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Instagram – das neue Facebook?

von Kim-Jasmin am 26. August 2014 verfasst


Was ist Instagram? – Zahlen und Fakten

Instagram wurde 2010 veröffentlicht, Facebook erkannte das Potenzial und kaufte die Microblogging-Anwendung 2 Jahre später. Es gibt 3 wesentliche Funktionen die Instagram ausmachen. Zum einen kann der Nutzer seine Fotos mit derzeit 19 verschiedenen Filtern verfremden und entweder mit der Welt teilen oder nur mit ausgewählten Followern. Dann gibt es die Möglichkeit ein höchstens 30-sekündiges Video hochzustellen und wenn der Inhalt nicht für die Öffentlichkeit gedacht ist, kann man seit Kurzem das Foto oder Video per Instagram Direct an bestimmte Follower schicken. Optisch kennzeichnet sich Instagram durch die blau-weiße Aufmachung und durch das Instagram-Logo, welches sich an die Kodac Instamatic und Polaroid-Kameras orientiert. Das ist ebenfalls der Grund, warum der Content ausschließlich in quadratischer Form geteilt werden kann. Instagram hat derzeit um die 220 Millionen Nutzer und davon sind täglich 76 Millionen aktiv. 60 % der Nutzer sind außerhalb der USA registriert, darunter 3,1 Millionen in Deutschland und es sind definitiv die jüngeren Internet-Nutzer bis 29 Jahre, bei Instagram aktiv sind.

Warum Instagram?

Es ist die einfache Bedienung und die Übersichtlichkeit der App, die mich überzeugt hat. Instagram hat es geschafft die verschiedenen Funktionen rund um Foto und Video zu bündeln und simpel umzusetzen. Eine weitere wichtige Eigenschaft, die ich bisher an Instagram geschätzt habe, ist der Umgang mit Werbung. In meinen „Neuigkeiten“ kriege ich nichts zu sehen was ich nicht selber ausgewählt habe. Wobei da auch mein einziger Negativpunkt wäre: Ende 2013 wurde der erste Post zu Werbezwecken von der Marke „Michael Kors“ im Feed der US-Nutzer platziert. In Zukunft sollen vermehrt Sponsored Ads von ausgewählten Unternehmen, die mit Instagram zusammenarbeiten, in den „Neuigkeiten“ der Nutzer auftauchen (André schrieb jüngst darüber). Ein Mehrwert soll den Nutzern gegeben werden, in dem Instagram auf bereits vorhandene Daten der Nutzer auf Facebook zurückgreift. Meiner Meinung nach ist das kein Mehrwert, sondern einfach nur lästig. Wenn ich ein anderes Soziales Netzwerk als Facebook benutze, dann möchte ich auch nicht, dass mich meine Aktivitäten auf Facebook in ein anderes Soziales Netzwerk verfolgen, vor allem nicht zu Werbezwecken. Einen kleinen Lichtblick gibt es allerdings: Der Nutzer kann die gesponserten Fotos und Videos auch verbergen.

Warum lieber Instagram und nicht Facebook?

Ganz klar: Ich verwende lieber Instagram als Facebook. 
Für Instagram spricht, dass es ein neues Soziales Netzwerk ist. Es ist übersichtlich, sieht cool aus, immer mehr Freunde registrieren sich und ich werde nicht mit Werbung überhäuft. Gegen Instagram spricht, dass die Seite im Web mangelhaft umgesetzt ist. Da hat man auch den wichtigen Unterschied zwischen Instagram und Facebook. Instagram war von Anfang nur als App für Smartphones konzipiert. Facebook ist daher im Vorteil, sobald man am PC oder Laptop sitzt. Da man aber eher das Smartphone die ganze Zeit bei sich hat, ob zu Hause oder eben unterwegs, bevorzuge ich Instagram. Ich denke das, was Facebook in seinen Anfängen von den anderen Sozialen Netzwerken abgehoben hat, ist jetzt dasselbe, was es zu Zeiten von Smartphones unattraktiver macht. Facebook war damals für mich, als ich mich registrierte, die simplere und umfangreichere Alternative zu MSN. Ich konnte viele Bilder mit mehr als einem Freund teilen, ich konnte längere Status Updates vornehmen, chatten und was neu war: das Kommentieren und Liken von Beiträgen – und das alles auf einer Seite. Mit einem kleineren Bildschirm und ohne extra Tastatur ist es eher lästig, wenn man alles in einer App macht.
Überblickend nutze ich persönlich Instagram um meine Fotos mit Freunden und Familie zu teilen, Outlook für die außerschulische Kommunikation mit meinen Lehrern oder für Bewerbungen jeglicher Art, YouTube für die Videos, Facebook ist inzwischen zu meiner persönlichen Zeitung geworden, denn größtenteils komme ich über Facebook an die Artikel verschiedener Zeitungen. Auf Twitter bin ich seit Langem nicht selber aktiv, aber wenn ich etwas Neues über bestimmte Schauspieler, Musiker, Marken oder auch Politiker aus erster Hand erfahren möchte, dann ist Twitter die erste Anlaufstelle. Snapchat ist für mich pure Unterhaltung, so eine Art chatten mit Fotos. Für das Chatten selber bleibt Whatsapp natürlich die Nummer eins.

Instagram – „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“

Laut Global Web Index hat Facebook zwar weiterhin die meisten aktiven Nutzer, allerdings liegt Instagram beim Wachstum erstmals vorne. 23 % Wachstum konnte Instagram zwischen dem 2. und 4. Quartal 2013 verbuchen. Tatsächlich kann ich diesen Trend für mein Umfeld bestätigen. Immer mehr Familienmitglieder, Freunde, Mitschüler und Bekannte treten Instagram bei. Teilweise deaktivieren sie ihre Facebook-Accounts, weil sie es fast gar nicht mehr verwenden. Was mir bei der Art der Nutzung aufgefallen ist: Instagram wird inzwischen so genutzt wie Facebook, als es gerade an Beliebtheit gewonnen hatte. Es werden Fotos hochgestellt, die ein bestimmtes Bild von dir abgeben sollen, überwiegend wird Rückmeldung erwartet in Form von Follows, Likes und Kommentaren. So wie früher auf die Anzahl der Freunde geschaut wurde, wird jetzt auf die Anzahl der Follower geschaut. Dabei nimmt ein großer Teil auch in Kauf dass die ganze Instagram-Community Fotos aus dem Privatleben sehen kann, wenn sie denn nur deinen Nutzernamen kennt. Und die, die keinen Wert darauf legen wie viele Follower sie haben, stellen sicher, dass genau diese Haltung bei einem Blick auf ihr Profil rüber kommt. Kurz gesagt: Instagram ist ein einfacheres Mittel für die Selbstdarstellung, als es Facebook gewesen ist. Für mich ist Facebook nicht mehr das wichtigste soziale Netzwerk. Instagram ist nämlich das neue Facebook.

Kim-Jasmin Kirchoff

Projektmanagerin

Auf unserem Blog widmet sich Kim vor allem Themen der Organisation, Unternehmensentwicklung, Wertschöpfung und des Lead Managements. Dabei nimmt sie gern eine kritische Perspektive ein und betrachtet die Dinge aus einem neuen Blickwinkel.

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