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Stefan Raabs absolute Mehrheit – verschenkte Potentiale in Social Media

von Sven-Olaf am 18. November 2012 verfasst


Second Screen ist aktuell eines meiner Lieblingsthemen. Für die Medienbranche dürfte es  ebenfalls von unendlich hoher Relevanz sein, sollte man meinen.
Im Hause Pro7 wird das vielleicht, aber vielleicht auch nicht so gesehen wenn man mal einen Blick auf das neue Talkformat von Stefan Raab schaut. Einerseits versucht man mit Pro7 Connect den 2nd Screen aktiv anzugehen andererseits wurde bei Raab wenig bis gar nichts getan, um das Thema zu beleben. Und auch heute, parallel zu Twilight, sind gerade mal 220 Leute eingeloggt, während ebenso die Diskussion auf Twitter läuft.

Auf Twitter wurde fröhlich diskutiert, der offizielle Account schwieg aber weitestgehend, außer freundlichen Antworten auf die Frage nach dem offiziellen Hashtag. 11 (!!!!) Tweets am Tag der ersten Sendung – das ist erschreckend wenig.

Auch auf Facebook zeigt man sich verhalten aktiv. So gab es die Fanpage natürlich im Vorfeld und sie wuchs auch parallel zur Sendung ganz ordentlich, aber Community Management? Fehlanzeige. Und jetzt auch eine erstmal gesperrte Facebook Pinnwand.

Das klingt nach genau dem Phänomen, das Thomas Knüwer in seinem Artikel zum Zeitungssterben so schön beschrieben hat: die Medien wollen vom Kunden gelesen oder in diesem Fall gesehen werden, reden wollen sie aber nicht mit ihm. So wird denn auch die Frage „ob denn die NPD mal ran dürfe“ nicht aktiv beantwortet.

Ob man denn mit Vertretern der NPD auf Facebook reden möchte oder gar muss, kann diskutiert werden. Es sollte aber zumindest eine Reaktion in irgend einer Weise erfolgen. Das tat es nicht. Insgesamt also ein schwaches Bild.

Trotzdem fand natürlich eine parallele Diskussion auf Twitter statt und zwar nicht zu knapp. Sollte man den TV-Verantwortlichen mal den Tipp geben, dass das bei fast jeder halbwegs spannenden Talkrunde mittlerweile der Fall ist? Das erfreuliche daran ist, dass es nicht mehr in der Hand der Medien liegt sondern in der Hand der User.

Tägliche Treffer #raab und #absolutemehrheit

Spannend finde ich hier, dass auf dem neuen Format bei Twitter mehr Buzz war als auf dem Pro7 Flaggschiff „Schlag den Raab“ gut eine Woche später. Das Format wird doch in den Quoten immer noch ganz gut gehandelt. Trotzdem kann es auf Twitter gerade mal etwa 50% der Treffer aufweisen, die ein Tatort hat.

Und so wurde auf Twitter dann im Schwerpunk inhaltlich vor allen gefacepalmed, augen-gerollt und gemosert, ob des niedrigen Niveaus. Rant par excellence. Und auch ein Hinweis darauf, dass Social Media immer noch nicht der 1:1 übernehmbare Seismograph der Volksmeinung ist (da ist die Bild Zeitung vermutlich weiterhin deutlich geeigneter).

Schön zusammengefasst von @aimante, in Summe war das pauschale Geschimpfe doch etwas anstrengend und man fand sich leicht digital-elitär und etwas wichtiger als man wirklich ist.

Also:  ja, wir sind mitten im Umbruch der Mediennutzung. Aber nein, der ist noch lange nicht vollständig vollzogen.

Sven-Olaf Peeck

Sven-Olaf Peeck

Geschäftsführung

Er mag das Internet und digitales Marketing. Er glaubt daran, dass alles messbar gemacht werden kann und auch sollte. Entsprechend schreibt Sven oft über Messbarkeit oder teilt seine Bewertung von Hypes. Svens Hoffnung: dass Firmen durch mehr Wissen weniger Quatsch im digitalen Marketing machen.

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