Content-Marketing

SEO im B2B-Bereich

von am 28. Juli 2019 verfasst


Wie unterscheidet sich SEO im B2B-Bereich im Vergleich zu B2C?

Im B2C-Bereich und auch im B2B-Bereich ist das große Ziel Interessenten in Kunden umzuwandeln. Während es im B2C-Bereich häufig darum geht, die Kunden sofort zum Kauf zu animieren, geht es im B2B-Bereich eher um die Generierung von qualifizierten Leads und auch darum die Nutzer in ihrem Entscheidungsprozess zu begleiten.

Unterschiedliche Zielgruppen

Ein weiterer Unterschied ist, dass sich im B2B-Bereich die Zielgruppe in der Regel hinsichtlich der Größe von der Zielgruppe im B2C unterscheidet. Während im B2C-Bereich eher die breite Masse erreicht werden soll, sind es im B2B-Bereich oft Entscheidungsträger, Einkäufer oder Manager. Deswegen ist es nicht sinnvoll, dieselben SEO-Ziele wie im B2C-Bereich erreichen zu wollen. Was sich hingegen nicht unterscheidet, ist die Tatsache, dass Menschen erreicht werden sollen.

Eine hübsche Webseite ist nicht alles

Eine ansehnliche Webseite ist auch im B2B-Bereich sehr wichtig. Aber was bringt eine hübsche Webseite, mit einem tollen Design und schicken Bildern, die nicht gefunden wird? Schlechte Besucherzahlen und auch der Umsatz lässt zu wünschen übrig. Irgendwas läuft also falsch.

Daher sollten Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung ergriffen werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, einzelne Seiten deiner Webseite zu passenden Suchbegriffen auffindbar zu machen und möglichst unter die ersten zehn Suchergebnisse zu bringen. Bei der Berechnung dieses Rankings nutzt Google unzählige Faktoren – auch das Verhalten des Nutzers wird analysiert.

Wichtige Faktoren in der Suchmaschinenoptimierung im B2B-Bereich

Ich möchte dir ein paar Praxistipps geben, welche Besonderheiten und Herausforderungen es bei der Suchmaschinenoptimierung für B2B-Seiten gibt. Der wichtigste Faktor ist das Suchverhalten von potenziellen Kunden, denn die Customer Journey im B2B-Bereich unterscheidet sich dann doch sehr von der B2C-Suchanfrage. Im B2B-Bereich wird gezielter gesucht. Ich habe weiter unten ein Beispiel mitgebracht.

Richtig ist, dass SEO deutlich komplexer geworden ist, aber das bedeutet nicht, dass es unmöglich ist gute SEO umzusetzen, oder das es zu teuer ist. Denn langfristig gesehen, ist SEO immer noch eine der günstigsten Maßnahmen im Online-Marketing. Nehmen wir etwa die Schaltung von Werbung, hier muss regelmäßig Geld in die Hand genommen werden. Ist das Budget aufgebraucht, fällt auch der Traffic durch die Anzeigen weg. SEO ist daher viel nachhaltiger und deutlich rentabler.

Mehr als 24 Millionen Nutzer nutzen täglich das Internet zur Informationssuche. Folglich ist SEO sehr hilfreich, wenn es darum geht mehr Leads zu generieren sowie um Kunden gezielt anzusprechen.

Drei Schritte, die helfen deine Webseite im B2B-Bereich sichtbarer zu machen

Neben der technischen Basis gibt es drei redaktionell wichtige Schritte, die grundlegend in der Suchmaschinenoptimierung betrachtet werden sollten.

  1. Keywords
  2. Einzigartigen Content erstellen
  3. Links aufbauen

Die Keyword-Recherche im B2B-SEO

Nun könntest du für guten Content einfach drauf los schreiben. Vielleicht hast du Glück und du hast die gleiche Sprache wie deine Kunden. Aber vielleicht auch nicht und hier solltest du als erstes deine Kunden analysieren. Wer sind sie überhaupt, wie informieren sie sich, wie alt sind sie usw. Um deine genaue Zielgruppe herauszufinden und welche Möglichkeiten es gibt, kannst du in diesem Artikel lesen.

Daraus kannst du dann Begriffe ableiten und prüfen, ob diese Begriffe überhaupt jemand sucht. Das kannst du beispielsweise mit dem Google-Keyword-Planner machen. Während es im B2C-Bereich oft auf Masse hinausgeht, ist es im B2B Bereich etwas schwieriger. B2B ist oft ein Nischenmarkt und das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Keyword-Recherche. Vermeiden solltest du also Keywords, die zu generisch sind und die auch eine hohe Konkurrenz aufweisen. Hier kannst du im Artikel von Steffi nachlesen, welche Bedeutung eine Keyword-Rechere im strategischen Contentmarketing hat.

Ein Beispiel: Nehmen wir an dein Unternehmen verkauft Schleifmaschinen, aber nicht irgendwelche Schleifmaschinen, sondern CNC Schleifmaschinen. Jetzt fängst du an mit deiner Keyword-Recherche:

  • Schleifmaschinen
  • CNC Schleifmaschinen
Screenshot Google Keywordplanner

Quelle: Screenshot aus dem Google Keywordplanner

Ein monatliches Suchvolumen für „CNC Schleifmaschine“ um die 210 Anfragen klingt wenig? Mag auf den ersten Blick so sein, allerdings lohnt es sich in der B2B-Suchmaschinenoptimierung im Vergleich der recht hohen Suchvolumina im B2C-Bereich, hier Schleifmaschine mit 18.100 Anfragen pro Monat, dennoch auf solche Keywords zu optimieren.

Jemand der „Schleifmaschine“ sucht, möchte möglicherweise eine Schleifmaschine kaufen und kann dies in einem der zahlreichen Shops tun oder in den Baumarkt gehen. Er kann also die Schleifmaschine sofort kaufen.

Während jemand der nach einer „CNC Schleifmaschine“ sucht, ein spezielleres Interesse hat – „Schleifmaschinen“ sind für denjenigen vermutlich total belanglos. Dieser Fokus ist enorm wichtig.

Guter Content kann überzeugen mit deinem Unternehmen zu arbeiten

Die Kunst ist also nun den Content so aufzubereiten, dass er für die Suche optimiert und zugleich auf die potenziellen Käufer abgestimmt ist. Im B2B-Bereich könnten das beispielsweise Produktspezifikationen oder Services sein. Im B2B-Bereich ist es einfach sehr wichtig dem Nutzer Inhalte zu bieten, die relevant sind, ganz unabhängig von der Phase des Kaufprozesses. Beschreibe die Produkte und Service, es hilft dem Nutzer dein Produkt besser zu verstehen. Das kannst du mit detaillierten Beschreibungen, Videos und Bildern machen. Das hilft wiederum auch den Suchmaschinen zu verstehen worum es auf der Seite geht. Mache es deinen Kunden außerdem einfach mit deinem Unternehmen in Kontakt zu treten.

Linkbuilding im SEO für B2B

Früher war alles besser und auch schlechte Inhalte schossen mit einer Vielzahl an Backlinks nach oben. Ob das nun besser war, darüber lässt sich sicher streiten. Aber heutzutage ist es eben nicht mehr so. Auch über die Aussage „produziere guten Content und die Backlinks kommen von alleine“, kann man diskutieren. Es ist sicher ein guter Ansatz, aber eben nicht alles. Es kommt auf gute Inhalte UND auf die Verlinkung von themenrelevanten Websites an. Links zählen einfach immer noch zu den wichtigsten Rankingfaktoren einer Webseite.

Nimm es also in die Hand von wo deine Webseite Backlinks erhält. Natürlich kann man es nicht garantieren, dass auch wirklich Links gesetzt werden, aber du kannst es versuchen zu steuern. In der B2B-Branche gibt es Fachportale für nahezu jeden Bereich. Ihre Links sind oft sehr wertvoll für SEO im B2B-Bereich. Du kannst versuchen, dort einen Fachartikel zu platzieren und dieser verlinkt dann wieder auf deine eigene Webseite. Auch kannst du dein Netzwerk aktivieren und nach thematisch relevanten Medienkooperationen suchen.

Fazit: SEO im B2B-Bereich

Zusammengefasst funktioniert die Suchmaschinenoptimierung also nur ganzheitlich. Setze auf Keywords, die deine Nische bedienen und nicht zu generisch sind.

Biete gut recherchierte Inhalte, erstelle Content der relevant ist, einzigartige Inhalte bietet und eine natürliche Sprache spricht. Content, der außerdem die Fragen deiner Persona beantwortet.

Zum Schluss sorge dafür, dass deine Webseite thematisch passende Links erhält.

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Mirjam Kilter

Online-Marketing

Mirjam war rund 2,5 Jahre bei uns, bevor sie das Fernweh packte. Sie hat eine Schwäche für emotionale Werbespots und liebt das Fotografieren. Zu diesem Thema und allem rund um Werbeanzeigen gab sie gern ihr Wissen auf unserem Blog weiter.

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