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50.000 Euro Bußgeld für Facebook Fanpage

von Benjamin am 22. August 2011 verfasst


Am 19.08 hat das Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein eine Pressemitteilung zu den Datenschutzlinien von Facebook herausgegeben. Diese hat zum Inhalt, dass das Einbinden von Social Plugins und das Erstellen von Facebook Fanpages rechtswidrig ist und mit einer Geldbuße von 50.000 Euro belegt werden kann.

Im Detail bedeutet es: Facebook protokolliert Nutzerdaten von angemeldeten Usern innerhalb von Facebook und außerhalb, wenn diese auf Webseiten die eingebundenen Social Plugins benutzen. So weit so klar und bisher jedem bewusst. Was viele allerdings nicht wissen, auch nicht angemeldete User werden von Facebook getrackt.

Dies passiert, wenn die Seite „Facebook.de“ aufgerufen wird oder wennn auf Seiten mit Plugins gesurft wird. Genutzt werden hierzu verschiedenste Cookies.

Das Tracking von Facebook erfolgt bei angemeldeten und nicht angemeldeten Usern über zwei Jahre, sobald sie mit Facebook in Kontakt getreten sind.

Der Unterschied zwischen angemeldet und nicht angemeldet:  

Bei angemeldeten Usern wird ein personifiziertes Userprofil angelegt, bei nicht angemeldeten Usern nur ein persönliches Datenprofil.

Kein User kann allerdings den genauen Umfang des Profils einsehen, auch nicht der angemeldete, da dies in den Richtlinien nicht auftaucht. 

 

Der zweite Punkt betrifft das Analysieren der eigenen Pages via Facebook Insights. Hier hat jeder Seiteninhaber die Möglichkeit detaillierte Informationen mittels Facebook über die User seiner Seite zu erhalten und dies ohne ihre Zustimmung.

Zusammengefasst bedeutet es: Jedes Social Plugin wie Kommentar oder Like-Button, sowie das Betreuen einer eigenen Fanpage ist laut Datenschutz unzulässig und kann ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen.

Das Thema ist sehr komplex und im Einzelnen hier nur schwer aufzuführen. Bereits existierende und detailliertere Erläuterungen zum Thema findet ihr hier.

 

P.S. Hier auch schon der erste Lösungsvorschlag des Rechtsanwalts Christian Solmecke von der Kölner Medienrechts-Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE:

“Nicht nur für Webseitenbetreiber in Schleswig-Holstein besteht jetzt dringender Handlungsbedarf. Wer den Facebook-Gefällt-mir-Button weiter nutzen will, muss ihn auch technisch rechtswirksam einbinden. Die einzig mögliche Einbindung sieht derzeit wohl so aus, dass der Gefällt-mir-Button zunächst ohne Funktionalität als reines Bild auf einer Webseite eingebunden wird. Erst mit dem Klick auf dieses Bild wird dann der eigentliche Like-Button mit seiner vollen Funktionalität nachgeladen. Eine solche technische Einbindung führt dazu, dass die Nutzerdaten nicht per se an Facebook übertragen werden. Vielmehr aktiviert der Nutzer die Übertragung bewusst selbst. Er hat dann auch vorher die Möglichkeit, die dazugehörige Datenschutzbestimmung zur Kenntnis zu nehmen und sich genau zu überlegen, ob er den Button aktivieren möchte oder nicht. Ein Muster für eine solche Datenschutzbestimmung ist auf der Seite

http://www.wbs-law.de/internetrecht/muster-datenschutzerklaerung-facebook-like-button-5712/ zu finden.”(Quelle: http://www.wbs-law.de/internetrecht/facebook-button-abschalten-sonst-strafe-ra-solmecke-bietet-alternative-zum-datenschutz-wahn-11377/)

Aktuell: Rechtsanwalt Niko Härting aus Berlin findet wiederum angeblich rechtswidriges Vorgehen bei dem Landeszentrum für Datenschutz Schleswig Holstein. Das PDF dazu findet ihr hier.

 

Benjamin Grabbe

Extern

Ben ist passionierter a cappella Musiker, das prägt natürlich auch seinen Blick auf Social Media. Wieso das so ist, weiß nur Sven, denn von ihm stammt dieser Satz;-). Im Job ist er immer nah am Kunden und berichtet daher über Tools und Erfahrungen.

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