SEO-Trends 2023

7 SEO-Trends für 2023

von am 6. Januar 2023 verfasst


Die Google Updates halten uns SEOs immer auf Trab. SEO ist ein ständiger Prozess und das Rad hört sich nie auf zu drehen. Nur wer up to date bleibt, kann seine Rankings langfristig verbessern und halten.  Dabei ist es hilfreich, die Weiterentwicklung des Algorithmus immer im Blick zu behalten und bei aktuellen Entwicklungen ganz genau hinzusehen. Nur aktuelles SEO sichert dir bessere Rankings sowie mehr Traffic und Umsatz. Ich habe dir deshalb 7 wichtige SEO-Trends für das Jahr 2023 zusammengefasst.

Inhalt:

1. SEO-Trend: Helpful Content

Google kündigte bereits im Spätsommer 2022 an, im amerikanischen Raum, das Helpful Content Update auszurollen. Der deutsche Sprachraum folgte ab dem 05.12.2022 und würde laut Googles Tweet schon bald deutlich zu spüren sein. Doch was heißt eigentlich Helpful Content und wie erstellst du diesen?

Für Google ist Content bedeutend, der seinen Nutzern möglichst hilfreich ist. Hier kann ich dir klar empfehlen, auf zentrale Fragen und Anliegen deiner User zu achten und diese zu beantworten. Findet der User auf deiner Seite nicht, wonach er gesucht hat, obwohl deine Seite ihm und Google vermittelt, die richtige Antwort parat zu haben, so wird der User deine Seite schnell wieder verlassen und sich in den SERPs, also den Google Suchergebnissen, weiter nach hilfreichen Inhalten umschauen.  Durch das Update versucht Google es noch stärker reine SEO-Texte, also Texte, die nur für die Suchmaschine geschrieben wurden, abzustrafen. Texte, die eine Expertise und fundierte Infos für den User bereithalten, sollen an Sichtbarkeit gewinnen. 

In den Search Essentials startet Google mit der Überschrift: „Hilfreiche, vertrauenswürdige und nutzerorientierte Inhalte erstellen“. 

Zentrale Aussagen sind:

  • Erstelle einzigartigen Content und gebe nicht nur bereits existierende Artikel aus dem Netz auf deiner Seite wieder
  • Präsentierst du die Inhalte auf deiner Seite vertrauenswürdig mit Quellen, Belegen oder anderen Nachweisen für Fachkompetenz? 
  • Hast du deine Inhalte gut strukturiert oder ist der rote Faden deiner Inhalte nicht zu erkennen?
  • Spricht dein Inhalt eine bestimmte Zielgruppe an, sodass du diese genau für diese Zielgruppe gestalten kannst?
  • Sind deine Inhalte fehlerfrei oder gibt es Rechtschreib- oder stilistische Fehler?

Konzentriere dich nicht nur auf die SEO-Optimierung. Behalte auch immer die Suchintention der Nutzer im Auge. Dabei können Tools wie das W-Fragen-Tool oder AnswerThePublic helfen, die nutzergenerierte Fragen zu bestimmten Themen sammeln und für dich abrufbar machen. 

2. SEO-Trend: Texterstellung mit K.I.

K.I. Texte werden immer besser und die Content-Tools wie ChatGPT von OpenAI entwickeln sich stetig weiter. Allerdings ist es nicht zu empfehlen, diese Texte ungefiltert auf deine Website hochzuladen. Oft fehlen notwendige Informationen und die Texte sind noch lange nicht so weit, um sie einfach zu übernehmen. Sie ersetzen menschliche Autoren also keinesfalls, sondern können eine gute Unterstützung bei der Texterstellung sein. Gerade wenn dir wenig Ressourcen zur Texterstellung zur Verfügung stehen und du sehr viele Texte auf einmal benötigst, können K.I. Texte hilfreich sein. 

So klappt der Umgang mit K.I. Texten:

  • Nutze die Texte als Inspiration für neue Blickwinkel auf ein Thema
  • Werte die Texte manuell mit eigenem recherchiertem Wissen auf 
  • Korrigiere die Texte auf Logik-Fehler 

Achtung: Google hat mehrfach verdeutlicht, dass rein von einer K.I. erstellter Content von Google als Spam eingeordnet wird. Die Suchmaschine sei in der Lage künstlich generierten Content von menschlich generierten Content zu unterscheiden. 

K.I. Text über SEO

Quelle: https://chat.openai.com/chat

3. SEO-Trend: Alte Inhalte prüfen und aussortieren

Aus den Google Updates 2022 kristallisiert sich heraus, dass vor allem durch das Helpful Content Update nicht nur einzelne URLs von Google unter die Lupe genommen werden, sondern die ganze Domain. Dadurch können minderwertige Inhalte, die auf einer einzelnen URL liegen, einen schlechten Einfluss auf das Ranking der gesamten Domain haben. Das heißt für dich: Schaue dir deine alten Inhalte an und lass sie nicht auf vergessenen oder nicht beachteten URLs liegen und mache eine Content-Analyse.

Stelle dir beim Content-Check folgende Fragen:

  • Welche Inhalte sind veraltet? Schaue auf Informationen und Fakten. 
  • Welche Inhalte bieten dem Nutzer keinen Mehrwert mehr? Beispielsweise werden wichtige Nutzerfragen nicht beantwortet.
  • Welche Inhalte haben keinen Traffic; können sie optimiert oder sollten sie gelöscht werden?

So vermeidest du, dass alter und minderwertiger Content deine gesamte Website runterzieht.

4. SEO-Trend: Rich-Snippets als Informationsquelle

Google verbessert die Gestaltung der Suchergebnisseite kontinuierlich. Suchergebnisse werden schon in den SERPs mit immer mehr Informationen und Bildern angereichert und geben den Nutzern somit immer häufiger direkte Antworten und Infos zu ihrer Suchanfrage. Das hat zur Folge, dass es immer mehr Zero-Click-Suchen gibt, bei denen die Nutzer also ihre Suche nach dem Lesen der SERP wieder beenden können. 

Doch auch hier hast du die Chance, deine Website auffällig zu platzieren. Hier kommt wieder Unique Content zum Tragen. 

Suchen Nutzer nach hochwertigen und weiterführenden Informationen zu einem Thema und du stellst diese bereit, werden sie eher auf deine Website gelangen und sich die Inhalte anschauen. Google schafft es noch nicht, diese reichhaltigen Informationen in den SERPs zur Verfügung zu stellen. Momentan sind vor allem informelle Inhalte wie Kinotickets, Hotelangebote oder die Wettervorhersage als Rich Snippets in den SERPs.

💡 Tipp: Du brauchst Tipps bei der Snippet-Optimierung? Lies jetzt bei uns nach!

Rich Snippet für Flugsuche nach Malta

5. SEO-Trend: MUM – Multitask United Model

Durch MUM will Google nach BERT Content, der nicht aus Text besteht, noch besser verstehen. BERT kam 2019 auf den Markt und half Google dabei, einen besseren Zusammenhang zwischen Text und Suchintentionen herstellen zu können. 

Durch MUM soll der Algorithmus nun Bilder, Videos und Audiodateien noch besser verstehen. Außerdem sollen in Zukunft auch komplexe Suchanfragen besser verstanden werden und dem Nutzer die passenden SERPs ausgegeben werden. Content soll als Ganzes funktionieren und dem Nutzer so die optimalen Suchergebnisse zur Verfügung gestellt werden. 

Google legt also weiterhin den Fokus auf die Identifizierung von Helpful Content und es gilt für dich, Fachexpertise zu beweisen und deine Inhalte nutzerorientiert zu generieren.

💡 Tipp: Entdecke auch unsere 10 SEO-Tipps zur Optimierung deiner Website!

6. SEO-Trend: Strukturierte Daten

Damit du mit deiner Website von den Rich Snippets profitieren kannst, musst du den Content auf deiner Seite entsprechend für Google strukturieren. Dafür gibt es ein von Google vorgegebenes festes Format, damit der Crawler erkennen kann, um welche Art von Inhalten es sich auf der entsprechenden URL handelt. Durch das Auszeichnen von strukturierten Daten hast du die Chance, mit deinem Snippet Klicks zu generieren und auch neue Nutzer auf deine Website aufmerksam zu machen. Beispiele für strukturierte Daten sind:

  • Rezepte 
  • Rezensionen
  • Preise
  • Angebote
  • Termine und Daten
  • Kontaktinformationen

Strukturierte Daten als Rezept in den SERPs

7. SEO-Trend: Multisearch

Dieser Trend ist besonders im E-Commerce wichtig. Durch Multisearch wird die Suche immer breiter gefächert. Es ist möglich, dass du mit einer Bildersuche startest und diese dann im Nachhinein mit Text weiter ausweiten kannst. Ein Paradebeispiel hierfür ist die Suche nach einem Kleidungsstück, welches du gerne kaufen möchtest. Du suchst via Bildersuche nach dem Kleidungsstück und du kannst danach im Textfeld noch die gewünschte Farbe eingeben. Nun zeigt Google dir das passende Kleidungsstück in deiner Wunschfarbe.

 Im englischen Sprachraum gibt es zudem die Funktion „near me“, die 2023 auch auf weitere Sprachräume ausgeweitet werden soll. Mit dieser Multisearch-Funktion können sich Nutzer beispielsweise indisches Essen direkt in ihrer Nähe anzeigen lassen. 

Fazit der SEO-Trends 2023

Im Fokus von SEO 2023 steht weiterhin definitiv der Nutzer. Es wird immer stärker darum gehen, deine Inhalte für den Nutzer zu formulieren und zu erstellen und immer weniger darum, Websites rein für die Suchmaschine zu optimieren. Die Messlatte liegt hoch, um von Google als nutzerorientierte Domain erkannt zu werden. 

Dein Blick sollte in die Richtung des Nutzers gehen und du solltest versuchen, dich nach seinen Bedürfnissen zu richten und nicht nach den Bedürfnissen von Google. Nur so schaffst du es, gute Rankings zu erzielen und sichtbar zu bleiben. 

Strukturierte Daten helfen dir dabei, trotz Zero-Klick-Suchanfragen relevant zu bleiben, dich mit Rich Snippets sichtbar zu platzieren und dadurch Sichtbarkeit bei Menschen zu erzielen, die deine Produkte suchen. 

Du hast Fragen zur Umsetzung der Trends auf deiner Website? Dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder schreib mir eine Mail. Ich wünsche dir ein erfolgreiches 2023!

Dieser Blog-Beitrag wurd verfasst von:

Content Managerin mit SEO-Fokus

Als Content-Managerin mit SEO Fokus kreiere und optimiere ich redaktionelle Inhalte für unsere Kunden. Dazu gehören Blog-Beiträge, Social Media-Postings und auch Website-Texte. Dabei begleiten mich immer SEO-Analysen, die Nutzersicht und eine große Portion Kreativität. “Traditional marketing talks at people. Content marketing talks with them.” (Doug Kessler)

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Susanne M
Susanne M
11 Tage zuvor

Wie wichtig seht Ihr aktuell noch den Aufbau von Backlinks?

Last edited 11 Tage zuvor by Theresa Delfs