Social Media

Facebook Reichweite – Organisch keine Chance?

von am 16. Dezember 2013 verfasst


Qualität statt Quantität

Mit dem zunehmend stärker werdenden Wettbewerb im Netzwerk, mit der schieren Masse an täglich veröffentlichten Meldungen, begründet Facebook die Reduzierung der organischen Reichweite. Der Sinn dahinter soll natürlich sein, dem Kunden (ergo: Erika und Otto Normalverbraucher) nur die für ihn oder sie individuell interessantesten Meldungen auszuspielen. Außerdem möchte man sich auf Qualität konzentrieren, so die offizielle Stellungnahme.

Keine zufriedenstellenden Reichweiten ohne Finanzierung

Dass Facebook in ersten Linie Geld verdienen will, wird jetzt niemanden aus den Socken hauen. So sieht nun mal das Geschäftsmodell aus. Da kann man durchaus schnell auf den Gedanken kommen, dass die organische Verbreitung von Unternehmensbeiträgen Facebook nicht sonderlich interessiert. Wer zukünftig nicht über das Schalten von Advertisings nachdenkt, wird sehr wahrscheinlich keine zufriedenstellenden Reichweiten mehr erlangen, weil Facebook diese bei einem unbezahlten Post aktuell bei 6-15% hält (bezogen auf die Fanzahl des Unternehmens).

Qualität soll die Verweildauer der Nutzer erhöhen

Sinn und Zweck der Qualitätsoffensive von Facebook ist, wie bereits erwähnt, dass den Usern eben vermehrt hochwertiger Content geboten werden soll damit diese ihre Verweildauer in Facebook erhöhen. Bleiben sie länger bei Facebook, haben sie mehr Gelegenheit, auf Werbeanzeigen zu klicken usw. usf. Weil die Unternehmen, deren Reichweite einbricht, sich sehr oft eben diese zurückkaufen wollen, wird genau der Effekt erzielt, den sich der Marketingkanal FB erhofft.

Werbung im News Feed erlangt höhere Aufmerksamtkeit als Ads

Die Unternehmen sind letztendlich alle gleichermaßen davon betroffen, egal wie viele Fans sie zu verzeichnen haben. Ergo: Marketing via Facebook wird kniffliger, wenn man sein Budget dafür nicht erhöhen will. Doch die Nutzer ignorieren mehr und mehr die Ads auf der rechten Seite in der Sidebar. Werbung im News Feed hingegen erreicht eine höhere Aufmerksamkeit. Die Meinungen dazu reichen von „…dass eine reine Community- und Content-Strategie nicht ausreicht, sondern vielmehr auch eine Reichweitenstrategie (Ads) dazugehört.“ (Thomas Hutter) bis zu „Wer nicht wirbt, der stirbt.“ (Der Fanpager).

Reduzierung der Reichweite nicht erst seit gestern – Tendenz anhaltend..?

Stephanie Holmes von der Social Media Beratung YNovation äußert sich zur Reichweitenreduzierung insofern, dass Facebook nichts weiter als eine kostenlose Werbeplattform zur Verfügung stellt, und es daher nicht verwunderlich ist, dass die organische Reichweite nach und nach runtergeschraubt wird. Und das Ernüchternde daran ist, dass ihr Artikel über ein Jahr alt ist. Im November 2012 hat man sich noch über eine Reichweite von „nur“ knapp 20% beschwert. Heute sind es teilweise schon einstellige Werte.

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Dennis Pfeuffer

Ehemaliger

Dennis war 2014 Praktikant bei uns. Danach hat er seine Ausbildung in den Niederlanden fortgeführt und laut LinkedIn auch erfolgreich beendet.

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