dem Image eures Unternehmens Schaden zufügt.

Wartet jedoch nicht nur darauf, dass ihr von (potenziellen) Kunden kontaktiert werdet, sondern sprecht eure Leser auch direkt an und fragt sie nach ihrer Meinung („Was könnten wir an unserer Dienstleistung verbessern? Welche Upgrades wünscht ihr euch für Produkt XY?“). Mit eurer Nachhilfe entstehen im Idealfall anhaltende Diskussionen, auf deren positiven Verlauf ihr als professionell handelnder Moderator aktiv Einfluss nehmen könnt.

Fordert die Besucher eures Social Media-Profils außerdem auf, eure Inhalte im Netzwerk mit Freunden zu teilen und anderweitig zu verlinken. Das schafft mehr Reichweite und macht eure Produkte und Dienstleistungen bekannter. Lasst euch aber nicht von Zahlen blenden: Ein paar hundert regelmäßig auf eurem Profil aktive Kunden sind für euer Unternehmen im Zweifelsfall nämlich wertvoller als tausende „Likes“ von Besuchern, die nicht wiederkommen.

Betreibt Social Media Montoring

Für eure Online Marketing-Strategie ist es nützlich zu wissen, wie in den sozialen Netzwerken über euer Unternehmen, eure Produkte oder eure Dienstleistungen gesprochen wird. Und zwar weit über das hinaus, was sich in euren eigenen Profilen abspielt. Dafür gibt es das so genannte Social Media Monitoring. Außerdem stellen wir euch die Tools socialBench und uberMetrics DELTA vor.

Schaltet Social Media Werbung

Ein gutes Social Media-Profilmanagement lässt sich durch klassische Online-Anzeigen unterstützen. In unserem Tutorial könnt ihr am Beispiel der Facebook-Werbung lernen, wie ihr eine erfolgreiche Kampagne aufsetzt.

Astrid Triebsees

Extern

Während die "Bravo Screenfun" ihre jugendlichen Leser 1998 noch fragte: "Online gehen – lohnt sich das?", war Astrid bereits seit drei Jahren "drin". Als Trainee beim Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte sie sehr früh einen Internet-Zugang, was ihre Berufswahl entscheidend beeinflusste. Seitdem arbeitet sie als Online-Redakteurin und beobachtet den digitalen Wandel mit unermüdlicher Begeisterung. Im Blog von crowdmedia schreibt sie über Themen rund um Social Media und Content Marketing.

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