Social Media Monitoring - Kür oder Pflicht? - Onlinemarketing, Social Media & Content Marketing | crowdmedia GmbH Hamburg

Messbarkeit

Social Media Monitoring – Kür oder Pflicht?

von am 13. September 2017 verfasst


[Artikel-Update, Originalversion vom 02.12.2013]

 

Mit den steigenden Diskussionen im Netz entstand die Frage und der Bedarf nach Auswertungen und Analysen. Wie wird über mein Unternehmen oder mein neues Produkt im Web gesprochen? Auf welchen Kanälen wird gesprochen? In welchen Kanälen bewegt sich meine Zielgruppe? Die Antworten auf diese Fragen liefern Social Media bzw. Web-Monitoring Tools.

 

Monitoring als Weiterentwicklung der Presse-Clippings

Der Einsatz von Monitoring kann in gewisser Form als Weiterentwicklung von Presse-Clippings gesehen werden. Kennen die meisten sicherlich noch. Die Geschäftsführung kriegt von der PR-Abteilung ein Heft mit Kopien von Zeitungserwähnungen am Folgetag auf den Tisch. Bei OTTO konnte man intern ein PDF von der PR-Abteilung abonnieren, dass Scans und Links (Print und Online) zu relevanten Erwähnungen enthielt. Monitoring ist die Weiterentwicklung dessen. Das Netz wird nach relevanten Erwähnungen bestimmter Begriffe gescreent.

Vorteil(e): Es passiert in Echtzeit, es gibt eine Historie der Daten und man kann beliebige Suchkriterien anhand von ausgewählten Begriffen definieren. Erwähnungen zu bestimmten Themen, zu Wettbewerbern, zu Kundenerfahrungen.

Der finanzielle Aufwand ist der Tooleinsatz und der Arbeitsaufwand, dass Tool inital aufzusetzen und laufen zu betreuen. Ganz wichtig an der Stelle: Tooleinsatz allein bringt noch keine Erkenntnis. Unternehmen müssen im Einsatz mit Social Media Monitoring Tools

  • Suchkriterien anlegen und permanent verbessern,
  • Daten analysieren – sich damit auseinandersetzen,
  • Erkenntnisse an Abteilungen weitergeben (PR, Qualitätssicherung, Produktentwicklung, …) und
  • ggf. auf die Erkenntnisse reagieren.

 

Einsatzmöglichkeiten von Social Media Monitoring für Unternehmen

Die Einsatzmöglichkeiten der Tools ist vielfältig:

  • PR: Krisenradar
  • Community Management: Meinungsführer finden / Influencer Relations treiben
  • Marketing: Wettbewerbsvergleiche (Benchmarking) oder Kampagnentracking durchführen
  • Sales: Leads identifizieren
  • Kundenservice: Social CRM und (kritische) Themen identifizieren
  • Produktmanagement: Kundenfeedback „bekommen“, Verbesserungswünsche identifizieren
  • Innovationsmanagement: Trends erkennen

 

Relevanz von Monitoring für Unternehmen?

In meinem urspünglichen Beitrag zum Thema aus dem Dezember 2013 habe ich dazu noch Folgendes geschrieben: „Die Relevanz von Monitoring und damit die Frage „Kür oder Pflicht“ sollte jeder für sich selbst beantworten… Kleiner Tipp – schnell noch für 2014 das Budget überarbeiten ;-)“.

Mittlerweile ist, wie bei so vielen Themen in der digitalen Welt, der ursprüngliche Hype deutlich abgeflacht. Ja, Monitoring-Tools bieten hervorragende Möglichkeiten für Unternehmen. Die Möglichkeiten müssen sich jedoch mindestens mit den Fragestellungen oder der Zielsetzung des Unternehmens decken und zusätzlich bedarf es entsprechender Ressourcen, die Möglichkeiten auch auszunutzen.

Die Frage nach „Kür oder Pflicht“ muss also stets im Zusammenhang mit dem Anwendungsfall und den zur Verfügung stehenden Ressourcen beantwortet werden.

Eine Bewertung, ob ein Tool sinnvoll wäre, sollte auf jeden Fall basierend auf kostenlosen Social Media Monitoring Tools vorgenommen werden. Wir über mein Unternehmen oder meine Produkte überhaupt (schon) im Netz gesprochen?

 

Beispiele für Monitoring von Themen im Netz

Wir nutzen Social Media Monitoring ebenfalls, aber nicht nur für crowdmedia oder Kunden, sondern auch um Themen der Marketing-Welt zu ergründen. Zwei Beispiele dazu:

Schnell wird bei Kritik im Netz von Shitstorms gesprochen – Sven hat am Beispiel Barilla einmal analysiert, was heutzutage ein hohes Niveau an Diskussion im Netz bedeutet.

Ein weiteres Beispiel ist Wettbewerb. Beispiel Tatort mit Till Schweiger. These: Einsatz von Till Schweiger kostet die Tatort-TV-Produktion mehr als andere Schauspieler, das sollte sich ja dann auch rechnen in Form von Aufmerksamkeit und Einschaltquoten oder? Dies haben wir auch gemessen und analysiert. Das Ergebnis seht Ihr hier.

Die Auswertungen stammen übrigens aus dem Tool UMT Delta von UberMetrics Technologies aus Berlin.

Svenja Teichmann

Geschäftsführung

Svenjas Themen liegen in der Strategie sowie in der Entwicklung von Organisationen, damit sie die Potentiale der Digitalisierung nutzen können. Darum drehen sich auch ihre Blogartikel. Sie ordnet Trends ein, die ihr begegnen und lässt manchmal auch Dampf ab, wenn ein Thema ohne Sinn und Verstand zum Hype wird.

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