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Website & Social Media richtig vernetzen

von Dennis am 26. Juni 2014 verfasst


Website & Social Media richtig vernetzen = Social Media Optimierung?

Ich muss sagen, dass ich, als ich den Begriff Social Media Optimierung (SMO) zum ersten Mal las, selbst anders interpretiert habe, als er zumindest nach Wikipedia gemeint ist. Social Media Optimierung hat nämlich grundsätzlich zwei verschiedene mögliche Bedeutungen.

  1. Entweder kann damit die Optimierung einzelner Social Media Kanäle gemeint sein, wie ich zunächst auch angenommen hatte, oder
  2. eben die Optimierung einer Website in Hinblick auf Social Media beziehungsweise die sich daraus ergebenden Möglichkeiten.

In diesem Fall soll es um die letztere Auslegung gehen, also darum, Website & Social Media richtig zu vernetzen. Wir wollen uns angucken, was es technisch, aber auch inhaltlich für Möglichkeiten zur Social Media Optimization auf unserer Website gibt.

Sollte jemand hier landen, der eigentlich lieber mehr zur Optimierung eines bestimmten Social Media Kanals erfahren wollte, ist das natürlich auch kein Problem, da wir hier im Blog schon mehrfach auf die gezielte Optimierung einzelner Kanäle eingegangen sind (zuletzt ging es beispielsweise um die optimale Nutzung von Pinterest).

 

Website & Social Media richtig vernetzen – Das sind die technischen Möglichkeiten

Technik bei der SMO ist in vielen Bereichen echte Grundlagenarbeit, die, (fast) egal was man inhaltlich macht, jeder leisten (lassen) sollte. Sie bietet Gelegenheiten, um Vertrauen bei Interessenten zu schaffen, sich zusätzliche Reichweite zu verdienen und sogar ein Stück weit Suchmaschinenoptimierung zu leisten. Wer bei dem letzten Punkt spontan einen Sturm der Entrüstung lostreten will: Die Erklärung folgt später.

Social Share Buttons

Die wohl naheliegendste Maßnahme ist die Einbindung von Social Share Buttons. Sie erlauben es einem Nutzer, einen Beitrag von einer Website schnell und einfach in einem sozialen Netzwerk zu teilen. An diesem Punkt ist es spannend, sich mit den psychologischen Motiven zu beschäftigen, die hinter dem Teilen eines Beitrages stehen. Die New York Times hat da vor einiger Zeit eine ganz schicke Studie zu dem Thema hingelegt und die Ergebnisse leicht verständlich zur Verfügung gestellt.

Es gibt Social Share Buttons in den verschiedensten Formen: Als Plugin, Einzeln oder im „Großpaket“ und das für Websites oder auch die verschiedenen CMS sowie als Code-Schnipsel direkt vom Netzwerkbetreiber.  Das Design kann dabei durchaus sehr unterschiedlich ausfallen, aber eine zu große Abweichung von den Standards sollte man zunächst ausgiebig testen, bevor man sie nur noch nutzt. Die Themen Wiedererkennungswert und auch Vertrauen („Soll ich da wirklich drauf klicken?“) spielen hier eine Rolle.

Nicht vergessen werden sollte auch die immer stärker werdende mobile Nutzung des Internets. Hier macht es Sinn, auf entsprechende Möglichkeiten bei den Social Share Buttons zu achten, die den gewandelten Anforderungen Rechnung tragen. Seiten wie Buzzfeed oder The Daily Dot machen es vor, wenn man einmal die etwas aufdringlichere Variante ausprobieren möchte.

Social Media Meta-Tags

Damit ein geteilter Beitrag – beziehungsweise eine geteilte Website – in den verschiedenen sozialen Netzwerken gut aussieht, braucht es eine Handvoll an Meta-Tags. Gut aussehen bedeutet dabei, dass der richtige Titel, das gewünschte Bild und auch die eine oder andere weitere Information erfolgreich ausgelesen werden können. Meta-Tags können, wie vielleicht schon durch andere Anwendungsfälle (z. B. Meta Description) bekannt, bestimmte Informationen auf einer Website für eine Maschine einfacher und verständlicher machen. Die Netzwerke sind in den meisten Fällen sehr flexibel und können mit verschiedenen MarkUps umgehen. Bei Facebook heißen diese Tags beispielsweise Open Graph Tags und sind im Prinzip nichts anderes, als die bekannten MarkUps von schema.org. Google+ kann mit allen Varianten umgehen. Kleiner Tipp für Facebook: Der Debugger kann helfen, Probleme schnell ausfindig zu machen.

Die richtigen Maße für Bilder in Social Media

Jeder, der selbst regelmäßig Beiträge auf verschiedenen Social Media Kanälen postet, weiß, dass Bilder aufmerksamkeitsstärker als so ziemlich alle anderen Maßnahmen zur Optimierung eines Postings sind. Ähnlich bekannt dürfte die Problematik mit den richtigen Abmessungen für Bilder in den unterschiedlichen sozialen Netzwerken sein. Wählt man ein Bild zu klein oder mit dem falschen Seitenverhältnis, wird das Potential nicht voll ausgeschöpft. Ärgerlich. Diese Problematik sollte natürlich auch für den Fall bedacht werden, dass Websiten-Besucher auf die verrückte Idee kommen, euren Inhalt zu teilen. Auch dabei sollte man nichts verschenken. Da man das ja im Optimalfall aber sowieso schon bei der Einbindung der Bilder auf der Website mitbedacht hat, hat man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. War das bisher nicht der Fall, wird er es hoffentlich zukünftig bei euch sein. Damit das etwas einfach wird, schnappt euch einfach dieses Cheat-Sheet, dass euch die aktuellen optimalen Maße für Bilder in allen größeren Social Networks verrät. Aber nicht vergessen: Die Maße können sich ändern.

Die „Like-Box“ und „Dein Freund XY empfiehlt“

Vertrauen ist wichtig. Das eines Websitebesuchers zu gewinnen, der aus der Google-Suche auf deine Seite kommt zu gewinnen, ist jedoch nicht immer einfach. Helfen kann es, wenn er zum Beispiel durch eine Facebook Like-Box erfährt, dass schon einige seiner Freunde das, was Du machst, für gut befunden haben und Dir deshalb ein Like gegeben haben. Viel bessere Maßnahmen, um bei einem bisher Unbekanntem im Internet erstes Vertrauen aufzubauen gibt es eigentlich nicht. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass immer wieder spekuliert wurde, ob Google solche Social Signals nicht auch als Ranking-Faktor in den Suchergebnissen nutzt. Sinn machen würde es sicherlich, aber es gibt eben auch einige Probleme dabei. Die Social Signals sind immer noch relativ leicht zu manipulieren (egal, ob einfach nur Likes oder auch Shares) und Google hat schlichtweg keinen direkten Zugriff auf die Daten von Facebook und Twitter. Ein Argument, dass mich zumindest im Moment an die Aussage von Google glauben lässt, dass Social Signals keinen Ranking Faktor darstellen.

Technische Social Media Optimierung und SEO

Eingangs hatte ich aber schon angekündigt, dass ich durchaus auch Anknüpfungspunkte bei der SMO zum Thema SEO sehe. Es sind sogar zwei Stellen. Die eben angesprochenen Social Signals, können zwar nicht direkt von Google ausgelesen werden, aber zumindest alle öffentlichen Postings stehen auch Google zur Verfügung. Sagen wir es so: es würde mich schon sehr wundern, wenn der Konzern daraus nichts macht.

Der zweite Punkt ist die Verknüpfung von Beiträgen mit dem eigenen Google+ Profil. Wir sind wohl nach wie vor noch ein Stück vom viel beschworenen Author-Rank entfernt, aber die Verknüpfung kann wenigstens langfristige Vorteile beim Thema Suchmaschinenoptimierung mit sich bringen. Macht man alles richtig (wie es geht habe ich schon vor einer Weile in diesem Artikel beschrieben) besteht zumindest die Chance, dass neben den eigenen Beiträgen in den Google Suchergebnissen auch das eigenen Google+ Avatar Bild auftaucht. Das hat in vielen Fällen positive Auswirkungen auf die CTR, eine gesteigerte CTR wirkt sich positiv aufs Ranking in den SERPs aus und so schließt sich über einige kurze Umwege der Kreis. Google hat an der Abbildung einzelner Autoren auf den Suchergebnisseiten recht zeitnah geschraubt: Die Profilbilder in den SERPs sind verschwunden. Allerdings bleibt die Autorenverknüpfung bestehen und auch wenn es den bereits angesprochenen Author-Rank (noch) nicht gibt, darf zumindest davon ausgegangen werden, dass Google durchaus in der Lage ist die Relevanz eines Autoren für ein bestimmtes Thema zu bestimmen. Wie stark davon tatsächlich schon Gebrauch gemacht wird, kann ich natürlich nicht mit Sicherheit sagen. Schaden tut die Verknüpfung aber mit Sicherheit nach wie vor nicht.

 

Website & Social Media richtig vernetzen – die inhaltliche Ebene

Nachdem es nun recht ausführlich um einige technische Möglichkeiten zur SMO ging, sollten wir auch noch über etwas anderes sprechen, dass meines Erachtens bei derartigen Überlegungen nicht immer genügen Aufmerksamkeit erhält: Der Inhalt.

Die Leser durch SMO besser erreichen

Dass Texte gut lesbar, das heißt vernünftig strukturiert (Absätze, Zwischenüberschriften, wenn möglich passende Bilder) sein sollten, setze ich an dieser Stelle einfach mal als gemeinsame Basis voraus. Spannend wird es aber, wenn wir uns noch ein Stück weiter vom „Handwerk“ entfernen. Die oben verlinkten Ergebnisse der NYT Studie sollten spätestens jetzt noch einmal aufgemacht und gelesen werden, den das sind wertvolle Hinweise, die jeder für seine eigenen Inhalte nutzen kann. Sie zeigen Möglichkeiten auf, um Leser auf verschiedenen Ebenen zu erreichen. Die dargestellten Motive von Menschen um etwas zu teilen, haben sicherlich auch Schnittmengen, aber es gibt klare Möglichkeiten, um unterschiedliche Typen von Menschen etwas gezielter zu erreichen. Wie das jeweils am Besten funktioniert, muss man schlicht ausprobieren, aber ein bisschen Nachdenken sollte helfen da vielversprechende Ansätze aufzutun.

Um das jetzt aber nicht ganz ohne konkreten Tipp stehen zu lassen: Wer eine klare Position bezieht und einen meinungsstarken Beitrag verfasst, kann im Normalfall mit einer gesteigerten Resonanz rechnen. Dabei sollte aber bedacht werden, dass diese genau so wahrscheinlich nicht nur positiv ausfallen wird. Schafft man es darüber hinaus noch, Emotionen bei seinen Lesern zu wecken, ist man noch einen Schritt weiter. Und nur damit wir uns verstehen: Das soll jetzt nicht heißen, drückt ordentlich auf die Tränendrüsen. Das kann zwar auch mal angebracht sein und passen, ist aber eigentlich in erster Linie nicht gemeint. Viel besser ist es, das Problem des Lesers zu erkennen und ihm einen Lösungsweg aufzuzeigen. Die Königsdisziplin ist es, ihm zu zeigen, dass er überhaupt ein Problem hat.

Inhaltliche Social Media Optimierung – der Titel

Wie viel ein Titel gerade im Social Media Bereich ausmachen kann, sollte eigentlich jedem klar sein – spätestens seit dem großen (mittlerweile vergangenem) Erfolg von heftig.co. Mir persönlich ist das ein bisschen zu viel des Guten gewesen, aber es scheint einfach zu ziehen. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass eine optimaler Titel auch ohne den heftig-Stil einen gewaltigen Unterschied gegenüber einer lieblosen Variante macht. Wer Interesse daran hat, zu testen, was sich in Sachen Titel machen lässt und WordPress nutzt, könnte mal einen Plugin-Test durchführen, den ich auch spannend finden würde. Headlines kostet 99$ und ermöglicht auf sehr simple Weise unterschiedliche Titel gegeneinander zu testen. Versprochen werden innerhalb von 60 Tagen 20% mehr Traffic, sonst gibt’s das Geld zurück. Na klar ist das Marketing, aber durchaus auch eine Ansage.

Ich hoffe der kleine Überblick zum Thema Social Media Optimierung hat euch geholfen. Sollte ich einen Bereich vergessen haben, gebt gerne in den Kommentaren Bescheid, dann wird nachgelegt!

Dennis Virkus

Extern

Dennis war von Anfang 2013 bis zum Sommer 2014 bei crowdmedia als Junior Projektmanager tätig. Er hat sich in dieser Zeit vor allem mit Themen rund um das Online-Marketing und der dahinterstehenden Technik beschäftigt.

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