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explainity – der Erklärbär auf Youtube

von Wilko am 20. Februar 2013 verfasst


1. Was tut explainity genau? Können Sie das kurz beschreiben?

explainity entwickelt Maßnahmen, Strategien und Werkzeuge zur Komplexitätsreduktion. Die meisten entwickelten Tools sind bewegtbildbasiert und erklären komplizierte Sachverhalte in kurzen Videoclips in einfacher Legetrick-Technik in 2-4 Minuten.

2. Wer hatte die Idee und wie ist daraus eine Firma geworden? Skizzieren Sie doch bitte kurz den Weg bis heute.

Die Idee wurde schon während meiner Mitarbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Moving Image Lab des Innovations-Inkubators der Leuphana Universität Lüneburg eingebracht und dort auf nicht-kommerzieller Basis im Rahmen des „explainity education projects“ getestet. Ziel war und ist es komplexe Phänomene für Jedermann verständlich darzustellen und damit eine Übsersetzungsleistung für die tägliche Nachrichtenflut anzubieten. Seit April 2012 ist explainity, ein junges Start-up mit Sitz in Lüneburg, am Markt. Die Dienstleistungen werden mittlerweile auch für kommerzielle Kunden, die erklärungsbedürftige Produkte haben, angeboten. Dieses Angebot ist jedoch unabhängig vom „explainity education project“.

3. Wie viele Menschen arbeiten aktuell bei Ihnen und welche Qualifikationen haben diese? Was müssen Mitarbeiter bei Ihnen mitbringen? Sind es eher Designer oder Sozialwissenschaftler – oder eine Mischung?

explainity beschäftigt derzeit 4 Festangestellte und ca. 6 freie Mitarbeiter. Das Team und die Qualifikationen sind sehr heterogen und breit gefächert. Zur Zeit arbeiten insbesondere folgende „Fachrichtungen“ bei explainity: Sozialökonom, Kulturwissenschaftler, Medienpädagogen, Sozialpädagogen. MitarbeiterInnen müssen vor allem einen unverstellten Blick, Kreativität und viel Neugierde mitbringen. Sich in ein komplett fremdes Themengebiet einzuarbeiten sollte einem Spaß machen. Man sollte vor allem „Experte fürs Nicht-Wissen“ sein, so kann man sich am ehesten einem komplexen Sachverhalt unvoreingenommen nähern. Und natürlich sollte man auch ein Teamplayer sein mit einer hohen Affinität zu digitalen Medien. Schnitterfahrung ist ebenfalls von großem Vorteil.

4. Sie haben ja einen Youtube-Kanal mit mehr als 12.000 Abonnenten. Ist Youtube ihr wichtigster Kanal, in den die meiste Arbeit fließt? Oder landen dort „nur“ die Videos und die Interaktion findet woanders statt, bspw. auf Facebook oder Twitter?

YouTube ist unser Kanal mit der höchsten Reichweite. Zusätzlich haben wir noch einen englischsprachigen Kanal mit knapp 1.000 Abonnenten. Die Kommunikation findet sowohl auf YouTube, vermehrt jedoch auf Facebook statt. Insbesondere halten wir es für wichtig, sich mit den Usern auf Augenhöhe zu bewegen und die Möglichkeiten des Social Webs auch als „Rückkanal“ zu nutzen. Zusätzlich betreibt explainity seit Januar diesen Jahres eine Kooperation mit Zeit Online, die u.a. auch die Videos bzw. Drehbücher gegenchecken und die Videos bei Bedarf auch bei Zeit Online veröffentlichen.

5. Was war das erfolgreichste Video bisher? Und was denken Sie, warum?

Das erfolgreichste Video war bisher „Euro-Krise“ einfach erklärt. Dieses wurde mit ca. 172.000 Views am häufigsten angeschaut. Die englischsprachige Version schaffte es auf 122.000 Views. Unter anderem wurde der Clip auch bei CNN International in den Hauptnachrichten gezeigt. Des Weiteren schaffte der Clip es bis ins (YouTube-zensierte) China, wo das mit Untertiteln versehene Video es binnen 24 Std. auf mehr als 300.000 Views brachte.

Ebenfalls erfolgreich war der Clip „Rating-Agenturen einfach erklärt“, der unter anderem mit dem Deutschen Wirtschaftsfilmpreis 2011 und dem Deutschen Webvideopreis 2012 ausgezeichnet wurde.
Wirtschafts- und Finanzthemen mit politischem Bezug erfreuen sich besonders hoher Beliebtheit. Weil insbesondere durch die täglichen Nachrichten die Menschen (und wir natürlich auch) nicht mehr mitkommen, was eigentlich passiert. Dann die komplizierten Sachverhalte zu abstrahieren und in eine Story einzubinden, um es verständlich zu machen ist unser Ziel.

6. Wie läuft die Planung für ein Video normalerwieise ab? Und wie lange dauert eine Produktion?

Jeder Clip durchläuft einen 17-stufigen Prozess. Von der ersten Idee (die häufig von Usern eingebracht wird), über die Planung, bis zur Realisierung und schließlich zur Produktion und Post-Produktion. Die Dauer der Produktion ist sehr unterschiedlich und hängt stark von dem jeweiligen Thema ab. Die eigentliche Produktion geht verhältnismäßig zügig, die Vorarbeiten, Recherchen und Konzeption dauern hingegen recht lange. Man kann sagen, dass ein Clip in der Regel 60 bis 200 Stunden benötigt.

Vielen Dank für das Interview!

Wilko Steinhagen

Extern

Als Channel und Content Experte ist Wilko ist mit seinen journalistischen Wurzeln unser Mann, wenn es um redaktionelle Arbeit und redaktionelle Prozesse geht. Sein Wissen setzt er in Kundenprojekten um und teilt es als Seminarleiter mit den Teilnehmern unserer Social Media und Content Marketing Seminare.

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