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Warum ein „weiter so“ bei Social Media keinen Sinn ergibt.

von am 22. Januar 2019 verfasst


Unternehmen müssen sich genau überlegen, wo sie Zeit und Geld investieren. Ich rate jedem, die eigenen Aktivitäten jährlich auf den Prüfstand zu stellen. Die Plattformen und das Umfeld verändern sich zu stark, als dass man stets mit einem „weiter so“ erfolgreich sein wird. Die fetten Jahre der organischen Reichweiten sind vorbei. Sinnvolles Betreiben von Social-Media-Profilen benötigt immer mehr Ressourcen, etwa für Kreation, Content-Erstellung und Media-Steuerung. Umso mehr müssen sich Unternehmen fragen, was sie erreichen wollen und mit Hilfe von KPIs den Erfolg messen und ihre Aktivitäten entsprechend steuern.

Traurig, aber wahr: Es gibt kaum allgemeingültige KPIs.

Die reine Kennzahlenmessung und Erstellung von Reportings finden zwar teilweise statt, aber ich bezweifle, dass diese ausreichend analysiert, bewertet und Ableitungen getroffen werden. Die meisten Aktivitäten erfolgen wohl unter dem Ziel Branding und schon spart man sich echte Erfolgsmessung. Beim Thema zahlenbasierte Steuerung ist zu empfehlen, diese einerseits an konkreten Erfolgszielen festzumachen und andererseits kanalspezifische Steuerungskennzahlen zu definieren.

Hinzu kommt das Momentum, wo erfolgreiche Social-Media-Aktivitäten einfach mehr Geld kosten. Daher kommt man an echten Business-Zielen nicht mehr vorbei.

Webseite first – immer noch.

Ich werde häufig noch entgeistert angeguckt, wenn ich in Social-Media-Seminaren & -Workshops von Webseite first spreche. Leider nehme ich immer noch viel Social Media um des Social Media willens wahr. Man kann streiten, ob man 2018 immer noch von einem Social-Media-Hype spricht, aber in gewisser Weise hat er nie aufgehört. Gerade dem (B2B-) Mittelstand empfehle ich, z. B. die begrenzten Ressourcen erstmal in Webseite, Google-Sichtbarkeit und z. B. einen Newsletter zu investieren. Auch in 2019 muss nicht jeder auf Social Media sein.

Content-Marketing ist die Strategie und Social Media ein Kanal!

Langsam, aber sicher, sickert diese Erkenntnis zwar durch, problematische sehe ich aber die geschaffenen Kanalsilos. Content produziert hat das Marketing schon immer. Genauso wie die Verantwortlichen sich um Webseite, PR, SEO, Social Media und andere Kanäle gekümmert haben. Mit dem ganzheitlichen Ansatz einer Content-Marketing-Strategie gehört das nun verzahnt und vom Thema her gedacht – und nicht vom Kanal. Dieses Vorgehen nachträglich in gewachsene Strukturen zu etablieren halte ich – neben einer zielgerichteten Strategie und deren Umsetzung – für die größten Herausforderungen für Unternehmen.

Wo geht die Reise hin für Social-Media-Manager?

Ich beobachte gerade eine gewisse Demotivation bei Social-Media-Managern. Im Prinzip müssen sie mehr Geld ausgeben (Media) und aufwendigeren (Video/Stories) und vielfältigeren (Kreativität) Content schaffen, um nur annährend die Reichweiten der letzten Jahre zu erzielen. Ich empfehle hier eine objektive Kosten-Nutzen-Analyse. Social Media kann immer noch ein sehr spannender Kanal sein, nur benötigt er mehr Budget bzw. Aufwände. Dies muss in Relation zu Business-Zielen erfolgen sowie einer Neubewertung aller Social-Media-Kanäle. Dann benötigt es noch den Mut, konsequent zu sein. Sind wir mal ehrlich: eine Seite mit 2000 bis 3000 Fans (häufig gesehen beim Mittelstand), die ohne Media immer die gleichen (internen) 100 Leute erreicht, macht einfach keinen Sinn mehr. Wenn aber zielgerichtet und unter Einsatz von Media-Budget agiert wird, sieht das schon wieder anders aus. Aber gerade, um das Budget zu bekommen, ist der Fokus und das Nachhalten von Business-Zielen so wichtig.

Welche weiteren konkreten Optionen haben Social-Media-Manager? Fortsetzung folgt.

Dieses Thema beleuchte ich auf der Social Media Week in Hamburg im Februar 2019. Mein Vortrag findet am 27.2.2019 um 12.45 Uhr mit dem Titel Warum ein „weiter so“ bei Social Media im Marketing keinen Sinn ergibt statt.

Ich werde die Aspekte dieses Artikels dort tiefer beleuchten und den Social-Media-Managern konkrete Ideen für einen Schlachtplan an die Hand geben. Ich freue mich daher über eure Gedanken, Kommentare und Fragen, damit ich diese in der Vorbereitung meines Vortrags berücksichtigen kann.

 

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Eddy
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Eddy

Klingt nach einem spannenden Vortrag – nicht nur für Social-Media-Manager. Ich werde zuhören. 😉

Svenja Teichmann

Geschäftsführung

Svenjas Themen liegen in der Strategie sowie in der Entwicklung von Organisationen, damit sie die Potentiale der Digitalisierung nutzen können. Darum drehen sich auch ihre Blogartikel. Sie ordnet Trends ein, die ihr begegnen und lässt manchmal auch Dampf ab, wenn ein Thema ohne Sinn und Verstand zum Hype wird.

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