Content-Marketing

How-To Podcasting – Wie starte ich einen Podcast? Von der Idee bis zum Hosting

von am 20. Mai 2019 verfasst


Im Jahr 2018 ist der Anteil der Deutschen, die Podcasts hören, auf 22% gestiegen (+8% zum Vorjahr!). Die Vorteile von Podcasts beschränken sich dabei nicht nur auf  Reichweite oder Awareness und Podcasting lohnt sich nicht nur für die Hörer, das hat uns Vanessa bereits erklärt.

1. Warum Podcasting?

Ein Podcast ist wie eine Radioshow. Du kannst Podcasts live übertragen oder offline aufnehmen, bearbeiten und später online veröffentlichen. Dabei ist der Vorteil von Podcasts, dass jeder – auch ohne den technischen Umfang, Power oder Struktur einer Radiostation – seinen Podcast veröffentlichen kann. Ein großes Team mit technischen Skills ist kaum mehr notwendig und der Aufwand von Podcasts ist daher sehr gering. Das erste Mal ist das 2004 passiert, als Adam Curry seine Podcast-Show „The Daily Source Code“ veröffentlicht hat. Das Podcast-Format, welches damit ins Leben gerufen wurde, ist also noch sehr jung!

Podcasts können von überall mit Zugang zum Internet angehört oder zum späteren Anhören heruntergeladen werden. Jeder, der ein Smartphone hat, kann unterwegs – z. B. beim Joggen oder Autofahren – deine Shows anhören! Das Publikum ist theoretisch riesengroß und du kannst ein Thema, das dir am Herzen liegt, vielen Menschen nahebringen. Dabei werden laut einer Umfrage von Midroll Media die meisten Podcasts mindestens zu 90% angehört! Das berichtet wired.com.

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass die Welt der Podcasts Plattform-unabhängig stattfindet. Das heißt, es gibt keine Einschränkungen und Podcasting ist für jeden zugänglich, der ein Mikrofon und Internet hat.
Auch thematisch kannst du frei entscheiden, ob du über Produkte, Dienstleistungen, private Themen, humanitäre Aktionen oder spannende Projekte sprechen möchtest. Du kannst über alles sprechen, was dich interessiert!

2. Worüber podcasten?

Als erstes solltest du dich fragen, worüber du sprechen möchtest. Am einfachsten ist es, wenn du über Themen oder Bereiche sprichst, in denen du Expertise besitzt. Was ist deine Leidenschaft? Worüber weißt du viel? Was möchtest du mit dem Podcast erreichen?

Vielleicht möchtest du ein neues Tool lernen und dokumentierst mit dem Podcast den Verlauf des Lernprozesses, oder du möchtest ein Netzwerk aufbauen und lädst Menschen zum Gespräch ein.

In jedem Fall ist der Inhalt deines Podcasts relevant für den strukturellen Aufbau als Teil deiner Content-Strategie. Wie möchtest du darüber sprechen? Du kannst Menschen interviewen oder ein offenes Gespräch führen. Dein Podcast kann wie ein Tagebuch oder wie eine Geschichte aufgebaut sein. Der Aufbau deines Podcasts entscheidet maßgeblich über die Qualität dessen. Die beliebtesten und erfolgreichsten Podcast-Formate sind:

  • (Experten-)Interviews
  • Dokumentationen des Business-Lebens
  • Talkshows über den Alltag (mit mehreren Freunden)
  • Fragen & Antworten

Tipp: Sofern du bereits eine Fanbase auf Social-Media-Kanälen hast, kannst du deine Fans optimal in deinen Podcast einbinden und das Verhältnis zu ihnen stärken.

3. Das Podcast-Setup

Was benötigt man als Equipment zum Podcasten?
Grundsätzlich musst du die Frage stellen, ob du (zu Hause) in einem festen Setup aufnehmen oder mobil – quasi „On The Road“ – podcasten möchtest.
Eine Lösung für geringes Budget ist in jedem Fall ein USB-Headset mit eingebautem Mikrofon. Alles, was du dann noch brauchst, ist ein Rechner mit Software zum Aufnehmen von Audiomaterial (wie z. B. das Open Source-Tool Audacity) und fertig!

Wenn du etwas mehr Geld in die Hand nehmen und eine höhere Sound-Qualität erreichen möchtest (,die in einem Audio-Format von erheblicher Bedeutung ist), kannst du dich über die Digitalisierung freuen. Seitdem entwickeln sich immer weitere Produkte, so gibt es inzwischen hochwertige Kondensator-Mikrofone mit eingebauter Soundkarte. Damit hat man mehr oder weniger die Qualität von professionellen Tonstudio-Aufnahmen, ohne ein großes Mischpult zu benötigen. Diese Mikrofone schließt du dann einfach auch per USB an deinen Rechner und fertig.

Eine weitere Möglichkeit und super geeignet für „On The Road“ sind Lavallier-Mikrofone. Sie sind extrem gut in der Soundqualität, sehr klein, leicht und flexibel an der Person anzubringen. Um diese Mikrofone zu verwenden, benötigst du ein Audio Interface (Soundkarte), welches die analogen Signale in digitale Audiodaten umwandeln kann.

Alternativ kann für den Anfang aber auch ein etwas qualitativeres Smartphone-Headset genügen, sofern du in deinem Podcast keine Gäste empfängst. Auch die mobilen Apps für Audioaufnahmen und -bearbeitung sind inzwischen sehr fortgeschritten und bieten die wichtigsten Funktionen.

Zusammengefasst benötigst du folgendes Equipment für deine Podcasts:

  • Ein (oder mehrere) Mikrofon(e)
  • Ein Gerät zum Aufzeichnen von Audio (Smartphone, Mobile Recorder oder Laptop)
  • Internetzugang zum Veröffentlichen deines Podcasts

Tipp: Achte darauf, dass du für deinen Einsatzzweck das passende Mikrofon aussuchst, damit alle Teilnehmer gut und gleichermaßen verständlich sind.

4. How To Podcast

Vor der Aufnahme

Am wichtigsten sind deine Notizen, die du vor dem Podcast erstellst. Das muss nicht zwangsläufig sehr umfangreich sein, die wichtigsten Informationen und Ankerpunkte für deinen Podcast sollten kurz und prägnant notiert sein, sodass du während der Aufnahme schnell abrufen kannst, was als nächstes folgt, ohne den Gesprächsfluss zu unterbrechen. Notizen, die du dir machst, könnten sein:

  • Ablauf des Podcasts
  • Informationen zu der Episode (Teilnehmer, Thema)
  • Fragen, die gestellt werden sollen
  • Ggf. Antworten und mögliche Folgefragen

Als nächstes ist es von Vorteil, wenn du dein Setup vor der Durchführung aufgebaut und getestet hast. Mikrofone und Stative solltest du fest, sturzsicher und – sofern möglich – geschützt von z. B. umkippenden Getränken platzieren. Falls du deinen Podcast bei einem Interview-Partner oder sogar Outdoor durchführst, solltest Du darauf achten, dass alle Geräte mit ausreichend Strom für die gesamte Länge des Podcasts (Mobile Recorder, Laptop, Akkus für Funkmikrofone etc.) versorgt sind. Im Falle einer „festen“ Podcast-Station sollte ein kurzer Soundcheck genügen, um festzustellen, ob alles seine Richtigkeit hat.

Wenn du dir sicher bist, dass dein Setup korrekt funktioniert, ist es soweit: Jetzt kannst du in deiner Aufnahme-Software auf „Record“ drücken und deinen Podcast beginnen!

Nach der Aufnahme

Stop! Die Aufnahme ist beendet. Nach der Aufnahme deiner Podcast-Episode ist es an der Zeit, das Audiomaterial für die Veröffentlichung zu finalisieren. Dieser Schritt ist optional, ich würde ihn dir jedoch sehr ans Herz legen.

Der Feinschliff deiner Aufnahme hilft, die Qualität und Struktur deines Podcasts zu erhöhen.

  • Ggf. das Audiomaterial zur Bearbeitung in deine Software importieren
  • Ausschneiden und entfernen von ungewollten / leeren Bereichen
  • Falls du möchtest, kannst du auch „ähms“ und ungewollte Schmatzgeräusche entfernen
  • Füge deinen Intro-Jingle oder deine Hintergrundmusik ein und passe die Lautstärke an

Nun ist deine Podcast-Episode fertig bearbeitet. Nach dem Export  musst du deine Episode nur noch veröffentlichen!

Tipp: Es gibt verschiedene Audio-Dateiformate. Das Dateiformat M4A ist ein gut geeignetes Format für die Veröffentlichung (nicht jedoch zum Bearbeiten!).

5. Podcast-Hosting

Um deinen Podcast zu veröffentlichen und nicht auf jeder Plattform seperat hochladen zu müssen, lohnt sich der Weg über einen Podcast-Hoster. Der Podcast-Hoster kümmert sich dabei um alle relevanten technischen Aspekte. Dein Podcast-Hoster legt für dich einen individuellen RSS-Feed an, den deine Hörer abonnieren können. Deine Podcast-Episoden werden dann automatisch auf die Geräte deiner Hörer heruntergeladen!

Hast du dir einen Podcast-Hoster ausgesucht, der deinen Vorstellungen entspricht, registrierst du deinen Account und richtest dein Profil ein. Es gibt eine Vielzahl von Hostern, wie z. B. anchor.fm die für Podcast-Anfänger ein kostenfreies Paket anbieten. Anchor bietet sogar eine sehr intuitive Mobile App und ist damit für diejenigen, die mit ihrem Smartphone oder Tablet Podcasts aufnehmen, sehr gut geeignet. Mit PodBean existiert ein weiterer, guter Podcast-Hoster mit einfacher Bedienung.

Hast du dein Profil eingerichtet und die Meta-Daten (Titel, Beschreibung, Bild) deines Podcasts eingegeben, bist du schon kurz vor dem Ziel: Nun musst du nur noch deine Audiodatei hochladen, Titel, Beschreibung und Anzeigebild für die Episode einfügen und veröffentlichen.

Herzlichen Glückwunsch, du bist jetzt ein Podcaster!

Du bist neugierig auf die Podcasts von crowdmedia? Die findest du hier:

 

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Aykut Askeri

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Im Bereich Medien, Marketing & Web hat Aykut Spaß daran, Projekte erfolgreich umzusetzen. Sachverhalte zu hinterfragen und Neues zu lernen helfen ihm, ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Wissen anzueignen. Ob Websites, SEO, Social Media, Grafik oder Texte, Aykut versteht den Marketingauftritt ganzheitlich. Probleme werden nicht akzeptiert, denn für jede Herausforderung gibt es einen Lösungsweg. Man muss ihn nur gehen.

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