Social Media

Workplace – Social Intranet by Facebook

von am 17. Oktober 2016 verfasst


Eventuell hast du schon einmal von Facebook for Work gehört, die Facebooks Plattform für interne Unternehmenskommunikation werden soll. Über 1.000 Unternehmen haben das Social Intranet bereits in der Beta-Phase getestet und nun sollen auch alle anderen Firmen Zugang zur Plattform bekommen. Einen neuen Namen hat das Kind übrigens auch: Workplace by Facebook.

 

Workplace – Die Vorteile

Die Oberfläche sieht der von Facebook sehr ähnlich. Das Gute daran ist, dass also die meisten Mitarbeiter mit der Nutzeroberfläche vertraut sein dürften, wodurch sich die Einarbeitungszeit auf ein Minimum begrenzt. Auch der Umfang der Funktionen unterscheidet sich nicht großartig.

So gibt es beispielsweise auch Gruppen, die bei Workplace eben von Teams innerhalb eines Unternehmens gegründet werden, um sich intern auszutauschen. Natürlich können auch teamübergreifende Gruppen erstellt werden, um den Austausch zwischen Abteilungen zu vereinfachen. Noch eine Ebene höher liegen die Multi-Company Groups für die Kommunikation zwischen Mitarbeitern mehrerer Firmen.

Weitere von Facebook bekannte Elemente, neben der Gruppen, stellen der Newsfeed, Live-Videos und natürlich eine Chat-Funktion bei Workplace dar.

Noch eine gute Nachricht: Die Anmeldung bei Workplace erfolgt nicht mit dem privaten Facebook-Konto, sodass keine Verknüpfung zum privaten Facebook-Konto besteht. Stattdessen werden verschiedene Indentitätsprovider integriert, die sowieso schon bei vielen Unternehmen zum Einsatz kommen. Zur Auswahl stehen hier Google, Microsoft Azure Active Directory, Okta, Oneloging und Pingidentity. Praktisch!

 

Workplace – Die Nachteile

Neben der Desktop-Seite gibt es außerdem zwei Mobile-Apps, die jeweils für iOS und Android verfügbar sind. Die Erste ist die Workplace-App, das Gegenstück zur Facebook-App. Dazu gibt es mit Work Chat auch einen Chat-Client, den Facebook hier wie schon beim Facebook-Messenger in eine separate App ausgegliedert hat. Für mich ein Nachteil, weil erstens: zwei verschiedene Apps, und zweitens: eine weitere Verschmelzung von Privatleben und Job.

Im Gegensatz zum Standard-Facebook ist das Intranet übrigens nicht kostenlos. Die Preise richten sich nach der Anzahl der Mitarbeiter. Für bis zu 1.000 Angestellte sind drei US-Dollar pro Person und Monat fällig. Bei zwischen 1.001 und 10.000 Mitarbeitern liegt der Preis bei zwei US-Dollar pro Person und Monat. Bei noch mehr Mitarbeitern, sinkt der Preis dann auf einen US-Dollar.

 

Ewiges Thema: Datenschutz

Facebook verspricht immerhin, die Daten von Workplace nicht an Werbetreibende auszuliefern oder mit den bestehenden Daten von privaten Facebook-Accounts zu verknüpfen. Die Hosting-Praktiken der Plattform sollen außerdem regelmäßig von unabhängigen Dritten überwacht werden.

Wird Workplace by Facebook also das neue Yammer? Ich bin gespannt.

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Jasmin Spitzer

Content-Marketing

Durch ihr Studium in Medienwirtschaft, Journalismus und Kommunikationsmanagement vereint Jasmin das gewisse Knowhow im Bereich Online-Kommunikation und die Leidenschaft des Schreibens. Auf unserem Blog teilt sie ihr Wissen und ihre Gedanken über Basics und Neuheiten des Content Marketings als ihr Spezialgebiet.

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