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Google-Rankings verbessern – 10 einfache SEO-Tipps

von am 8. August 2019 verfasst


Du möchtest deine Google-Rankings verbessern? Gute Nachrichten, denn das ist gar nicht so schwer. Besonders dann nicht, wenn du dazu bereit bist, den relevanten Ranking-Faktoren auf den Grund zu gehen. Weist deine Webseite die wichtigsten Kriterien auf? Ich zeige dir, wie du dich auch ohne kostspielige Tools deinem Wunsch nach einem besseren Ranking annäherst – und zwar in nur zehn Schritten.

Google-SEO-Rankings verbessern – Anleitung & Tipps

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1. Zuerst Zombie-Content löschen

Kennst du all deine Inhalte? Weshalb es sich manchmal lohnt, alten Content aufzupolieren, habe ich bereits für dich zusammengefasst. Ebenfalls darin enthalten ist die Info, wie du nicht performante Seiten erkennst. Doch was passiert mit den Seiten, die keinen Traffic ziehen und inhaltlich dünn sind? Ganz einfach – dieser Zombie-Content gehört eindeutig gelöscht. Lieber 30 gute Artikel als 300 schlechte. Die Devise lautet: Setz lieber auf so genannten Hero- oder Evergreen-Content. Wie du solchen Content erstellst, erfährst du auch in Schritt sieben.

2. Google-Rankings verbessern durchs Beheben technischer Fehler

Technische Probleme bremsen die Seite nicht nur aus, sondern haben auch Auswirkungen auf deine Google-Rankings. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten für technische Fehler. Die folgenden Fehlerquellen zählen zu den häufigsten:

Doch wie lassen sich diese technischen Fehler aufspüren? Ganz einfach: Mit Hilfe von SEO-Audits. Solche Analysen kann man von Spezialisten vornehmen lassen oder sich an den zahlreichen Tools bedienen. Ich empfehle das kostenpflichtige Site-Audit-Tool von SEMRush. Einen guten kostenlosen SEO-Check bietet auch das Tool von Seobility. Einen Ruckzuck-Gratis-Überblick im Browserfenster zu einzelnen Seiten liefert etwa das großartige Chrome-Add-on SEO Meta in 1 Click.

Bessere Google Rankings – SEO Meta in 1 Click

Das Chrome-Add-on „SEO Meta in 1 Click“ liefert einen guten Blick hinter die Kulissen.

Übrigens: Wer das Löschen der Zombie-Seiten bereits beherzigt hat, zahlt damit schon bestens auf Punkt zwei ein. Schließlich bedeuten weniger Seiten gleich weniger (technische) Probleme.

3. Gute On-Page-Optimierungen betreiben

Je nachdem, ob du gutes oder schlechtes SEO umsetzt, kann dies die Ranking-Erfolge deiner Seiten maßgeblich verbessern oder verschlechtern.

Ich bin ein großer Fan von On-Page-Optimierungen. Dieses Thema ist ein weites Feld, dem ich daher künftig einen eigenen Blog-Beitrag widmen werde.

Auf die Seitenstruktur kommt es an

Um Google-Rankings zu verbessern, lautet eine goldene Regel: Das Hauptkeyword gerne voranstellen – etwa in der Meta-Beschreibung, im Intro eines Textes, in den H2-Zwischenüberschriften usw. Der Google Bot bewertet nämlich tatsächlich auch, wo das Keyword steht. Ein weiterer Tipp vorweggenommen: Unbedingt das semantische Umfeld evaluieren und im SEO-Text erwähnen. Doch bevor potentielle Nutzer deine Seite lesen, müssen sie erstmal klicken…

4. Organische Klickrate (CTR) erhöhen

Übt dein Seitentitel genug Klickreiz aus?

Du weißt bestimmt schon, dass die Klickrate (auch: Click-Through-Rate, kurz „CTR“) ein großer Ranking-Faktor ist. Erst wenn viele Nutzer deinen Suchmaschinen-Eintrag klicken, bewertet Google dies als qualifiziertes Ergebnis und stuft es folglich höher ein.

Die organische Klickrate lässt sich maßgeblich durch zwei kleine Stellschrauben verbessern: Title-Tag und Meta-Description. Sie sind Teil der wichtigsten SEO-Daten, die Google Bot sowie Nutzer auf der Suchergebnisseite zuerst zu lesen bekommen.

Doch wie kann man seine organische CTR überhaupt verbessern?

Analyse first.

Dafür lohnt sich die – sagen wir mal eigenständige – Analyse der besser rankenden Ergebnisse auf der Suchergebnisseite (SERP). Stelle dir vor der Optimierung folgende Fragen:

  • Was haben die erstgelisteten Ergebnisse gemeinsam? Welche Keywords kommen darin vor?
  • Weisen mein Titel und meine Meta-Beschreibung diese/s Attribut/e auf?
  • Steht das gesuchte Keyword weit genug vorne? Lässt sich hier etwas umformulieren?

SEO-Daten nutzen.

Grundsätzlich sollte die Länge des Titels 70 Zeichen nicht überschreiten. Die Meta-Beschreibung hat 156 Zeichen zur Verfügung. Wird sie nicht genutzt, crawlt sich der Google Bot die ersten Sätze einer Webseite. Mein Tipp: Steuere deinerseits diese wertvollen Zeilen und überlasse sie nicht einfach dem Bot.

Klickreiz again.

Selbstredend kommt hinzu, dass formulierte Titel und Meta-Beschreibung die Suchenden zum Klick auf dein Ergebnis animieren sollten. Beides sind Beispiele von Googles ca. 200 Ranking-Faktoren.

Preview-Tipp: Wie das Ergebnis – einer der ersten Berührungspunkte auf der Suchergebnisseite – aussieht, demonstriert der SERP-Simulator. Check it out!

5. Verweilzeit erhöhen, Absprungrate verringern

Nach dem Klick auf das Suchergebnis, gilt es, den Nutzer so lange wie möglich auf der Webseite zu halten. Die Verweilzeit beschreibt daher exakt die Zeitspanne von Nutzern vom Aufrufen einer Website bis zu ihrem Verlassen. Es wird davon ausgegangen, dass je höher die Zeitspanne ist, desto relevanter ist der jeweilige Inhalt für den Leser und sein vorangehendes Suchinteresse. Die Konsequenz: Je höher also die allgemeine Verweildauer auf der Webseite ist, desto besser wird deine Seite von Google bewertet und eingestuft.

Bei der Verweilzeit und Absprungrate (auch: Bounce Rate) handelt es sich um wichtige Kennzahlen bei der Beurteilung des Erfolgs einer Webseite. Einblicke in diese Nutzungszeiten von Seiten und Unterseiten gibt Google Analytics – so lässt sich Optimierungsbedarf erkennen.

Die Verweilzeiten unterscheiden sich nach Branche sehr stark und können von einigen Sekunden bis zu über fünf Minuten andauern. Meine Erfahrung im SEO-Bereich zeigt, dass tiefe Recherchen ihre Mühe wert sind. Hintergrundinformationen, die nicht überall zu lesen sind, zahlen auf den Expertenstatus ein und werden mit hohen Verweilzeiten bis zu mehreren Minuten belohnt.

Verweilzeit erhöhen: 4 Maßnahmen

  1. Content nach oben ziehen. Zum Beispiel leere Platzhalter im Design-Layout beseitigen. Es ist davon auszugehen, dass der User nicht erst weit nach unten scrollen möchte, um an die von ihm gesuchten Informationen zu gelangen.
  2. (Zu) große Teaserbilder verkleinern. Mobil mitbedenken.
  3. Einleitende Intros zuspitzen, denn es ist so: Wenn Nutzer über Search kommen, entscheidet das Intro (neben dem Seitentitel) darüber, ob sie bleiben oder gehen. So einfach ist das. Daher sollte der Anspruch sein, dass die eigenen Leser an guten Intros kleben bleiben.
  4. Mehr Absätze einbauen. Schließlich erfasst das Auge des Lesers schon vor dem Lesen, ob es Lust auf den Text hat oder nicht. Und Textwüsten mag es nicht.

6. Page-Speed: Webseiten-Ladegeschwindigkeit verbessern

Lange Wartezeiten fressen nicht nur das Datenvolumen, sondern lassen User enttäuscht zurück. Kaum verwunderlich also, dass die Ladegeschwindigkeit deiner Webseite ein knallharter Raking-Faktor ist. Schnell landende Seiten werden seitens Suchmaschinen belohnt und finden sich im  Google-Index entsprechend weiter oben. Doch wie kann ich die Ladegeschwindigkeit evaluieren und verbessern?

Ladegeschwindkeit herausfinden & Google-Ranking verbessern

Besuche Googles „PageSpeed Insights“. Gib die Domain deiner Webseite in das Tool ein und Google generiert dir deinen persönlichen Score.Google Page Speed ermitteln

Als nächstes gilt es die Fehlerquellen zu beseitigen, die das schnelle Rendering blockieren. Um diese herauszufinden hilft machmal auch ein zweiter Test. Besuche dafür die Webseite „GTmetrix“ und wiederhole den Prozess. Der Bericht von GTmetrix wird dir nochmal genauer potentielle Probleme und zu behandelnde Themen aufzeigen. Solche wie Hosting-Probleme oder das Laden von nicht komprimierten Bildern. Was du von jetzt an direkt besser machen kannst? Alle Grafiken und Bilder aus dem Fotobearbeitungsprogramm heraus extra für Web abzuspeichern (bei Photoshop unter dem „Exportieren“-Reiter).

7. Unique Content: Inhalte mit Mehrwert schaffen

Finde den besten vergleichbaren Content deiner Branche und dann kreiere etwas viel, viel Besseres.

Inhaltlich könnte überprüft werden, ob man statt Links zu anderen Seiten, lieber eigene Hintergrund-Stücke anbietet, auf die querverlinkt werden kann. Der Schlüssel zu einzigartigem Content ist also, Inhalte anzubieten, die Nutzer in ihrem Suchinteresse abholen und die mit wertvollen Details (Fotogalerien, Hintergrundinformationen etc.) gespickt sind. So hebst du dich gleichzeitig von den Konkurrenz-Seiten ab. Nicht nur Online-Marketing-Experte Karl Kratz weiß: Gute Inhalte kommen in den Index.

Eine weitere Maßnahme könnte sein, authentischere Fotos anstelle von Stockbildern zu benutzen. Stelle dir folgende Frage: Welches Foto unterstützt den beschriebenen Inhalt deiner Seite am besten?

8. Qualifizierte Backlinks generieren

Qualifizierte Backlinks sind Links, die von außen auf deine Webseite verweisen. Sie lassen sich etwa durch Gastbeiträge generieren. Weil es zu einfach war, in diesem Bereich zu manipulieren, ist Link-Building als direkte SEO-Maßnahme heute so gut wie ausgestorben. Auch hier gilt der Grundsatz „Qualität statt Quantität“. Je mehr wirklich relevante, hochwertige Backlinks du generieren kannst, desto besser.Google: Altes SEO, neues SEO

In Zeiten von Fake News stuft Google die Expertise eines Autors sowie den Trust einer Webseite zu einem Thema höher als früher ein. Mit anderen Worten: Nicht vertrauensvolle Quellen oder weniger qualifizierte Suchergebnisse werden abgewertet. Auch wenn die Kriterien der Algorithmus-Anpassungen von Google unter Verschluss gehalten werden: Nach dem ersten, großen Core-Update ist es wichtiger denn je, sich als Experte zu einem Thema positionieren, wie Googles John Miller im Juni 2019 in einem Webmasters-Hangout erklärte. Dazu gehört eben auch sich als Autor einen Expertenstatus zu einem Thema zu erarbeiten.

9. User-Experience-Signale einkalkulieren

Nach den Google-Core-Updates in der letzten Zeit, die starke Ranking-Änderungen mit sich brachten, suchen SEO-Experten nach wie vor nach den Zielen hinter den Algorithmus-Anpassungen der Suchmaschine. Während früher echte Menschen (zum Beispiel Google Quality Rater) Einfluss auf Algorithmen nahmen, übernimmt diesen Prozess bei Machine Learning (ML) zunehmend der Computer. Auf Basis von Trainingsdaten, erlernt ML zunehmend Erkenntnisse. Nutzerdaten haben laut Google angeblich keine Auswirkung auf das Ranking. Doch wie steht es um das Nutzererlebnis?

Ist User Experience ein Ranking-Faktor?

Ja! SISTRIX-Autor Johannes Beus bestätigt in seinem Artikel vom Februar 2019, warum „nicht mehr einzelne, klar identifizierbare Faktoren, sondern das Nutzerverhalten als Reaktion auf die User Experience zunehmend den Erfolg bei Google bestimmt“. Es gäbe eben nicht einen direkten und klaren Zusammenhang zwischen Nutzererlebnis und Ranking, sondern „Googles Machine-Learning-Ansatz“ suche „nach Merkmalen, die auf ein positives Nutzererlebnis hinweisen“. Eine Ableitung, die er trifft ist, „Seiten so zu gestalten, wie das Seiten mit dem besten Nutzererlebnis bereits machen“. Mach es deinen Webseiten-Besuchern leicht, sich zu orientieren, lenke ihre Aufmerksamkeit gekonnt und biete spielerische Elemente (zum Beispiel interaktive Infografiken) an, die Spaß machen.

10. Google-Rankings verbessern mit Social Signals?

Ebenfalls eine Frage, die zahlreiche SEO-Experten seit Jahren beschäftigt: Werden Social Signals auch als Ranking-Faktor gewertet? Googles offizielle Antwort darauf, ist allerdings kein einfaches Ja oder Nein.

Im Mai 2010 veröffentlichte Google-Mitarbeiter Matt Cutt ein Video, in dem er sagte, dass Facebook- und Twitter-Follower-Metriken, die die Autorität und die Bedeutung eines Profils bedeuten, keinen Einfluss auf das Ranking einer Seite hätten.

Im Dezember 2010 folge dann die Wende. Cutts enthüllte, dass der Google-Algorithmus doch Social Signals als Ranking-Faktor auf der Suchergebnisseite einkalkulieren würde. Nur um vier Jahre darauf, doch wieder alles zurückzunehmen:

Dieses Hin und Her hat in der Branche für große Verwirrung gesorgt. Daher fragte Danny Sullivan bei Google und Bing genauer nach. Beide Suchmaschinen erzählten Sullivan, wer du als Person bei Twitter bist, habe einen Einfluss darauf wie eine Seite in der regulären Websuche performe. Durch Social-Media-Aktivitäten können soziale Signale wie Likes und Shares generiert werden, die Bedeutung für das Ranking haben können.

Kann Twitter Google-Rankings verbessern?

Ergo: Die größte Rolle für Google-Algorithmen dürfte noch Twitter spielen. Es ist bekannt, dass Tweets bei Google News bzw. aktuellen Rankings besonders berücksichtigt werden. Allerdings hat der Suchmaschinen-Gigant den Kooperationsvertrag mit Twitter nicht verlängert. Somit ist Google von Twitters guten Willen abhängig, auf welche Daten der Gigant in Zukunft noch Zugriff hat. Um wichtiger Ranking-Faktor zu werden, gibt es bestimmt bessere Voraussetzungen.

Kann Facebook Google-Rankings verbessern?

Hier das gleiche Spiel: Google konnte trotz Verhandlungen mit Facebook kein Kooperationsabkommen abschließen, das ihnen Zugriff auf notwendige Daten gewährt. Somit stehen Google nur die öffentlichen Bereiche von Facebook zur Auswertung zur Verfügung. Möglich ist damit lediglich die Verwertung eines sehr geringen Teils der Daten, beispielsweise die Anzahl von Fans auf Facebook Pages. Das Manko: Ohne Zugriff auf die Nutzerprofile ist Google nicht in der Lage zu beurteilen, wie vertrauenswürdig und einflussreich die einzelnen Fans wirklich sind.

Unabhängig der final ungeklärten Frage, ob/inwiefern/wie stark Social Signals für die Suchmaschinenoptimierung gewertet werden, gehen viele Brancheninsider einfach weiterhin davon aus, dass Social Signals eine Rolle für reguläre SEO-Ergebnisse spielen. Schließlich sind Suchmaschinenoptimierung und Social-Media zwei wichtige Elemente des Inbound-Marketings. Und es ergibt Sinn, dass beides Hand in Hand geht.

Zugegeben, die letzten beiden Punkte sind jetzt keine konkreten Handlungshinweise. Dennoch gehören sie meiner Meinung nach in die Ranking-Faktoren-Diskussion der Branche. Außerdem bleiben ja acht handfeste To-dos. Ich wünsche frohes Schaffen bei der Optimierung der eigenen Google-Rankings.

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Karoline
Gast
Karoline

Danke Anna! Super hilfreich! Und eine Menge To-Dos für mich 😀
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Anna-Carina Kruse

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Das Gute am Internet? Man lernt nie aus und alles lässt sich online tracken. Anna faszinieren Perspektivwechsel, emotionale Geschichten und wie Nutzerbedürfnisse in intuitive, auffindbare Webseiten übersetzt werden – selbstverständlich SEO-basiert. Sie schnürt gerne 360°-Pakete und ist davon überzeugt, dass guter Content für immer Queen sein wird.

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