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Mobile Recruiting via Messenger

von Jasmin am 7. November 2016 verfasst


Messenger sind die am häufigsten genutzten Mobile Apps. Als erstes mag man an WhatsApp und den Facebook Messenger denken, doch es gibt noch weitere vielfältige Angebote wie Snapchat, Telegram, WeChat usw. Klar, dass diese neue Art der Kommunikation auch den Marketern nicht entgangen ist. Doch nicht nur für das Thema Verkaufsförderung sind die Messenger relevante Plattformen, sie bieten auch dem Bereich des Mobile Recruitings ganz neue Möglichkeiten.

Warum Mobile Recruiting via Messenger?

Pluspunkt des Messenger Marketings ist ganz klar die bereits angesprochene Verbreitung von Messengern in Deutschland, aber auch auf der ganzen Welt. Gleichzeitig ist die Akzeptanz mobiler Endgeräte heute eine ganz andere als noch vor einigen Jahren. Außerdem nimmt die Beliebtheit anderer Plattformen wie Facebook ab – immer weniger junge Nutzer registrieren sich dort. Das Zielgruppenverhalten ändert sich also und Unternehmen sind gezwungen sich diesem Verhalten anzupassen, wenn sie die Zielgruppe auch weiterhin erreichen wollen.

Vom Social Recruiting über Mobile Recruiting zum Messenger Recruiting!

Weiteres Potenzial steckt im Dialog zwischen Kunden und Unternehmen. Das Unternehmen kann unmittelbar auf direkte Fragen antworten, eben einfach über seine Messenger-App. Aber ist das nicht genau dasselbe Prinzip wie beim guten alten E-Mail-Marketing? Naja, E-Mail von Nutzern werden oft erst einmal mit Antwortmails à la „donotreply@xyz.de“ abgetan. Von einem zeitnahen Dialog kann also kaum die Rede sein. Gerade wenn es um Bewerbungen geht, komm die Antwort meist erst nach einigen Wochen, wenn überhaupt. Im Unternehmen müssten folglich entsprechende Ressourcen bereit gestellt werden, um diese Chat-Gespräche, am besten in Echzeit, mit den Kunden führen zu können.

Die verkürzte Bewerbungszeit stellt gleich einen Nutzen für beide Seiten dar. Für das Unternehmen sorgt eine kurze Bewerbungszeit dafür, dass auch für kurzfristig zu besetzende Stellen schneller ein passender Kandidat gefunden wird. Hinzu kommt, dass sich die Zahl der Bewerbungen höher ist. Je einfacher es einem potenziellen Mitarbeiter gemacht wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass dieser sich tatsächlich bewirbt. Zeugnisse Scannen und dicke Mappen anfertigen gehört damit für Bewerber der Vergangenheit an.

Daimler does it right.

Daimler hat das Potenzial der Messenger für das Mobile Recruiting bereits Ende Februar 2015 entdeckt. Mobile RecruitingDas Unternehmen erstellte eine WhatsApp-Gruppe für alle Interessenten eines Traineeprogramms im Bereich Corporate Communications. Bekannt gemacht und erklärt wurde diese Aktion bereits einige Tage zuvor auf Facebook und und Twitter. Im Gruppenchat selbst stellte sich dann eine damals aktuelle Trainee bei Daimler, gemeinsam mit einem Moderator, den Fragen der Interessenten. Die Trainee teilte außerdem Einblicke in ihren Arbeitsalltag durch regelmäßige Bilder. Allgemeine Fragen zur Ausbildung bei Daimler wurden im Privatchat mit dem Moderator detailliert beantwortet. Weitere Details zur Kampagne sowie Screenshots aus der damaligen WhatsApp-Gruppe, findest du hier.

Leider konnten insgesamt nur 100 Interessenten an dieser Aktions des Unternehmens teilnehmen, da WhatsApp damals keine größeren Gruppen zuließ. Eine solche Mobile Recruiting Kampagne ist authentisch und wirkte durch die Wahl eines Messengers, den man sonst eher zur privaten Kommunikation nutzt, sehr persönlich.

Stepstone macht sein eigenes Ding.

Ein relativ neuer Messenger ist der StepStone Job Messenger – wie der Name schon sagt, extra ausgelegt auf Recruiting. Ein Link, der zur App führt, kann seit Ende Oktober 2016 ohne zusätzliche Kosten in Stepstone-Stellenanzeigen zur Kontaktaufnahme mit dem für die Anzeige zuständigen Recruiter eingebunden werden.

Mobile RecruitungBeim erstmaligen Aufrufen des Links über ein mobiles Gerät, wird der Interessent aufgefordert, die App für sein Smartphone zu downloaden und sich anschließend zu registrieren. Eingabe der aktuellen Tätigkeitsbeschreibung sowie die Angabe des aktuellen Arbeitgebers stellen Pflichtfelder dar. Anschließend kann der Nutzer jederzeit den Messenger nutzen. Dieser ist jedoch nicht für Bewerbungen gedacht, sondern für Rückfragen.

Auch Recruiter müssen die App auf einem Smartphone installieren. Es gibt einen Unternehmensaccount, der die Nachrichten an das Unternehmen sammelt und auch für weitere Recruiter zugänglich macht. Geplant ist zudem eine Spiegelung des Smartphone-Chats auf den PC der Recruiter, vergleichbar z. B. mit WhatsApp Web.

Vorteil hier ist, dass der Messenger ausschließlich für berufliche Zwecke gedacht ist und somit privates und berufliches strikt getrennt bleibt. Allerdings ist dieser Messenger lediglich zur reinen und schnellen 1:1-Kommunikation geeignet und nicht für kreative Kampagnen à la Daimler.

Bots sind die Zukunft.

Während der letzten F8 Developer Conference kündigte Facebook grundlegende Neuerungen an, um es seinen Nutzern noch einfach zu machen, mit Unternehmen in Kontakt zu treten – Chat Bots sollen die Kommunikation revolutionieren.

Mobile RecruitingChat Bots sind Anwendungen, die wie Menschen reagieren, Fragen beantworten und Hilfestellung leisten, indem sie Texte, Bilder, Links oder Videos versenden. Der Nutzer hat also das Gefühl mit eine Unternehmen einen Dialog zu führen, während das Unternehmen Ressourcen spart.

Ein Anwendungsbeispiel aus Deutschland stellt die Job-Suchmaschine JOBmehappy. Interessenten können dem Unternehmen über den Facebook Messenger eine konkrete Anfrage stellen, z.B. „Ich suche einen Job Bereich Kommunikationsmanagement in Hamburg“, woraufhin der Bot dann verschiedene Angebote an den Interessenten sendet.

Leider sind solche Chat Bots aktuell noch zu oft mit Fehlern belastet und bedürfen einem initialen hohen Zeit- und Kostenaufwand. Doch auch diese Technik wird immer weiter ausreifen und in Zukunft gang und gäbe sein.

Jasmin Spitzer

Jasmin Spitzer

Werkstudentin

Durch ihr Studium in Medienwirtschaft, Journalismus und Kommunikationsmanagement vereint Jasmin das gewisse Knowhow im Bereich Online-Kommunikation und die Leidenschaft des Schreibens. Auf unserem Blog teilt sie ihr Wissen und ihre Gedanken über Basics und Neuheiten des Content Marketings als ihr Spezialgebiet.

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