Engagement auf Social Media steigern – Tipps für interaktiven Content

von am 1. Juni 2021 verfasst


Du produzierst aufwendigen Social Media Content, aber erreichst trotzdem kaum Engagement auf deinen Social-Media-Kanälen? Auch gut durchdachte Inhalte funktionieren nicht immer, wenn sie den Nutzer nicht in seinen Bann ziehen. Um die Ergebnisse zu erzielen, die du dir wünschst, kannst du mit interaktivem Content das Engagement deiner Zielgruppe steigern.
Ob Likes, Kommentare, Shares oder Saves – Diese Kennzahlen werden auf Social-Media-Kanälen immer wichtiger für den Algorithmus und somit auch für deine Sichtbarkeit. In diesem Beitrag zeige ich dir einfache Umsetzungsideen, mit denen du deiner Zielgruppe mehr Möglichkeiten für Interaktion anbietest.

Was ist Engaging Content?

Engaging Content oder auch interaktiver Content involviert den Nutzer stärker in die Inhalte. Dadurch wird der Content zu einem Erlebnis und die Nutzer vergessen die Inhalte nicht so schnell. Je mehr Interaktion du anbietest, desto größer wird der Spaßfaktor deiner Community und sie verbringen mehr Zeit auf deinem Kanal.
Zum Beispiel eignen sich Umfragen, Quizze, Rätsel, Wettbewerbe oder auch Q&As für interaktiven Content. Das wichtigste dabei ist, dass die Community in irgendeiner Art und Weise auf den Inhalt reagieren kann.

Der Erfolg der Interaktion kann anhand folgender Kennzahlen gemessen werden:

Likes: Wie oft wurde geliked?
Kommentare: Wie viele Nutzer haben unter den Beitrag geschrieben?
Views: Wie oft wurde der Beitrag angeschaut?
Teilen: Wurde der Beitrag an weitere Accounts versendet?
Klicks: Wie oft wurde der Beitrag aufgerufen?

▶️ Schon mal dran gedacht?
Wenn du möchtest, dass deine Zielgruppe sich interaktiv beteiligt, dann mache es vor und engagiere dich selbst in deiner Community. Verteile Likes, kommentiere fleißig andere Beiträge und mache auf dich aufmerksam. Am besten bevor du selbst einen Beitrag hochlädst. Dadurch wirst du schneller gesehen und die Community sieht, dass du auch auf Interaktionen eingehst.
Während der Kontaktpflege kannst du viel über deine Community herausfinden. Dadurch sehen sie auch, dass ihre Meinung wichtig ist und sich dafür interessiert wird.

Nur wer seine Zielgruppe kennt, steigert das Engagement

Um das Engagement auf Social Media zu steigern, solltest du deinen Content gut durchdenken. Bevor du wahllos anfängst, Rätsel zu erstellen, die niemanden interessieren, solltest du dir klar werden, wen du damit ansprechen möchtest. Lege dazu fest, wer deine Zielgruppe ist und welche Interessen sie hat. Je nach Kanal und Zielgruppe solltest du verschiedene Inhalte anbieten, die sich am besten eignen. Denn es kann sein, dass du deine Zielgruppe zum Beispiel auf LinkedIn anders miteinbeziehen solltest als auf Instagram. Auf LinkedIn funktionieren vielleicht produktspezifische Umfragen besser, wohingegen deine Community auf Instagram aktionsfreudiger ist und du mit Verlosungen mehr Interaktion hervorrufen kannst.

Bei der Erstellung deiner Inhalte kannst du dich an folgenden Wünschen deiner Zielgruppe orientieren. Denn jede Zielgruppe möchte:

  1. Zur Kenntnis genommen und geschätzt werden
  2. Sich mit gleichgesinnten vernetzen
  3. Belohnt werden

So kannst du deine Community zum Beispiel beim Entwicklungsprozess teilhaben lassen und fragen, welche Themen sie besonders interessieren. Welches Produkt soll als Nächstes vorgestellt werden? Auf welche Eigenschaften soll eingegangen werden? Auch Verlosungen, Blicke hinter die Kulissen oder spannende Ankündigungen, bevor andere sie erfahren, können zu einer stärkeren Interaktion führen.

Mit Fragen zum Erfolg

Wenn du an der Meinung deiner Community interessiert bist, dann frag sie. Häufig nutzen Unternehmen informierende Texte. Klar, sie wollen auf ihr neustes Produkt aufmerksam machen, vom letzten Workshop berichten oder Tipps aussprechen. Doch so wird die Interaktion kaum gefördert.
Baue deshalb Fragen in deinen Text ein. Dadurch wird der Leser direkt angesprochen und fühlt sich in das Thema miteinbezogen. Nutze außerdem Call to Actions, um deine Community zu animieren: „Jetzt registrieren“, „Hier anmelden“, „Kostenlos testen“.
Außerdem können Emojis helfen, den Beitrag persönlicher und spannender zu gestalten.
Nur so sticht der Beitrag aus der Masse heraus und bleibt schneller im Kopf hängen.

Branding

Durch Branding wird aus Engaging Content nicht nur Spaß für den Nutzer, sondern eine Grundlage geschaffen, dass sich der Nutzer an das Unternehmen erinnert. Egal ob beim Text oder der optischen Darstellung – das Unternehmen sollte erkennbar sein.

Häufig sind Hashtags gebranded. Das liegt daran, dass sofort ein Bezug zum Unternehmen hergestellt wird und sich die Beiträge auch unter dem bestimmten Hashtag sammeln lassen.

Social Media Marketing eröffnet neue Möglichkeiten, starke Marken zu entwickeln und Beziehungen zu deiner Zielgruppe aufzubauen.
Durch ein professionelles Branding kannst du:

  • Einzigartigkeit fördern
  • Von Wettbewerbern abgrenzen
  • Unternehmens-Botschaft präzisieren
  • Wahrnehmung steigern
  • Kunden binden
  • Unternehmens-Zugehörigkeit stärken
  • Social-Media-Aktivitäten unterstützen

Formate

Um das Engagement auf deinen Social-Media-Kanälen zu steigern, eignen sich verschiedene Formate. Interaktivität erreichst du mit folgenden Maßnahmen:

  • Stelle Fragen
  • Fordere Äußerungen
  • Biete Inspirationen
  • Mache Angebote
  • Liefere Nutzen

Stories

Stories bieten eine unterhaltsame Art, den Content neu darzustellen. Die Zielgruppe wird durch Entertainment dazu gebracht, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Gamification kann zudem genutzt werden, um Interessensbereiche von der Community kennenzulernen.

Eine beliebte interaktive Story ist zum Beispiel die Umfrage: Bist du Typ A oder B? Entweder, Oder?

Dabei werden in zwei Spalten mehrere Auswahlmöglichkeiten gegeben, aus denen der Nutzer seine Eigenschaften oder Favoriten einkreisen kann und dies in seiner Story repostet. Auch mit Lückentexten oder Bingo wird der Follower miteinbezogen und kann an diesem Spiel teilnehmen.

Instagram hat für die Einbeziehung der Community einige Sticker zur Auswahl, die genutzt werden können. Sieht sich der Nutzer deine Stories an, so ist es auch wahrscheinlich, dass er zu deinem Feed gelangt und mit dem Content interagiert.

Besonders Ratespiele führen zu einer hohen Interaktion. Mit diesen drei Stickern kann die Community unterhalten werden:

  • Fragen: Der Community wird eine Frage gestellt, die frei beantwortet werden kann.
Engagement Social Media: Frage

Instagram Fragen-Sticker

  • Umfragen: Der Nutzer kann auch zwei Auswahlmöglichkeiten wählen.
Engagement Social Media: Umfrage

Instagram Umfragen-Sticker

  • Quiz: Mehrere Auswahlmöglichkeiten werden gegeben. Auch auf LinkedIn oder Twitter können Umfragen im Feed erstellt werden.
Engagement Social Media: Quiz

Instagram Quiz-Sticker

Videos

Videos haben eine höhere Engagement-Rate als andere Formate. Die Verweildauer ist besonders lange, wenn du auf einige Punkte achtest. Zum einen sollte ein Video sofort in den ersten Sekunden Spannung erregen. Startet es erst langsam oder das Thema ist nicht direkt erkennbar, wird die Neugierde des Nutzers nicht geweckt und er scrollt weiter. Daher solltest du die Spannung nicht bis zum Ende hinausgezögern, sondern direkt mit einem Knaller starten. Nur so gelingt die Aufmerksamkeit auf das ganze Video.
Tipps für die erfolgreiche Content-Produktion bekommst du hier.

Bilder und Swipe Posts

Mit Bildern und Swipe Posts lassen sich einfach Geschichten erzählen. Das Storytelling führt zu einer Dynamik, die den Nutzer zugleich die Spannung auf die Inhalte erhöht. Bei Suchfotos kann der Nutzer zum Beispiel auf Entdeckungstour gehen und selbst teilnehmen. Darunter kann er seine Lösung kommentieren oder seinen Freunden weiterschicken. Die Informationen werden somit auf unterhaltsame Weise aufgesaugt.

So gelingt Viralität

Ein Post und schon kennt die ganze Welt dein Unternehmen. Ganz so leicht ist es leider nicht. Doch auf einigen Kanälen ist die rapide Verbreitung von Inhalten gar nicht so schwer. Gerade bei Plattformen wie TikTok gelingt schnell eine große Reichweite zu erreichen. So kannst du zum Beispiel deine Reichweite auf einem Social-Media-Kanal nutzen, um auf andere zu verweisen. TikTok ist momentan das beste Beispiel dafür. Es ist einfacher auf TikTok einen Beitrag zu haben, der tausende Aufrufe und Likes bekommt, als auf Instagram.
Virale Inhalte setzen sich aus sieben Faktoren zusammen:

  1. Emotion
  2. Timing
  3. Authentizität
  4. Verständlichkeit
  5. Risikobereitschaft
  6. Planung
  7. Richtige Plattform

Auf einen Blick

Halten wir fest: Wenn du mehr Engagement auf deinen Social-Media-Kanälen haben möchtest, müssen deine Inhalte innovativ sein, um aus der Masse an Konkurrenzangeboten positiv herauszustechen. Interaktiver Content bietet hier eine gute Möglichkeit. Durch Branding kannst du den Nutzer langfristig an dein Unternehmen binden. Außerdem werden Beiträge häufiger an Freunde oder Bekannte geteilt, die potenzielle neue Follower der Seite darstellen. Der Share-Faktor, Conversion-Rate und die Verweildauer steigen dadurch an.

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Vanessa Jarzombek

Content-Marketing

Vanessa vereint das kreative und analytische Denken, das sie aus ihren Studiengängen BWL und Mode-Textil-Management mitbringt. Als Junior Social-Media-Managerin lässt sie sich neue Content-Ideen für Instagram und Facebook einfallen. Dabei hat sie auch Spaß daran, Grafiken selbst umzusetzen.