Whatsapp - Was bedeuten die neuen AGB? – crowdmedia GmbH

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Whatsapp – Was bedeuten die neuen AGB?

von am 29. August 2016 verfasst


Es musste ja so kommen: Whatsapp und Facebook teilen die gesammelten Daten jetzt brüderlich und Datenschützer flippen komplett aus. Hier das was genau und warum.

Erst die schlechte Nachricht,…

WhatsApp-Nutzungsbedingungen-01Facebook hatte WhatsApp im Herbst 2014 für rund 22 Milliarden Dollar übernommen. Der Kurzmitteilungsdienst hat inzwischen mehr als eine Milliarde Nutzer. Die strikte Trennung zu Facebook scheint nun Vergangenheit zu sein.

Seit dem 25. August werden Whatsapp-Nutzer dazu aufgefordert, neue AGB von Whatsapp zu bestätigen. Dadurch stimmt man zu, dass die verwendete Telefonnummer sowie Informationen dazu, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt wird, an Facebook weitergegeben werden.

Der Abgleich der Telefonnummern solle unter anderem der relevanteren Werbung bei Facebook dienen.

„Indem deine Telefonnummer mit den Facebook-Systemen verbunden wird, kann Facebook dir besser Freunde vorschlagen und dir passendere Werbung anzeigen, falls du einen Account dort haben solltest.“

Wenn zum Beispiel ein WhatsApp-Nutzer seine Handy-Nummer auch mit Händlern, die Anzeigen bei Facebook schalten und dafür ihre Datenbanken hochgeladen haben, geteilt hat, könnten ihm durch den Abgleich Angebote des Geschäfts eingeblendet werden.

Übrigens behält sich auch ein weiteres Mitglied der Facebook-Familie namens Instagram vor, auf die Whatsapp-Daten zuzugreifen.

…dann die gute Nachricht.

Immerhin betonte WhatsApp, dass Facebook auf keinen Fall Zugang zum Inhalt der Nachrichten selbst bekommen werde. Mit der Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Frühjahr seien sie ohnehin nur für die beteiligten Nutzer und nicht einmal für WhatsApp selbst einsehbar.

Außerdem beruhigend: WhatsApp soll vorerst werbe- und kostenfrei bleiben. (Zumindest was Geld angeht. Man bezahlt eben mit Daten.)

Das komplette Statement von Whatsapp, findest du hier.

Und wir können nichts dagegen tun?!

Naja, nur ein bisschen… Noch hat man die Möglichkeit, auf „Nicht jetzt“ zu klicken und damit die Bestätigung der AGB zu verschieben. Diese Funktion soll jedoch nur für einen bestimmten Zeitraum aktiviert sein. Wenn WhatsApp-Nutzer den neuen Nutzungsbedingungen zustimmen, können Sie laut WhatsApp-FAQ ein Auswahlkästchen abwählen (Android) bzw. den Schieberegler umschalten (iOS), um Profilinformationen nicht mit Facebook zu teilen.

Nutzer, die den neuen AGB schon zu gestimmt haben, haben 30 Tage Zeit, dem im Nachhinein unter „Einstellungen“ > „Account“ > „Meine Account-Info teilen“ zu widersprechen. Die Telefonnummer und Basisdaten zur Nutzung werden aber in jedem Fall mit Facebook geteilt.

WhatsApp wird also nie mehr das sein, was es einmal war und ich schlage vor, wieder zur guten alten SMS zurückzukehren.

Jasmin Spitzer

Content-Marketing

Durch ihr Studium in Medienwirtschaft, Journalismus und Kommunikationsmanagement vereint Jasmin das gewisse Knowhow im Bereich Online-Kommunikation und die Leidenschaft des Schreibens. Auf unserem Blog teilt sie ihr Wissen und ihre Gedanken über Basics und Neuheiten des Content Marketings als ihr Spezialgebiet.

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