Tools Suchmaschinenoptimierung – große Auswahl & viele kostenlose Ansatzpunkte - Onlinemarketing, Social Media & Content Marketing | crowdmedia GmbH Hamburg

Messbarkeit

Tools Suchmaschinenoptimierung – große Auswahl & viele kostenlose Ansatzpunkte

von am 12. Dezember 2017 verfasst


Gerade in Seminaren oder nach Vorträgen werde ich häufig nach Tools gefragt, u.a. nach Tools für die Suchmaschinenoptimierung. Häufig sind die Fragenden anschließend überrascht, welche Möglichkeiten es (kostenlos) gibt.

Natürlich ist die folgende Auflistung keine allumfassende Auflistung aller Tools. Bei den aufgeführten Tools handelt es sich vorwiegend um die Tools, die ich in der täglichen Arbeit nutze.

1. Tools Suchmaschinenoptimierung, die Optimierungsbedarf aufdecken

Um einen ersten Eindruck davon zu bekommen, wie die eigene Website oder andere Websites hinsichtlich SEO aufgestellt sind, reicht meiner Meinung nach ein Blick in die folgenden Tools:

Google PageSpeed Insights

Eine schnell ladende Website ist die Grundvoraussetzung für Nutzerzufriedenheit und entsprechend honoriert auch Google schnell aufrufbare Websites. Mithilfe der PageSpeed Insights lässt sich schnell und einfach testen, wie eine Website bezüglich der Ladezeit aufgestellt ist. Einfach URL einfügen, analysieren und ein Stück schlauer sein – inklusive Handlungsempfehlungen zur Verbesserung:

SEO Tools - PageSpeed Insights

Als kleiner Tipp am Rande: Zeigt das Tool Handlungsbedarf lohnt es sich, mit dem zuständigen Programmierer zu sprechen, welche Maßnahmen kosteneffizient umsetzbar sind. Denn nicht alles was Google als Optimierung vorschlägt, ist in der Praxis wirklich sinnvoll. Stichwort: „JavaScript- und CSS-Ressourcen, die das Rendering blockieren, in Inhalten „above the fold“ (ohne Scrollen sichtbar) beseitigen“ – der Programmierer wird dazu eine Meinung haben.

Googles Test auf Optimierung für Mobilgeräte

Ähnliches liefert Googles Test auf Optimierung für Mobilgeräte: Auch hier einfach die URL der Website einfügen und Google zeigt das Ergebnis. Ist der Test negativ, also die Website nicht für mobile Endgeräte geeignet, ist es wahrscheinlich, dass die Ergebnisse der getesteten Website auf der Suchergebnisseite nicht so gut geranked werden, wie Konkurrenzseiten, die den Test bestehen.

Seobility oder Seorch – Onpage-Faktoren der Seite testen

Auch in Tools wie Seorch oder Seobility bzw. dem kostenlosen SEO-Check von Seobility wirft man einfach die zu prüfende URL ins Tool und man bekommt eine Auswertung darüber, wie gut die Website aus Sicht der Tools im Onpage-Bereich aufgestellt ist. Auch hier wieder inklusive Optimierungstipps:

Tools Suchmaschinenoptimierung – Seobility für Onpage-Seo

Wie beim PageSpeed gilt: Es geht nicht um Perfektion. Die grundlegenden Hausaufgaben sollten aber gemacht werden: Überschriftenstruktur, Titel, Meta-Description, Ladezeit (auch dies merkt das Tool ggf. an) etc.

Wer sich wirklich tiefergehend mit dem Thema SEO beschäftigen will, bekommt bei Seobility einen ganz guten Überblick darüber, worauf es beim Onpage-SEO ankommt. Aber Achtung: Von den programmiertechnischen Themen nicht verwirren lassen und ggf. den Rat eines Programmierers einholen (der etwas von SEO versteht – versteht sich).

In der vorgestellten Version schaut man sich bei Seobility einzelne Seiten an, über einen Login kann man bis zu 500 Seiten crawlen und analysieren lassen. Ergebnisse bis in die tiefsten Tiefen der Website bekommt man aber auch hier wieder nur über einen Bezahlzugang.

Screaming Frog SEO Spider

Zu guter Letzt lohnt sich ein Blick in den Screaming Frog SEO Spider. Bis zu 500 Ressourcen einer Seite (HTML-Seiten, Bilder etc.) können über das Tool kostenlos gescreent werden; URL einfügen und los.

Das Tool liefert als Ergebnis eine Liste im Excel-Design, in der man u.a. schnell nachvollziehen kann, ob zum Beispiel die Titel, die Meta-Descriptions etc. vernünftig gepflegt sind.

Hier einmal als Beispiel für die Titel:

SEO-Tools - Screaming Frog Titel

Und hier für die Meta-Descriptions:

SEO-Tools - Screaming Frog Descriptions

Wer hier viele leere oder wenig aussagekräftige Felder vorfindet, hat definitiv Handlungsbedarf. In der free Version können bis zu 500 Seiten-Ressourcen gecrawlt werden.

2. Analyse-Tools zur Steuerung und Optimierung

Um die Website bzw. die Inhalte nachhaltig optimieren und aussteuern zu können, braucht es natürlich auch entsprechende Daten. Dem Thema Kennzahlen im Content Marketing habe ich mich inklusive Tools bereits an anderer Stelle gewidmet.

Die Zusammenfassung in Kurzform:

  • Ein Web-Analyse Tool à la Google Analytics, Piwik oder eTracker ist natürlich Pflicht – nicht nur im Hinblick auf SEO.
  • Die Google Search Console sollte definitiv ebenfalls eingerichtet sein.
  • Für tiefergehende Analysen oder automatische Interpretationen (Sichtbarkeitsindex, Ranking-Verteilung, Ranking-Veränderung, Entwicklung der Backlinks etc.) braucht es dann bereits wieder ein Bezahltool.

3. Tools für die Keyword-Recherche

Keyword-Recherchen sind nicht nur sinnvoll für Online-Shops oder die klassischen Visitenkarten-Websites. Auch eine Keyword-Recherche im strategischen Content Marketing ist vielfach unerlässlich.

Tools zur Keyword-Recherche gibt es einige. Wichtig sind am Ende der Recherche valide Zahlen zum Suchvolumen einzelner Keywords, um darauf aufbauend die Inhalte aufzubereiten – entsprechend starte ich mit einer Tool-Auswahl, die genau das leisten kann:

Der Google Keyword-Planer

Der Keyword-Planer von Google wird häufig auch für die Recherche zur späteren Optimierung von Textinhalten „zweckentfremdet“, ist er doch eigentlich als Tool für diejenigen gedacht, die auch Geld in AdWords investieren.

Jeder, der ein Konto für Google AdWords hat, kann auf den Keyword-Planer zugreifen – ABER: Seit geraumer Zeit lässt sich der Keyword-Planer nur noch sinnvoll nutzen, wenn man auch AdWords schaltet. Ohne aktive Kampagnen – sprich ohne Google indirekt für die Nutzung zu bezahlen – werden die Suchvolumina zu einzelnen Keywords nur noch sehr grob angegeben. Die Angaben liegen dann zwischen 100 bis 1.000 oder 1.000 bis 10.000 Suchen pro Monat, was hinsichtlich einer späteren Priorisierung der unterschiedlichen Suchbegriffe nicht wirklich hilfreich ist.

Nur wenn aus Googles Sicht genügend Geld in die AdWords-Schaltung gesteckt wird, werden einem vom Keyword-Planer die Zahlen granularer angezeigt, also so, dass man damit vernünftig arbeiten kann.

Alternativen zum Google Keyword-Planer

Natürlich gibt es Alternativen zum Keyword-Planer von Google, die in ihrer Funktionsweise und den gelieferten Ergebnissen recht ähnlich sind, zusätzlich aber auch noch diverse Interpretationen der Ergebnisse liefern. Zu diesen Tools gehören zum Beispiel der Keyword Finder und der Moz Keyword Explorer, die beide als Freemium-Version genutzt werden können.

In den kostenlosen Varianten gibt es jedoch meistens eine Einschränkungen, was die Keyword-Abfragen in einem bestimmten Zeitraum angeht. Beim Moz Keyword Explorer sind es beispielsweise zwei Abfragen pro Tag, im Keyword Finder sind drei Abfragen pro Tag möglich.

Alternative Google Keyword-Planer

Für eine umfangreiche Keyword-Recherche mit entsprechender Ausgabe der Suchvolumina muss man also wohl oder übel in die Taschen greifen. Um hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung voran zu kommen, sollte das allerdings eine Investition sein, die man gerne tätigt.

4. Tools, als Hilfestellung für die Aufbereitung der Inhalte

Sind die richtigen Keywords gefunden, müssen sie entsprechend in den Inhalten platziert werden. Besonders hilfreich, gerade wenn man damit startet, sich mit der Thematik Schreiben für Suchmaschinen auseinander zu setzen, sind SEO-Plugins für Content-Management-Systeme.

Aber auch hier kann man als Krücke noch einmal auf Tools wie Seobility oder Seorch zurückgreifen. Für eine mit Seobility analysierte Seite werden ganz unten die Suchvorschau (bestehend aus Titel, Meta-Description und URL) sowie die im Beitrag gefunden „Wichtigsten Suchbegriffe“ angezeigt:

SEO-Tools Seobility

Logischerweise sollten sich hier dann die Begriffe wiederfinden lassen, auf die ein Inhalt optimiert wurde.

Fazit SEO-Tools

Mein Fazit zu SEO-Tools – und ich höre mich das gerade quasi live in Seminaren sagen: Für den ersten Schritt definitiv auf kostenlose Tools und Schnellchecks zurückgreifen. Damit bekommt man einen guten ersten Überblick und kann einschätzen, wie groß die Baustellen wirklich sind.

Geht es dann um eine nachhaltige Optimierung der Website, eines Blogs, eines Online-Shops etc. lohnen sich Bezahltools aus meiner Sicht alleine schon aus Gründen der Effizienz. Automatisches crawlen von (mehr als 500) Inhalten inklusive OnPage-Optimierungstipps sowie die Nachvollziehbarkeit bzw. Kontrolle von Optimierungsmaßnahmen sind nur zwei Beispiele, welche die Effizienz in der fortlaufenden Optimierung deutlich steigern.

Felix Schlepper

Online-Marketing

Dadurch, dass Felix unsere Kunden umfassend von der anfänglichen Analyse ihrer Aktivitäten bis hin zur Optimierung begleitet, sind auch seine Themen auf unserem Blog sehr vielfältig. So teilt er sein Wissen und seine Gedanken rund um Strategieentwicklung, Werbeanzeigen und das Thema Erfolgsmessung.

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